Bandname und Albumtitel: Solipsism mit Our Night never ends
Genre: Black Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben sie am 21. April 2022 über Sun and Moon Records rausgebracht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Hier hören wir ihr erstes Album, zuvor gab e in 2020 noch eine EP.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Ich hatte die Trackpremiere von DON’T FOLLOW ME, I’M LOST in meiner Abo Box auf YouTube, da ich den Kanal von Sun and Moon Records abonniert habe. Das Bild sprach mich an und nachdem ich mir das Lied angehört habe, habe ich beschlossen mir das ganze Album zu geben. Hier habt ihr nun das Ergebnis.
Wie finde ich die Scheibe: Das Album klingt richtig gut. Stellenweise driftet es in den Suicide Black ab, nur um kurz darauf brachial zu werden und hier und da schimmert sogar ein gewisser Wahnsinn durch. Der Stil ist recht wandelbar, teilweise auch, wie schon angedeutet während der Songs. Auch der Gesang pendelt immer wieder zwischen aggressiver Gekrächze und schmerzerfüllten Schreien hin und her. Zwar wird das Keyboard recht häufig eingesetzt, doch nicht zu inflationär, sodass es für gelungene Akzente sorgt, statt die Musik zu dominieren
(V)ZOSTUP TRAGÉDIE, was auch immer das bedeuten mag, ist richtig stark. Stampfend und treibend, mit wiederkehrenden melancholischen Abschnitten, ist das einer der stärksten Songs des Albums. Natürlich darf hier auch DON’T FOLLOW ME, I’M LOST nicht fehlen, da ich dadurch auf das Album aufmerksam wurde und es mir auch über Bandcamp bestellt habe. YOUR ENTIRETY ist zugleich recht ruhig und doch aufpeitschend, wie ein Marschlied. Ich glaube das passt ganz gut, auf jeden Fall gefällt mir der Song. Zum Schluss noch ein Ausreißer: MIKYMAUZ, was ein Cover ist. Hier hört man zum ersten und einzigen mal auf dem Album klaren Gesang. Hier haben sie das Cover verdammt gut gemacht. Man erkennt noch, dass es ursprünglich ein Liedermacherlied war, und doch ist es wunderbar hart, melancholisch und schön.
Fazit: Über das Album kann ich nichts schlechtes sagen. Gut es ist kein Meilenstein, ich vergebe hier keine Bestnote, aber es ist verdammt nah dran. Hier kommt eine andere Atmosphäre auf, als ich es von vielen anderen Bands kenne. Beim meisten Black Metal habe ich Bilder von düsteren Ritualen, Wäldern, einsamen, kargen Landschaften, Schlachtfelder oder einem wirbelnden Chaos vor meinem inneren Auge. Hier sehe ich mich durch eine menschengefüllte Stadt laufen, oder eher durch eine Stadt voller menschenähnlicher, gesichtsloser Gestalten. Bedrückend, gejagt und dem ganzen überdrüssig. Hört auf jeden Fall mal rein.

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