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Hellknights mit Втрачений світ

Bandname und Albumtitel: Hellknights mit Втрачений світ
Genre: Crust Punk
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am ersten August 2022 über Surrogate Rec. raus.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Das ist ihr erstes Album, nach zwei EP’s und einer Demo.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Hier habe ich ein wenig auf Bandcamp gestöbert und sowohl das Cover, als auch der vorab zugängliche Song haben mein Interesse geweckt. Also habe ich mir die Kassette mal bestellt und bis am Donnerstag vergessen, als sie eigentlich ankommen sollte. Jetzt können wir aber reinhören.
Wie finde ich die Scheibe: Die Musik ist recht chaotisch, wie man es aber von Crust erwarten würde. Es geht ohne Finesse aber dafür mit einer gehörigen Portion Wut direkt los und zu keiner Zeit wird Tempo herausgenommen. Die Drums sind auch nicht wirklich aufregend, dafür scheppern sie mit Höchstgeschwindigkeit durch die 16 Lieder, die Saitenfraktion lärmt dazu und die Vocals drücken eine ganze Menge Wut aus. Also so wie Crust klingen sollte. Wirkliche Songempfehlungen kann ich hier nicht abgeben, hört euch lieber das Album am Stück an. Die halbe Stunde kann man mal investieren.
Fazit: Was Crust angeht, ein gutes Album, aber es ist nicht jedermanns Genre. Ich kann es mir auch nicht dauerhaft anhören, aber hin und wieder muss es einfach etwas Chaos und Wut sein. Leute die in Richtung Hardcore und Crust oder Grind gehen, könnten hier auf ihre Kosten kommen.
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Christmas, Haest, Batwölf und Electric Frankenstein mit International Split LP

Bandname und Albumtitel: Christmas, Haest, Batwölf und Electric Frankenstein mit International Split LP
Genre: Punk
Veröffentlichungsdatum und Label: Die Split kommt am neunten September 2022 über TNS Records raus.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Das spare ich mir bei Splits lieber. Hört euch bei Bandcamp durch die Bands.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Von den Vieren kenne ich nur Christmas, die ich am 16. August 2022 als Vorband der Dead Kennedys erleben und entdecken durfte. Ihr aktuellen Album habe ich hier besprochen, hört da auch mal rein. Also geben wir uns je zwei Songs und hoffen auf das beste:
Wie finde ich die Scheibe:
CHRISTMAS eröffnen die Split und sie treten mit den beiden Songs so richtig Arsch. Für den ersten Song haben sie sich sogar ein wenig Unterstützung geholt und hier klingen die Vocals stellenweise sogar etwas nach Black Metal. Sonst ist es fieser Punk: Hart, schnell und volles Pfund aufs Fressbrett.
HAEST kommen als nächstes an die Reihe. Die klingen nicht schlecht, aber so ganz meins ist es nicht. Hier fehlt mir irgendwie die Aggression, die ich mit Punk verbinde. Ihr zweiter Song ist ein Stück weit interessanter, aber reißt mich auch nicht so mit, aber bei Gelegenheit werde ich mir noch mehr von ihnen anhören.
BATWÖLF klingen schon wieder besser. Hier kommt noch eine ordentliche Portion Rock’n’Roll mit durch, was bei mir gerne mal Pluspunkte gibt. Mit den beiden Songs hatte ich so richtig meinen Spaß.
Den Abschluss bilden ELECTRIC FRANKENSTEIN und auch hier habe ich nichts auszusetzen. Guter Punk, mit einem Schuss Rock’n’Roll, dazu der Name. Was will man mehr, so darf eine Split gerne enden.
Fazit: Vier gute Bands, drei treffen meinen Geschmack. Wer sich also in Sachen Punk weiterbilden will, der sollte hier auf jeden Fall einen Blick riskieren. Ich werde hier noch etwas weiterhören und hier könnt ihr euch mal einen Überblick verschaffen:
Christmas:
Haest:
Batwölf:
Electric Frankenstein:
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Christmas mit Hot Nights in Saint Vandal

