Bandname und Albumtitel: Mournful Winter mit Viscus et Os
Genre: Black Metal.
Veröffentlichungsdatum: 23. Mai 2020
Auf welchem Label veröffentlicht: Hier hat sich Narbentage Produktionen um den Vertrieb gekümmert.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr zweites Album, darüber hinaus gibt es noch zwei Splits und eine Demo.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Vor zwei Jahren sah ich sie auf der SAARtanica in Neunkirchen und während ihres Auftritts beschloss ich meine Reviews hier(Damals noch meine alte Adresse) zu veröffentlichen und meine erste CD-Review hier war zu ihrem damals aktuellen Album In Death a Bliss.
Wie finde ich die Scheibe: Ein starkes Album, das mit unerwarteten Trümpfen aufwartet, wenn man die Band noch nicht kennt. Also hören wir mal rein:
UNFATHOMABLE CHAOS eröffnet mit mächtigen Drums, zu denen sich fast schon Brutal-Death-Metallische Gitarren gesellen, doch sobald der Gesang einsetzt, wir klar, dass hier reinster Black Metal durch die Gehörgänge geschossen wird. Die Vocals erinnern mich leicht an Silencer. Zwischendurch gibt es auch fast klare Passagen, ebenso wie ruhigere Stellen, in diesem Schwarzmetall-Gewitter.
MOONLESS SKIES gibt ebenso wie sein Vorgänger am Anfang ordentlich Gas. Das Tempo wird ziemlich konstant gehalten und die Vocals werden eher abgehackt vorgetragen, was eine leicht wahnsinnige Atmosphäre erschafft. Hin und wieder lässt sich auch eine unverzerrte Melodie auf einer Gitarre unter dem Geballer der Drums ausmachen, so gut versteckt, dass man sie gut überhören kann. Etwa nach der Hälfte wird das Lied ruhig und statt der einen Gitarre kommt eine Mandoline hinzu, die zwar ungewöhnlich aber richtig gut in dem ganzen klingt. Naja ich bin sowieso ein Freund von Bands, die eher ungewöhnliche Instrumente in ihre Musik einbeziehen.
DYSTHYMIA fängt ruhig an, mit einer Akustikklampfe, die eine ruhige Melodie spielt, kurz darauf kommt das Schlagzeug dazu und bald darauf auch der Gesang. Wie die vorigen Texte klingt auch dieser sehr düster und melancholisch, aber hier kann ich etwas mehr herauslesen. Auch hier kommt die Mandoline wieder zum Einsatz und verleiht der Musik etwas einzigartiges.
BEREAVEMENT ist ein sehr ruhiges Instrumental, wohl nur auf einem Synthie gespielt. Ein schönes Stück, auf jeden Fall etwas um es sich in aller Ruhe anzuhören.
DESOLATION OF SOULS kehrt wieder zum Black Metal zurück und fängt schön mit Gitarren und Schlagzeug an. Darauf entspinnt sich ein treibender Track voller Melancholie und Misanthropie. Immer wieder kommen ruhige Abschnitte, die für etwas Abwechslung sorgen und die Düsternis der Musik verstärken.
VISCUS ET OS beendet das Album, wieder mit einer Akustikgitarre, die das Lied einleitet. Als der Song so richtig loslegt fühle ich mich stärker als zuvor an Silencer erinnert. Etwa in der Mitte kehrt die Akustikklampe wieder und wird von einer Klarinette unterstützt. Hier haben wir schon das zweite eher ungewöhnliche Instrument der Band. Sie klingt trotz der Gitarre und dem Schlagzeug einsam und klagend, was mir richtig gut gefällt.
Fazit: Wie schon das Vorgängeralbum gefällt es mir richtig gut und ich kann ohne Probleme eine Empfehlung aussprechen, wenn man nichts gegen eher ungewöhnliche Instrumente im Black Metal hat. Hört am besten selbst einmal rein und genießt die Musik:

Hinterlasse eine Antwort zu Mournful Winter mit Mother’s Demise – Full Metal Mayhem Antwort abbrechen