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Kvadrat mit The horrible Dissonance of Oblivion

Bandname und Albumtitel: Kvadrat mit The horrible Dissonance of Oblivion
Genre: Black/Death Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am vierten April 2024 über Nuclear Winter Records und Total Dissonance Worship raus.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist sein erstes Album, davor hat er jeweils eine Split, EP und ein Demo veröffentlicht
Wie habe ich die Band kennengelernt: Dieser Black Metal, ja ich erkenne wenig Death darin, kam über Anubi-Press auf meinen Schreibtisch. Allein schon die ungewöhnliche Schreibweise des Bandnamens hat mich neugierig gemacht. Also hören wir mal rein:
Wie finde ich die Scheibe: Einzig der Gesang erinnert mich an Todesblei, sonst ist es Black Metal, wie aus dem Lehrbuch. Monoton gehaltene Riffs, rasende Drums und ein Gesang, der irgendwo zwischen Growls und dunklem Krächzen anzusiedeln ist. Kaltes, tödliches Schwarzmetall bekommen wir hier geboten.
-4° hat es direkt zu meinen Favoriten geschafft. Trotz der Monotonie schafft er es, knackige Riffs einzubauen, die sich organisch in die Songstruktur einfügen. Dazu noch die psychotische Klampfe, die das Lied dominiert und der ausdrucksstarke Gesang. Richtig gut.
Fazit: Endlich eine Band, oder in diesem Fall ein Soloprojekt, aus Griechenland, dass wirklich guten Black Metal aufnimmt. Ich komme immer noch nicht über meine Enttäuschung über Rotting Christ klar. Aber das ist ein anderes Thema. Hört hier mal rein:
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Savage Wizdom mit Who’s laughing now

Bandname und Albumtitel: Savage Wizdom mit Who’s laughing now
Genre: Heavy/Power Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album wurde am 19. April 2024 ohne Beteiligung eines Labels veröffentlicht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist ihr drittes Album. Mehr gibt es bisher nicht.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Hin und wieder muss es einfach mal Power Metal sein. Da kam dieses Album, dass mir das Metal Devastation Radio geschickt hat, genau richtig, also rollt die Würfel, es episch, hoffentlich:
Wie finde ich die Scheibe: Genau wie ich es erwartet habe: melodische Gitarren und epischer Gesang vereint in starken Songs über Fantasythemen. Der Sänger macht einen richtig guten Job, der Gesang immer wieder angepasst, wie es gerade notwendig ist und dabei immer kraftvoll. Was richtig cool ist, dass hier Vater und Sohn in einer Band spielen, denn der Sänger ist der Vater des Gitarristen, welcher auch den Backgroundgesang beisteuert. Da hatte nach gut 18 Jahren der Alte Herr nochmal Lust, seine Stimme zu erheben und hat nun zum dritten Mal mit der neuen Band ein Album aufgenommen. Aber genug der Sidefacts, kommen wir zu meinen Favoriten:
BLAYDEN‘S CONQUEST beginnt schon richtig stark, mit einem starken Bass, dann geht es nach einem langen Intro so richtig los. Der Text ist die übliche heroische, pathetische Schlachtenerzählung, wie man sie kennt, aber genau dafür hört man doch Power Metal.
Der Titletrack WHO’S LAUGHING NOW ist genauso stark, erzählt aber eine andere Geschichte. Hier geht es um Rache, wie es sie nur in einem Fantasyroman gibt, durch die praktische Vernichtung der Welt mit überragender magischer Kraft. Untermalt wird dieses Szenario von einem Riffgewitter und epischem Gesang mit einem zornigen Unterton.
Fazit: Starker Power Metal, der im Hörer die Lust weckt eine Prinzessin zu töten um den Drachen zu heiraten, oder war es anders herum? Auf jeden Fall etwas mit einem Schwert. Wenn ihr auf so etwas steht, dann hört mal rein:
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Slug Gore mit They Slime! They Ooze! They Kill!

Bandname und Albumtitel: Slug Gore mit The Slime! They Ooze! They Kill!
Genre: Death Metal/Grindcore
Veröffentlichungsdatum und Label: Nach vier Singles und einer EP ist dies ihr erstes Album.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Sie haben es am 19. April 2024 über Time to Kill Records veröffentlicht.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Anubi-Press hat mir dieses Schneckenalbum geschickt. Besonders bei Releases über Time to Kill Records bin ich immer neugierig, da schier oft klasse Sachen kommen. Also hören wir mal rein, was sie da in Italien aufgenommen haben:
Wie finde ich die Scheibe: Schnecken sind nur im Namen und den Texten vertreten, nicht an den Instrumenten, wenn man sich das Geballer so anhört. Auch die Laufzeit spricht davon, zwölf Songs zocken sie in nicht einmal 18 Minuten und gönnen weder sich, noch dem Hörer eine Pause. Man merkt also, sie sind stark im Grindcore verhaftet, dicken ihn aber mit Todesblei an. Rasende Songs mit fiesen Growls und wütendem Geschrei jagen einander durch die Gehörgänge und hinterlassen genau die Verwüstung, die man von dieser Mischung erwartet.
Bei THE DUST SAYS YOU’RE FUCKED haben sie ein ideales Gleichgewicht aus Death und Grind gefunden. Der Gesang bleibt hier meist bei den Grindcoreschreien, während dabei Hochgeschwindigkeits-Death geprügelt wird. Auf sowas habe ich gerade richtig Bock.
Fazit: Ein starkes Album, dass zwei grandiose Genres miteinander verbindet und einem wirklich den Quark aus dem Hirnkasten prügelt. Wer also Todesblei und Grindcore mag, der sollte sich die Band einmal anhören:
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Miruthan mit Cult of the Dead

Bandname und Albumtitel: Miruthan mit Cult of the Dead
Genre: Melodic Black/Death Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Diese EP kam am 26. April 2024 in Eigenregie raus.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Vor diesem Extendedplayer haben sie nur zwei Singles veröffentlicht.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Black-Roos Entertainment haben sich mal wieder bei mir gemeldet und mir etwas geschwärztes Todesblei zukommen lassen. Also hören wir mal rein, ob die Band die Gratwanderung geschafft hat.
Wie finde ich die Scheibe: Ich bin ehrlich, beim Namen der EP habe ich erst an Legion of the Damned gedacht und ihren richtig starken Death Thrash Metal. Wenn man das aber erstmal aus dem Kopf bekommen hat, dann kann man den vier Songs einiges abgewinnen. Ziemlich Rifflastig, der Fokus liegt eher auf dem Todesblei, aber hier und da schimmert auch der Black Metal durch. Der Gesang wechselt immer wieder zwischen Growls und fiesen Schreien.
Mit AT THE BARRICADES haben sie ein ordentliches Brett abgeliefert. Hauptsächlich geht es hier stampfend zur Sache, der Gesang der Sänger fügt sich gut zusammen, obwohl verschiedene Stile verwendet werden und die Riffs sind Knackig aber nicht überbordend. Dazu noch etwas Keyboard für die Stimmung und fertig ist der Song.
Fazit: Für den Anfang nicht schlecht, ich bin gespannt wie die Band weitergeführt wird und wie sie in voller Albumlänge funktionieren. Aber bis dahin, hört hier einfach mal rein:
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One Night only: Icon Comeback and Good Bye Show am vierten Mai 2024 in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen

Wer: Icon, Infinight, Zerogod und Cult of Soteira
Wann: Am vierten Mai 2024
Wo: In der Stummschen Reithalle in Neunkirchen Saar
Wieso: Damit sie die Band auch offiziell zu Grabe tragen konnten und um ihr noch einen letzten wilden Ritt zu geben.
Preis: Für 15 Euro im Vorverkauf und für 18 Euro an der Abendkasse durfte man rein. Die ersten 50 Vorbestellter bekamen sogar eine CD und ein Schmuckstück von Gem Session beim Eintritt.
Das Konzert: Wie der Name schon sagt, war dieses Achteck früher einmal eine Reithalle. Nach einem Umweg über eine Lehrwerkstatt ist es nun eine Konzertlocation. Die Bühne ist gegenüber des Eingangs, links ist die Bar und rechts wurden die Merch-Stände aufgebaut. Zwar klein, aber wirklich gemütlich und immer wieder einen Besuch wert.




Den Abend eröffneten CULT OF SOTEIRA mit ihrem Ritual. Wenn ich sie einem Genre zuordnen soll, dann wäre es Melodic Death Power Metal. Alle fünf kamen maskiert auf die Bühne und sie haben eine wirklich gute Show abgeliefert, nur etwas mehr Bewegung bei der Sängerin wäre schön gewesen. Aber da das der einzige Kritikpunkt ist, kann ich die Band live unbedingt empfehlen. Klasse Power Metal mit Melodic Death Einlagen, hätte ich es erst auf CD gehört, hätte ich gedacht, es würde sich um Duette handeln, aber bis auf ein wenig Hintergrundgesang stemmt sie alles alleine und wirklich ausdrucksstark.




Als nächstes gab es dann feinstes Todesblei von ZEROGOD in die Fresse. Hart und schnell gingen sie zur Sache und man hat wirklich gemerkt dass sie Bock hatten, Icon einen würdigen Abschied zu bereiten. Zusammen mit Cult of Soteira sind sie meine Entdeckung des Abends und ich habe mir gleich mal ihre beiden Alben mitgenommen. Ihr Sound war richtig brachial, mit verdammt starken Growls. Es gab keine Schnörkel, nur brutales Todesblei mit verdammt geilen Basslinien.




Als vorletztes ging es dann für INFINIGHT auf die Bühne. Sie habe ich früher schon gesehen, aber damals konnte ich mit ihrer Musik wenig anfangen, dafür fand ich sie heute um so besser. Power Metal wurde dem Publikum geboten und getragen von reiner Spielfreude. Wer aus der Gegend kommt, der kann sie in zwei Wochen nochmal in Luxemburg sehen.






Zum Abschluss kamen ICON auf die Bühne. Ihr Set hatten sie in Zwei aufgeteilt, jedes mit einem eigenen Drummer. Das Erste war ihrem ersten Album Blindzone gewidmet. Danach wurde die Schießbude umgebaut und das zweite Set stand habe im Zeichen des Albums Pain Trust Lies Disharmony. Vor beiden Sets gab es eine Diashow mit Bildern aus der jeweiligen Zeit. Dabei war auch ein In Memoriam Bild ihres Bassisten Dan, der letztes Jahr verstorben ist, da kamen Thommy auch die Tränen. Für Dan haben sie auch seinen Bass mit ein paar Rosen am Hals auf die Bühne gestellt, damit auch er irgendwie mit dabei sein konnte. Thommy und Bernie kennt man wohl eher von ihren Rollen als Sänger und Gitarrist bei Godslave. Als Ersatz am Fünfsaiter haben sie sich ihren zweiten Klampfer von Godslave, Manni, eingeladen. Man hat deutlich Gespürt, dass sie diesen Auftritt mit einem lachenden und einem weinenden Auge gespielt haben. Einerseits haben sie so einige alte Weggefährten wieder getroffen, andererseits war es auch ein Abschluss. So oder so haben sie diese Band würdig und mit einem Knall zu Grabe getragen.
Fazit: Ein perfekter Konzertabend, das einzige was mich gestört hat, dass ich Icon erst 2012 entdeckt habe. Aber das lässt sich den Bands nicht ankreiden. Wer nicht dabei war, der hat eines der emotionalsten Konzerte verpasst, die ich je miterleben durfte. Was die drei Vorbands angeht, seht sie euch unbedingt an, wenn ihr die Gelegenheit dazu habt.
Cult of Soteira:
Zerogod:
Infinight:
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FerreTT mit Glamdemic

Bandname und Albumtitel: FerreTT mit Glamdemic
Genre: Glam Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Am 26. April 2024 haben sie dieses Album über Moribund Rockers veröffentlicht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr Drittes Album nach drei Singles und einer EP.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Ich weiß nicht, was mich geritten hat, diesen musikalischen Wahnsinn in meine Warteschlange zu packen. Aber da das Album schon mal auf dem Tisch liegt, bespreche ich es auch. Also hören wir uns mal rein, was sie so aufgenommen haben.
Wie finde ich die Scheibe: Kennt noch einer meiner Leser Free for All, das damals auf MTV gelaufen ist. Das Album klingt für mich so, als hätte das Frettchen aus diesem Zeichentrickirrsinn eine Band gegründet. Bei dem Bandnamen und dem Cover habe ich das Problem wie bei jeder Glam Metal Band: Keine Ahnung ob sie es ernst meinen oder den ganzen Kram parodieren? Zugegeben, in meiner Wahrnehmung ist das ganze Genre eine Parodie auf sich selbst. Aber wie klingen sie denn jetzt? Man bekommt, was man erwartet, eingängige Songs, häufig mit viel Backgroundgesang und einigen knackigen Riffs, dazu noch ein treibendes Schlagzeug. Nur dass der Gesang leicht angeraut ist, bricht so ein wenig meine Erwartung.
Der Titletrack GLAMDEMIC klingt nicht schlecht. Fast so, als hätten sie den Song zur Hochphase des Hair Metal aufgenommen und dann wegen zu viel Drogen und Groupies bis heute vergessen. Treibend, catchy und voller Klischees, also genau das, woran man bei dem Titel denkt.
Fazit: Nicht mein Genre, nagut, nach diversen Bieren klingt es schon besser. Eines der wenigen Genres, die ich mir gut saufen kann. Wer auf Frettchen in Spandex steht, der kann ja mal reinhören:
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The Incantus mit The Incantus

Bandname und Albumtitel: The Incantus mit The Incantus
Genre: Melodic Death Metal/Metalcore
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am 26. April 2024 in Eigenregie raus.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Aus diesem Album, ihrem ersten, haben sie vier Singles ausgekoppelt. Mehr wurde bisher nicht veröffentlicht.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Black-Roos Entertainment hat mal wieder zugeschlagen und mir etwas Melo Death aus Australien geschickt. Also hören wir mal rein:
Wie finde ich die Scheibe: Ganz klar, Melodic Death Metal. Mehr bleibt da eigentlich nicht zu sagen. Die Songs sind ganz nett, haben auch einen eigenen Klang, aber so wirklich reißt es mich nicht mit. Vielleicht liegt e am Gesang, der für mich etwas zu corelastig ist. Gegen den Test lässt sich wenig sagen, vor allem wenn man auf Melodic Death steht.
Fazit: Für mich ist es nichts. Es reißt mich nicht mit, der Gesang stört mich. Aber wer auf so eine Mischung steht, der kann ja mal reinhören und sich auf den Release freuen:
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Andabata mit Hirnfresser

Bandname und Albumtitel: Andabata mit Hirnfresser
Genre: Death Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Die EP kommt wohl am 18. Mai 2024 in Eigenregie raus.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach vier Alben ist dies ihre erste EP.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Jahr kenne ich nicht mehr, es muss aber 2012 oder danach gewesen sein. Damals war ich recht aktiv bei Allmystery, aber in den seriöseren Rubriken. Im Metal-Thread bekam ich diese Band vorgestellt, nachdem ich dort über die Band Bassinvaders etwas geschrieben hatte. Kurz darauf gaben sie ein Konzert im Hobbitkeller in Zweibrücken, das ich selbstverständlich besuchte. Seit dem versuche ich, wann immer es möglich ist mir einen Gig der Band anzusehen.
Wie finde ich die Scheibe: Richtig stark, aber ich stehe ja auf die seltsamen Bands. Das ist auch ein Grund, wieso ich diese Band so gut es geht verbreite, besonders im Gespräch mit Gitarristen, die meinen sie wären das wichtigste in der Band und Bassisten könne man ja auch weglassen. Denn hier werden die Klampfen weggelassen und alles wird auf einem Viersaiter und dem Schlagzeug gespielt. Früher gab es mal zwei Bässe, aber leider sind sie nur noch als Duo unterwegs. Dadurch bekommt der Sound, trotz seiner Thrashelemente, eine ganz neue Art der Heavyness. Der Gesang wechselt zwischen finsteren Growls und fiesen Schreien, während der Bass knackige Riffs rausballert.
Den Song KANNIBALE habe ich, glaube ich das erste mal bei ihren Auftritt im Devilsplace in Saarbrücken gehört, welcher aber auch schon etliche Jahre her ist. Sie haben sich also genug Zeit gekommen um das beste rauszuholen, was man der gesamten EP anhört, diesem Track aber im besonderen. Ihn haben sie zwei mal auf der Scheibe, einmal normal und einmal auf Saarländisch, eine Hommage an ihre frühere Heimat. Egal mit welchem Text, es ist ein wahres Brett, dass durch die Gehörgänge stampft und immer mal wieder zu Geschwindigkeitsspitzen ansetzt.
Fazit: Dreizehn Jahre sind seit dem letzten Album vergangen und diese EP war längst überfällig, aber das Warten hat sich definitiv gelohnt. Allen Deathheads, die es mal etwas anders mögen, sei die CD empfohlen und wenn ihr aus dem Saarland kommt, dann seht euch die Releaseparty am 18. Mai im Stageroom Bandhouse in Sulzbach an. Bis dahin, hört hier mal rein:
Kannibale Hier nochmal mit guter Qualität -
Rossometile mit Gehenna