Bandname und Albumtitel: Christmas mit Hot Nights in Saint Vandal
Genre: Punk

Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album wurde am 28. Februar 2020 über Kidnap Music und TNS Records veröffentlicht und von Cargo Records vertrieben.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr fünftes Album, wenn ich richtig gezählt habe, dazu kommen noch sechs Splits, fünf EP’s und ein Live Album.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Ich sah sie als Vorband für die Dead Kennedys am 16. August 2022 in der Garage Saarbrücken. Schon nach dem ersten Song wusste ich, dass ich bei denen einkaufen werde und nach dem halben Set wusste ich, es wird die Platte. Diese hier hat mir der Bassist der Band empfohlen. Also hören wir mal rein:
Wie finde ich die Scheibe: Wie schon auf dem Konzert bekommt man hier ungeschliffenen Punk um die Ohren geschlagen. Roh, dreckig und mit ordentlich Wut im Bauch kommen die elf Tracks daher. Die Songs sind auch sehr kurz gehalten, da zeigt sich auch der Hardcore-Einschlag. Kein Lied erreicht die drei Minuten.
Als erste Empfehlung Lege ich euch den Titeltrack HOT NIGHTS IN SAINT VANDAL ans Herz. Es ist nicht nur der längste Song und ein gelungenes Wortspiel, sondern auch ein knackiger Song mit einem griffigen Refrain, der sich wunderbar mitbrüllen lässt auf Konzerten.
Als nächstes kommt WATERLOO auf die Liste, der mir live am besten gefallen hat. Schnell, kurz und mit geilem Bass, dazu richtig dreckiger Gesang. So mag ich meinen Punk. Auch hier gibt es genug Potential für das Publikum, zwischen zwei Schlucken Bier, mitzubrüllen und die Wut rauszulassen.
Das gleiche gilt auch für FUCK IT UP, nur dass sie sich hier etwas mehr Zeit nehmen um dem Hörer die Botschaft um die Ohren zu prügeln. Der macht auch so richtig Spaß.
Fazit: Ein richtig gutes Album, das man sich gerne mal geben kann. Hier haben sie im Prinzip bei der Vinylversion alles richtig gemacht, eine CD dazugesteckt, sogar noch nen Bandcampcode, damit man sich den Stress mit dem digitalisieren sparen kann. Ich werde mir auf jeden Fall noch mehr von den Jungs zulegen, hoffentlich bei irgendwelchen Auftritten. Bis dahin hört mal hier rein:
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Dead Kennedys und Christmas am 16. August 2022 in der Garage

Wer: Dead Kennedys und Christmas am 16. August 2022 in der Garage
Wann: 16. August 2022
Wo: In der Garage Saarbrücken
Wieso: Die hatten wohl Bock auf Tour zu gehen. Und so kamen sie auch nach Saarbrücken.
Preis: 38 Gelder sollte das Konzert kosten.
Das Konzert: Auch in der Zwischenzeit hat sich nicht viel verändert, auch das Bier ist noch das selbe. Ein Foyer, ein Hauptraum und der Kleine Klub ist abgeschlossen. Nur dieses Mal hatten sie auch die Große Bar im Hauptraum geschlossen. Sie haben wohl nicht mit so vielen Besuchern gerechnet. Kommen wir also zum wichtigen, den Bands:




Christmas haben eröffnet und als Lokalhelden hatten sie auch einiges an Unterstützung im Publikum. Und nun mindestens einen mehr, da sie live so richtig abgeliefert haben. Es war kein schöner Punk, auch wenn der Gitarrist es richtig drauf hat, sondern hart, aggressiv und mit dem Arsch ins Gesicht, so wie ich meinen Punk mag. Guter Punk ist es, wenn ich wütend werde (nein nicht auf die Band) und mir die Lunge aus dem Hals brülle. Das haben sie geschafft und das aktuelle Album wird diese Woche noch besprochen.




Danach kamen die alten Männer auf die Bühne und scheiße haben die Gas gegeben. Einmal quer durch die ganze Diskographie und zwar mit Vollgas. Der Sänger hat wohl auf einem Kraftwerk geschlafen, so viel Energie wie er hatte. Und wer jetzt Angst hat, dass es peinlich gewesen sein könnte, keine Sorge, man hat denen wirklich angemerkt, dass sie diese Musik noch leben und so richtig Spaß hatten. Zwei Zugaben haben sie sogar gegeben und es gab richtig viel Interaktion mit dem Publikum. Zum Schluss gab es noch eine kurze Interpretation von Sweet Home Alabama auf die Ohren. Der einzige Kritikpunkt den ich habe, ist dass aus der ersten Reihe der Gesang teilweise kaum zu hören war. Da hat der Tonmensch bei Christmas besser gearbeitet.
Fazit: Beide Bands würde ich mir jeder Zeit wieder ansehen, Christmas vielleicht sogar noch etwas lieber, aber das kommt wohl auch auf meine Stimmung gerade an. Insgesamt aber ein geiler Abend, klasse Publikum und die Bands hatten so richtig Spaß auf der Bühne.
Christmas:
Dead Kennedys:






