Bandname und Albumtitel: Journey into Darkness mit Multitudes of Emptiness
Genre: Symphonic Black Metal.
Veröffentlichungsdatum: 28. Juli 2020
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr zweites Album.
Auf welchem Label veröffentlicht: Das Album haben sie in Eigenregie rausgebracht.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Mal wieder bekam ich das Album über Metal Devastation Radio. Da war ich doch mal gespannt wie so ein Album klingt, das 24 Jahre in der Mache war.
Wie finde ich die Scheibe: Das Album taugt was, auch wenn es mir zu viele Instrumentals hat. Aber hören wir mal rein:
INTO NOTHINGNESS eröffnet das Album instrumental, mit einem langsamen Track, der in meinem Geist Vilder einer alten Fabrik oder eines Bergwerkes in dem die Arbeiter noch von Hand die Kohle aus dem Stein schlagen, heraufbeschwört. TO BE
HUMAN IS TO BE INHUMAN tritt dagegen das Gaspedal sofort durch und verschwendet keine Zeit mit einem Intro. Hier verbinden sich die Geschwidigkeit und Härte des Black Metal wunderbar mit symphonischen Elementen. Es erinnert an Dimmu Borgir oder Carach Angren, wobei die Qualität eher an letztere heranreicht. Der Text ist eine Harsche Anklage gegen die Menschheit. Das gefällt mir immer.
PROGRAMMED TO DIE fängt mit einem interessanten Intro ein. Das Drumming zieht sich durch weite Teile des Songs, ebenso wie die Streicher, welche wohl einem Synthie entsprungen sind. Hier wird das Tempo etwas reduziert. Leider nimmt dass auch viel von der Härte und die hasserfüllten Vocals können die so entstandene Leere nicht füllen. Der Text lässt sich mit zwei Worten zusammenfassen: Memento Mori.
DESOLATION ist ein kurzes Instrumental, dass irgendwie deplaziert wirkt. Zwar wird ein Cembalo simuliert, was mir normal immer gefällt, doch hier passt es nicht. Also gehen wir lieber weiter und lassen die Gameboy-Musik hinter uns.
THE INSIGNISFICANCE OF beginnt schön episch. Langsam, hart und groß. Später steigert sich das Tempo und ich fühle mich sehr an Dimmu Borgir erinnert. Der Text veranschaulicht das Konzept des Nihilismus. Ein ordentlicher Song, aber irgendwie fehlt mir der letzte Kick.
SENDING DEATH fängt auch schön episch an und hier geht es besser weiter. Hier höre ich wirklich viel eigenes aus dem Song. Der Text dürfte wohl alles Gläubigen gehörig vor den Kopf stoßen, was immer etwas gutes ist. Wieso soll man Gott für das Gute preisen, wenn man ihn nicht für das schlechte verdammt? Die Beantwortung dieser Frage überlasse ich den Gläubigen. Ich genieße solange den besten Song dieses Albums.
INTERGALACTIC SPACE ist wieder ein Instrumental und hier klingt es nach dem Soundtrack eines Si-Fi-Videospiels aus den späten 90ern oder frühen 2000ern. Nicht meins, also weiter zum letzten Song.
MULTITUDES OF EMPTINESS beendet das Album instrumental und hier könnte es der Soundtrack eines fiesen Horrorstreifens sein.
Fazit: Zu viele Instrumentals. Leider. Die andere Hälfte kann man sich gut anhören, ist aber kein muss. Ich glaube wirklich hat mich nur Sending Death gepackt. Eine Empfehlung für Dimmu Borgir Fans, vielleicht auch für den einen oder anderen Freund von Carach Angren, aber nicht für die Black Metal Elitisten. Hier könnt ihr ja mal reinhören:

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