Bandname und Albumtitel: Eden weint im Grab mit Apokalypse Galore
Genre: Gothic Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Am 24. März 2023 ist dieser reichliche Weltuntergang über uns hereingebrochen und das über Einheit Produktionen.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Hier warten sie mit ihrem neunten Album auf. Sonderlich mit anderen Veröffentlichungsformen haben sie sich nicht aufgehalten. Einzig eine EP und fünf Singles, ausgekoppelt aus den beiden vorigen Alben, haben sie sonst noch rausgehauen.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Da kenne ich noch das genaue Datum: am 23. Mai 2015 habe ich sie in einer Kneipe im Nordsaarland, wo manchmal Konzerte veranstaltet wurden, als Vorband für Nachtblut gesehen. Den Namen kannte ich schon vorher und während des Auftritts habe ich entdeckt, dass auf meinem damaligen Stamminternetradio einige Lieder von ihnen gelaufen sind, aber die hatte ich weniger wahrgenommen, wegen der Gespräche im Chat. Daher war ich froh, dass sie mich dann als Vorband begeistern konnten.
Wie finde ich die Scheibe: Der Stil ist recht eigen. Wer sie nicht kennt, es ist eine Mischung aus Eisregen, Coppelius und vielleicht Samsas Traum. Auch hier bleiben sie dem esoterischen treu. Sie spielen eine Form des Gothic Metal, der sich recht nah am Black Metal orientiert, aber auch recht melodisch und mit reichlich Einsatz von Streichern, um genauer zu sein ein Cello und eine Geige. Den Stil, den ich von ihnen kenne, behalten sie bei, wenn auch dieses Album etwas härter und gleichzeitig düsterer ist, als die Alben, die ich von ihnen besitze.
HURE BABYLON eröffnet das Album erst schleppend, bevor es rasant weitergeht. Hier zeigen sie gleich, was sie können. Ein harter und auch zorniger Song, der aber die Melodie nicht vernachlässigt. Der Text kann als Abrechnung mit der modernen Welt und unserer Gesellschaft verstanden werden.
Bei TENTAKEL DES ANGST spielen sie wieder mit ihrer Liebe für vergangene Zeiten. Der Gesang klingt stellenweise, besonders am Anfang, wie vor etwa hundert Jahren aufgenommen. Das Lied an sich, könnte teilweise ein Tanz sein, wenn es sich nicht zu einem rasant treibenden Rhythmus aufschwingt. Sehr interessant und richtig gut.
Fazit: Wirklich verdammt gut. Ich hatte hier wirklich Probleme meine Favoriten auszuwählen. Wer es im Gothic etwas härter mag, oder im Black Metal melodischer und weniger dogmatisch, der ist hier richtig. Aber hört am besten selbst mal rein:

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