Bandname und Albumtitel: Operation Volkstod mit Sex with Satan
Genre: Black Metal
Veröffentlichungsdatum: Seit dem ersten März 2021
Auf welchem Label veröffentlicht: Auch dieses Album wurde in Eigenregie veröffentlicht, allerdings bekam er ein wenig Hilfe bei der Platte von Feral Age Records und der Kassette von AbArt Corruption.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Das ist sein zweites Album, dazu gibt’s noch ne EP. Das erste Album wurde auch schon auf diesem Blog besprochen.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Da hatte ich mal aus Interesse nach Black Metal mit linken Themen gesucht, da ja sonst immer von NSBM zu hören ist und fand gefallen an der Musik.
Wie finde ich die Scheibe: Bisher das Beste Album der Band. Aber hören wir mal rein:
ANCIENT ORIGIN eröffnet das Album eher schleppend, aber mit ordentlich Härte in der Musik. In der zweiten Hälfte des Intros, bricht eine wahre Raserei los, bevor der Song zu seinem Anfang zurückkehrt, nur dieses Mal mit Gesang. Dieser klingt wie gewohnt hoch und unmenschlich. Der Text ist eine wütende Anklage gegen das Patriarchat untermalt mit biblischen und Sumerischen Beispielen. Ein richtig geiler Auftakt.
SEX WITH SATAN klingt etwas Rock’n’Rollig, auch wenn hin und wieder mal fieses Geblaste vorkommt. Hier wird der libertäre Aspekt Satans herausgestellt, indem er als Gegenspieler von Patriarchat, Reaktionismus und generell „Konservativen Werten“ gesehen wird und somit auch für Gender Equality Eintritt.
LEFT-HAND-PATH PART I kommt sogar etwas punkig rüber. Das Drumming erinnert mich jedenfalls dran. Hier bewegen wir uns im Mid-Tempo und der Track geht direkt ins Ohr. Der Text behandelt einen Fehlschluss, wie ich finde, außer man negiert komplett die Existenz von Wesenheiten, die sich Gott und Satan nennen. Aber lassen wir diese Diskussion an dieser Stelle. Hier wird der Weg zur linken Hand als Weg in die Freiheit angepriesen.
WHEN THE OLD FOREST DIES beginnt eher schleppend, fast schon depressiv. Dann bricht aber die Aggression hervor und wir bekommen einen Text gegen die Technologiesierung auf Kosten der Natur um die Ohren gehauen.
OPEN THE GATES OF HELL schlägt gleich mit voller Kraft zu. Danach wird es zwar etwas ruhiger, aber wer so wie jemand, der sich seiner Kraft bewusst ist und nur leise sprechen muss, um andere einzuschüchtern. Hier bekommen wir eine wahrhafte Kriegserklärung an Gott dargeboten. Bisher mein Liebling auf dem Album.
RESISTANCE zieht das Tempo wieder an bietet uns revolutionären Black Metal. Alleine die Musik spricht vom Kampf gegen das System, der Text verstärkt dieses Eindruck nur. Besonders gefällt mir hier die miteingeflochtene Melodie, die dem Song nichts von seiner Aggression und Härte nimmt.
LEFT-HAND-PATH PART II ist recht melodisch im Vergleich zum Rest des Albums, aber keinesfalls weichgespült. Hier wird wieder der Weg zur linken Hand angepriesen, als der Weg in die Freiheit. Auch ich folge ihm, wohl aber anders als andere, da hier jeder seinen Weg finden muss. Davon spricht auch der Text.
FUCK HUMAN EXISTANCE beendet das Album mit einer weiteren Anklage gegen die Westliche Welt. Hier geht es meist schreiten voran, von einigen Zornausbrüchen abgesehen. Ich finde ein gelungener Abschluss für das Album.
Fazit: Einfach nur klasse. Ich habe jeden Track genossen. Hier stimmt alles: Musik und Texte passen hier perfekt zusammen. Das gibt eine klare Empfehlung für die Freunde des Schwarzmetalls , die keine Berührungsängste mit linken Themen haben. Hier könnt ihr mal reinhören:

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