Wer: Icon, Infinight, Zerogod und Cult of Soteira
Wann: Am vierten Mai 2024
Wo: In der Stummschen Reithalle in Neunkirchen Saar
Wieso: Damit sie die Band auch offiziell zu Grabe tragen konnten und um ihr noch einen letzten wilden Ritt zu geben.
Preis: Für 15 Euro im Vorverkauf und für 18 Euro an der Abendkasse durfte man rein. Die ersten 50 Vorbestellter bekamen sogar eine CD und ein Schmuckstück von Gem Session beim Eintritt.
Das Konzert: Wie der Name schon sagt, war dieses Achteck früher einmal eine Reithalle. Nach einem Umweg über eine Lehrwerkstatt ist es nun eine Konzertlocation. Die Bühne ist gegenüber des Eingangs, links ist die Bar und rechts wurden die Merch-Stände aufgebaut. Zwar klein, aber wirklich gemütlich und immer wieder einen Besuch wert.




Den Abend eröffneten CULT OF SOTEIRA mit ihrem Ritual. Wenn ich sie einem Genre zuordnen soll, dann wäre es Melodic Death Power Metal. Alle fünf kamen maskiert auf die Bühne und sie haben eine wirklich gute Show abgeliefert, nur etwas mehr Bewegung bei der Sängerin wäre schön gewesen. Aber da das der einzige Kritikpunkt ist, kann ich die Band live unbedingt empfehlen. Klasse Power Metal mit Melodic Death Einlagen, hätte ich es erst auf CD gehört, hätte ich gedacht, es würde sich um Duette handeln, aber bis auf ein wenig Hintergrundgesang stemmt sie alles alleine und wirklich ausdrucksstark.




Als nächstes gab es dann feinstes Todesblei von ZEROGOD in die Fresse. Hart und schnell gingen sie zur Sache und man hat wirklich gemerkt dass sie Bock hatten, Icon einen würdigen Abschied zu bereiten. Zusammen mit Cult of Soteira sind sie meine Entdeckung des Abends und ich habe mir gleich mal ihre beiden Alben mitgenommen. Ihr Sound war richtig brachial, mit verdammt starken Growls. Es gab keine Schnörkel, nur brutales Todesblei mit verdammt geilen Basslinien.




Als vorletztes ging es dann für INFINIGHT auf die Bühne. Sie habe ich früher schon gesehen, aber damals konnte ich mit ihrer Musik wenig anfangen, dafür fand ich sie heute um so besser. Power Metal wurde dem Publikum geboten und getragen von reiner Spielfreude. Wer aus der Gegend kommt, der kann sie in zwei Wochen nochmal in Luxemburg sehen.






Zum Abschluss kamen ICON auf die Bühne. Ihr Set hatten sie in Zwei aufgeteilt, jedes mit einem eigenen Drummer. Das Erste war ihrem ersten Album Blindzone gewidmet. Danach wurde die Schießbude umgebaut und das zweite Set stand habe im Zeichen des Albums Pain Trust Lies Disharmony. Vor beiden Sets gab es eine Diashow mit Bildern aus der jeweiligen Zeit. Dabei war auch ein In Memoriam Bild ihres Bassisten Dan, der letztes Jahr verstorben ist, da kamen Thommy auch die Tränen. Für Dan haben sie auch seinen Bass mit ein paar Rosen am Hals auf die Bühne gestellt, damit auch er irgendwie mit dabei sein konnte. Thommy und Bernie kennt man wohl eher von ihren Rollen als Sänger und Gitarrist bei Godslave. Als Ersatz am Fünfsaiter haben sie sich ihren zweiten Klampfer von Godslave, Manni, eingeladen. Man hat deutlich Gespürt, dass sie diesen Auftritt mit einem lachenden und einem weinenden Auge gespielt haben. Einerseits haben sie so einige alte Weggefährten wieder getroffen, andererseits war es auch ein Abschluss. So oder so haben sie diese Band würdig und mit einem Knall zu Grabe getragen.
Fazit: Ein perfekter Konzertabend, das einzige was mich gestört hat, dass ich Icon erst 2012 entdeckt habe. Aber das lässt sich den Bands nicht ankreiden. Wer nicht dabei war, der hat eines der emotionalsten Konzerte verpasst, die ich je miterleben durfte. Was die drei Vorbands angeht, seht sie euch unbedingt an, wenn ihr die Gelegenheit dazu habt.
Cult of Soteira:
Zerogod:
Infinight:

Hinterlasse einen Kommentar