Bandname und Albumtitel: Rossometile mit Gehenna
Genre: Symphonic/Gothic Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Dieses Album wird am zehnten Mai 2024 ohne Beteiligung eines Labels veröffentlicht
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist ihr siebtes Album. Keine Singles, keine EP’s.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Anubi-Press hat mir 2020 ihr vorletztes Album zukommen lassen und ich fand es ziemlich gut. Aus irgendeinem Grund ist das Darauffolgende komplett an mir vorbei gegangen darum freut es mich nun umso mehr, wieder etwas von ihnen besprechen zu können.
Wie finde ich die Scheibe: Wie ich es erwartet habe verweben sie hier symphonische Elemente mit Gothic Metal und wieder einmal bin ich vom Gesang beeindruckt. Diese Stimme ist für mich eine der Besten im gesamten Genre, ausdrucksstark, wandelbar und kraftvoll. Aber auch das Instrumentarium soll nicht vergessen werden. Dem Gesang wird zwar der Platz eingeräumt, den er verdient, aber auch alle anderen geben ihr bestes um etwas Großes zu erschaffen, dass so viel mehr als die Summe seiner Teile ist. Unaufgeregte aber treibende Drums, knackige Riffs und melodische Keyboardläufe finden hier zusammen.
SANGUE E SEDUZIONE haben sie schon vorab veröffentlicht als Lyric-Video und damit haben sie eine verdammt gute Wahl getroffen. Wenn man ihren Stil nicht kennt, kann man sich durchaus an Rammstein und Evanescences erinnert fühlen. Vielleicht haben sie sich auch von diesen Bands inspirieren lassen, jedenfalls wurden diese Einflüsse mit ihren eigenen Stil verbunden, um so einen verdammt guten Track zu schreiben.
Normal bespreche ich ja keine Cover, außer sie haben mich wirklich beeindruckt. So auch hier mit DAT MELTI MIN MODIR, bei dem sie sich bei der Serie Vikings bedient haben und anscheinend den Text sogar auf Dänisch eingesungen haben.
Fazit: Jetzt ärgert es mich noch mehr, dass ich das vorige Album verpasst habe, weder es aber für mich noch nachholen. Ihr könnt euch aber auf diese Scheibe freuen, wenn ihr es symphonisch und klar mögt. Also hört mal rein:
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Leaves‘ Eyes mit Myths of Fate

Bandname und Albumtitel: Leaves‘ Eyes mit Myths of Fate
Genre: Symphonic Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album wurde am 22. März 2024 über AFM Records und am 26. März über Fono Ltd. veröffentlicht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr zehntes Album, dazu kommen noch 20 Singles, sieben EP’s und je ein Video und Live-Album.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Die Band geisterte immer wieder durch die Musikzeitschriften, die ich so gelesen habe, aber habe sie nie bewusst gehört, bis mir nun das Metal Devastation Radio dieses Album geschickt hat, damit ich darüber schreibe. Also hören wir uns mal an, was ich so in meiner Jugend verpasst habe.
Wie finde ich die Scheibe: Symphonisch und metallisch sind sie auf jeden Fall, aber, wie das Cover andeutet mischen sie auch etwas Folk/Pagan mit in dieses Album. Die Lieder sind von klassischen Instrumenten und der klaren Stimme ihrer Sänger getragen, während das Metalinstrumentarium eher den Unterbau bildet. Immer wieder mischen sich noch Growls mit in den Gesang zu Duetten, was für Abwechslung sorgt. Bei der CD-Version, welche mir nicht vorliegt, sind alle Lieder des Albums noch einmal in einer orchestralen Version zu hören.
HAMMER OF THE GODS eröffnet ziemlich mittelalterlich/nordisch, dann geht es aber mit einem der angesprochenen Symphonic Metal Duette weiter. Der Song gibt diesem Thema, das eigentlich von jeder Band aus Möchtegernwikingern ausgelutscht wurde, einen neuen, interessanten Anstrich. Also es lohnt sich wirklich.
GODDESS OF THE NIGHT wirkt leicht irisch auf mich, durch den Einsatz der Flöte und einer Geige im Intro. Danach geht es ruhig und mystisch weiter, ein Lied dass einlädt zu träumen und darin zu versinken.
Fazit: Ein gelungenes Album. Damals hätte ich vielleicht auch meinen Spaß damit gehabt, heute auf jeden Fall, auch wenn es nichts ist, das ich mir jeden Tag anhören würde. Wer also die symphonischen Klänge mag, der sollte hier wirklich einmal reinhören:
