• Summer European Tour von Slaughter to Prevail

    Summer European Tour von Slaughter to Prevail

    Wer: Slaughter to Prevail und Ingested

    Wann: Am neunten Juni 2024

    Wo: In der Garage Saarbrücken

    Wieso: Weil Slaughter to Prevail auf Tour waren.

    Preis: Ein Ticket sollte irgendetwas um die 40 Tacken kosten.

    Das Konzert: Was soll ich hier noch zu Garage schreiben, was ich nicht schon an anderer Stelle geschrieben habe. Ein Großer Raum mit Bühne, davor das Foyer und am anderen Ende des Hauptraums sind die Klos. Aufgrund der Außentemperaturen und der schieren Masse an Leuten tropfte drinnen der Schweiß von der Decke. Wenn man halbwegs trocken nach Hause kommen wollte, musste man die Mondpreise für die Shirts bezahlen.

    Den Anfang machten INGESTED. Mit ihrem Mix aus Brutal/Slam Death und Deathcore haben sie mir eindeutig am besten gefallen. Zwei Klampfen, leider kein Bass, ein starkes Schlagzeug und ein alles vernichtender Sänger. So macht das richtig Bock. Schon beim ersten Song bildete sich ein anständiger Moshpit, den leider einige Kackspasten mit einem Kickboxring verwechselt haben, was mich, zu deren Sicherheit, veranlasst hat, nicht am Ausdruckstanz teilzunehmen. Eventuell gibt es mal einen eigenen Artikel zu dem Thema. Die Band hatte richtig Bock, die Fans genauso, also konnte man sich in Ruhe anschreien lassen und die Brutalität genießen.

    Danach ließen SLAUGHTER TO PREVAIL auf sich warten. Ca zehn geschissene Minuten ließen sie irgendeinen Technoquatsch laufen, statt ihren Job zu machen und auf die Bühne zu kommen. Als sie sich dann endlich mal herausbequemt hatten, ging es auch direkt los. Starker Deathcore, was aus meinem Mund ein seltenes Lob ist, wurde hier geboten. Auch hier war der Pit bevölkert von möchtegern Kampfsportlern. Kurz vor Ende haben sie noch ein wenig Rammstein gecovert, und sind danach zum ersten Mal von der Bühne verschwunden. 

    Fazit: Also ich hätte nur Ingested gebraucht und es wäre ein klasse Abend gewesen. Alex und seine Jungs wären da eher überflüssig, aber da sie mal dabei waren, hab ich sie mir auch angesehen. Ja die Mucke war nicht schlecht aber hätte den Ticketpreis nicht gerechtfertigt, da zahlt man wohl wirklich viel für den Namen. Wer auf den ganzen Corekram steht, kann sie sich mal ansehen. Hier gibt’s noch was auf die Ohren:

    Ingested:

    Slaughter to Prevail:

  • Goatizm mit Solace in the Abyss

    Goatizm mit Solace in the Abyss

    Bandname und Albumtitel: Goatizm mit Solace in the Abyss

    Genre: Stoner Rock

    Veröffentlichungsdatum und Label: Es wurde am 17. Mai 2024 in Eigenregie veröffentlicht. 

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist das erste Album dieses Projekts.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Wie zur fickenden Hölle ist Stoner Rock bei mir gelandet? Nachdem das Metal Devastation Radio mich vor zwei Jahren auf sein Death Metal Projekt Goatmilker aufmerksam gemacht hat, hat Joey Veerbeek mich gefragt, ob ich nicht auch dieses Album besprechen will. Wenn der Künstler schon selbst fragt, dann schreibe ich natürlich etwas zu seiner Musik. Also, los geht’s:

    Wie finde ich die Scheibe: Stoner ist nicht so ganz mein Genre. Ja die Riffs sind nicht schlecht und schön heavy, aber es reißt mich nicht mit. So auch hier, die Riffs sind klasse, alles schön düster, aber mir fehlt etwas das Tempo und die Härte. Der Gesang passt, düster und klagend. Aber so langsam verstehe ich, wieso das Genre so heißt, die ideale Musik für einen grünen Tag. Aber dafür würde auch normaler Doom Metal reichen.

    INTO THE DROWNING DEEP gefällt mir noch am besten. Hier gibt es einen richtig coolen Groove zu hören. Der Song geht direkt in den Nacken und lockert ordentlich sie Muskeln. Hieraus hätte man sicher auch einen fiesen Death Metal Song machen können, so passt es aber auch.

    Fazit: Ich würde das Album gerne besser bewerten, aber mit dem Genre an sich kann ich leider wenig anfangen. Wer also auf Stoner steht, der sollte hier mal reinhören. Ich bleibe lieber bei Goatmilker.

  • Nobody mit Despair is where my Throughts swim

    Nobody mit Despair is where my Throughts swim

    Bandname und Albumtitel: Nobody mit Despair is where my Throughts swim

    Genre: Suicide/Post Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album wurde am 17. Mai 2024 über End my Life Records veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach zwei EP’s ist dies nun das erste Album.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Anubi Press zeichnet wieder einmal für diese Review verantwortlich. Bei Suicide bin ich immer neugierig, ob sie wirklich eine Aura der Selbstzerstörung erschaffen können, oder die Musik nur als Therapieersatz benutzen. Also lasst es uns herausfinden:

    Wie finde ich die Scheibe: Musikalisch ist das Album nicht schlecht geworden. Das Instrumentarium spielt herrlich melancholisch, während der sich stetig wandelt. So kommen Schreie wie von Silencer vor, aber auch finstere Growls und gequälte aber klare Schreie, die genretypisch im Hintergrund bleiben. Für mich ist das hier ein wenig zu viel Mischmasch, auf die Growls hätten sie gut und gerne verzichten können. Das ist aber nur meine Meinung.

    PERPETUAL TORMENT klingt ziemlich gut. Immer wieder werden im Hintergrund Samples von Diskussionen oder Streits eingespielt, während der Gesang wirklich an Silencer erinnert. Hier hört man eindeutig die Qual heraus. Schleppend zieht der Track dahin und hiermit schaffen sie, was nicht viele Bands hinbekommen, die notwendige Atmosphäre für dieses Genre zu erschaffen.

    Fazit: Nicht schlecht soweit, hier und da könnten sie noch das eine oder andere verbessern, aber für ein erstes Album, besonders wenn die Band erst seit einem Jahr besteht, ist es wirklich gut geworden. Besonders hervorheben möchte ich, dass sie die Lieder nicht unnötig in die Länge ziehen. Wer also die passende Musik zu einem Glas Whiskey sucht, während man sein Leben überdenkt, der ist hier richtig.

  • Stormcrow mit Path to Ascension

    Stormcrow mit Path to Ascension

    Bandname und Albumtitel: Stormcrow mit Path to Ascension

    Genre: Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album brachten sie am 31. Mai 2024 über Time to Kill Records raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es wird ihr drittes Album, aus dem sie vier Singles ausgekoppelt haben. Dazu kommen noch jeweils eine EP und ein Demo.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Time to Kill Records und eine Band aus Italien? Dann hat mit Anubi-Press das Album geschickt. Die sind immer ein Garant für interessante Musik, also hören wir mal rein:

    Wie finde ich die Scheibe: Es klingt richtig gut. Leicht nordisch, auf jeden Fall kalt und wirklich böse. Das Riffing ist solide und auf den Punkt, das Schlagzeug liefert ein starkes Grundgerüst und der Gesang gibt dem Ganzen, mit seinem heiseren, wütenden Klang, den letzten Schliff. Nein keineswegs glattgebügelt, aber vernünftig produziert und rau genug, um daran seine Klingen zu wetzen.

    VULGUS VULT DECIPI wurde schon als Single vorab veröffentlicht und das war eine wirklich gute Wahl. Gnadenlos stapft der Track durch die Gehörgänge, wie durch den Schnee der Alpen, während die Gitarren wie Wolken vor dem Sturm dahin jagen.

    Mit IN THIS SOLITUDE werden sie, ungeachtet der Härte, die sie beibehalten, etwas melancholisch. Aber auch das passt zum Stil der Band. Nicht einmal hier lassen sie sich aufhalten, bei ihrem Versuch sich in meinen Gehörgängen festzusetzen.

    Fazit: Richtig gutes Schwarzmetall aus Italien bekommen wir hier geboten. Der Bandname ist Programm, was den Gesang angeht und auch der Rest lohnt sich wirklich. Wer also etwas Black Metal braucht, kann sich auf diese Scheibe freuen:

  • Ultio mit Cor

    Ultio mit Cor

    Bandname und Albumtitel: Ultio mit Cor

    Genre: Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am 23. Mai 2024 über sein Label Brucia Records raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach nur einer EP hat er nun ein Album aufgenommen.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Dieses Stück Schwarzmetall hat mir Anubi-Press geschickt. Entweder sind die Vorschläge von diesem Absender richtig gut, oder komplett seltsam. Jedenfalls die, für die ich mich entscheide. Also hören wir einmal rein:

    Wie finde ich die Scheibe: Es gibt Bands, die eine schlechte Produktion zur Kunstform erhoben haben, dann gibt es Bands, die sich einfach keine bessere leisten konnten, dann sind da noch Kassetten, die so oft angehört und kopiert wurden, dass man kaum noch etwas als Musik erkennen kann. Und nun hören wir Ultio. Hier wurde es damit wirklich übertrieben. Was ich von der Musik erkenne, das klingt nicht schlecht, harte rasende Drums, bitterkalte Gitarren und ein solider Gesang. Soweit, so solide.

    Am besten gefällt mir der Titletrack COR. Hier ist die Musik der Band noch als solche erkennbar. Hier hat er es wirklich geschafft, die Atmosphäre der Demotapes aus den späten 80ern und frühen 90ern einzufangen, was wohl die Mission war.

    Fazit: Leider versinkt alles im Soundbrei, dass man sich fragt, ob dieses Projekt der Anti Music Scene zuzuordnen ist. Ich unterstelle einmal Absicht, was die Störgeräusche angeht, aber manchmal ist mehr nicht unbedingt besser. Wer trotzdem einmal reinhören will:

  • Necrophagia mit Moribundis Grim

    Necrophagia mit Moribundis Grim

    Bandname und Albumtitel: Necrophagia mit Moribundis Grim

    Genre: Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am zehnten Mai 2024 über Time to Kill Records raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist ihr achtes und wohl letztes Album, da es Posthum veröffentlicht wurde. Dazu haben sIe noch sechs Compilations, fünf Demo, je drei EP’s, Singles und Videos, zwei Splits und je ein Live-Album und ein Box-Set veröffentlicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Leider habe ich von der Band noch nie gehört, obwohl sie wohl eine der ersten in Sachen Death Metal waren. Daher hat es mich umso mehr gefreut, dass Anubi-Press mir die Scheibe haben zukommen lassen, damit ich darüber schreibe. Also hören wir mal rein, ob ich diese Bildungslücke schließen muss:

    Wie finde ich die Scheibe: Das Album beginnt recht ungewöhnlich, doch nach diesem Introsong, geht es mit Todesblei der alten Schule weiter. Mal rasend, mal schleppend aber immer bleischwer und absolut tödlich. Die Gitarrenarbeit kann sich wirklich hören lassen, genau wie das Schlagzeug und der Gesang klingt so, wie man es erwarten würde: irgendwo zwischen Growls und Gekrächze, auf jeden Fall wunderbar brutal.

    Besonders angetan hat es mir BLEEDING TORMENT. Dieser Track atmet den Death Metal der 80er und frühen 90er. Auch hier wechselt das Tempo immer wieder zwischen Rasend und schleppend, dazu kommt ein fetter Groove und natürlich die Vocals, die das ganze abrunden und als kleines Extra gibt es noch ein wenig abgespacte Gitarren gegen Ende.

    Fazit: Da habe ich wohl noch einiges zu hören. Ich kann das Album wirklich nur weiterempfehlen, besonders jenen, die auf die alten Bands stehen. Also hört mal rein, besonders wenn ihr die Band noch nicht kennt:

  • Cosmic Jaguar mit El Era del Jaguar

    Cosmic Jaguar mit El Era del Jaguar

    Bandname und Albumtitel: Cosmic Jaguar mit El Era del Jaguar

    Genre: Progressive/Technical Thrash Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kommt am 29. Mai 2024 über Soman Records raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es wird ihr zweites Album, nach acht Singles, drei wurden hieraus ausgekoppelt, und je einer Split und einer EP, die ich hier besprochen habe.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Kennengelernt habe ich die Band über das Metal Devastation Radio, dass mir ihren Extendedplayer hat zukommen lassen. Dieses Mal ist ihr Bassist auf mich zugekommen und hat mir die Songs geschickt. Leider habe ich die Nachricht erst nach elf Tagen gesehen, aber hier sind wir nun und hören uns an, wie das Album geworden ist:

    Wie finde ich die Scheibe: Im Vergleich zur EP haben sie hier noch eine gewaltige Schippe drauf gepackt. Der Gesang ist immer noch richtig giftig, die Songstrukturen lassen mir den Schädel rauchen aber es klingt richtig stark. Sie balancieren weiter auf dem schmalen Grat zwischen Härte und Technikspielereien. Beides vermischen sie weiterhin gekonnt und dehnen weiter die Grenzen des Genres. Wieder erinnert es stellenweise an Jazz oder an Saitenakrobaten wie Santana.

    Gleich der Opener, GOD OF SUN AND WAR, hat es mir angetan. Schon mit den ersten Takten weiß man, dass es hier technisch und experimentell zur Sache geht, man aber trotzdem akustisch auf’s Maul bekommt. Hier werden auch traditionelle Instrumente der indigenen mexikanischen Bevölkerung eingesetzt, was allein schon reichen würde, um mich neugierig zu machen. Aber auch abgesehen davon tritt der Track so richtig Arsch.

    Fazit: Wie schon ihre EP lässt mich das Album auch etwas überfordert zurück, aber es klingt einfach klasse. Hier habe ich wirklich Spaß an dem verkopften Kram, also wenn ihr es mal experimentell wollt, gebt den Jungs eine Chance und hört hier rein:

  • Olamot mit Path of Divinity

    Olamot mit Path of Divinity

    Bandname und Albumtitel: Olamot mit Path of Divinity

    Genre: Brutal Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album wurde am 29. April 2024 über Lethal Scissor Records veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Da ist nun ihr erstes Album, nachdem sie uns schon eine EP gegeben haben, die ich hier besprochen habe. 

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Hat mich damals noch einer ihrer Gitarristen angeschrieben, damit ich den Extendedplayer Realms bespreche, kam dieses Album nun über Anubi-Press auf meinen Schreibtisch. Also hören wir mal rein, ob und wie sie sich verändert haben:

    Wie finde ich die Scheibe: Wieder richtig stark. Brutal und schnell geht es zur Sache und der Vocals haben sich auch weiterentwickelt. Wir hören viele schnelle Wechsel zwischen den Gesangstechniken, dazu noch knackige Riffs, die die Balance halten zwischen Technik und Brutalität.  Auch der Orchestersynthie hat wieder seinen Auftritt. Dieser hat mir auf der EP schon verdammt gut gefallen. Da ist es wirklich schwer, sich auf nur zwei Favoriten festzulegen:

    Als erstes habe ich mir HUMAN CLONE FACILLITIES ausgesucht. Der Track geht direkt in den Nacken, macht keine Gefangenen und macht richtig Bock. Nein ich übertreibe nicht. Der Song ist abwechslungsreich , was diverse Vertreter des Genres leider nicht hinbekommen, und wirkt dabei noch organisch. So wie so ein Lied klingen muss.

    Das gleiche gilt im Prinzip für LUCIFERIC ALLEGIANCE. Wer mir immernoch nicht glaubt, dass ein orchestraler Synthie die Härte eines Songs noch unterstreichen kann- der sollte hier einmal reinhören und sich eines besseren belehren lassen

    Fazit: Endlich ein ganzes Album, neun Lieder, dieser Band. Freunde des brutalen Todesbleis sollten hier unbedingt reinhören. Mir hat das Album wirklich gut gefallen und für jene, die noch nicht überzeugt sind, habe ich das hier:

  • Gesichter des Todes am 24. Mai 2024 in Lucky’s Luke in Trier

    Gesichter des Todes am 24. Mai 2024 in Lucky’s Luke in Trier

    Wer: Rotting Demise, Carn Dûm, My Dominion und Mike Litoris Complot

    Wann: Am 24. Mai 2024

    Wo: In Lucky’s Luke in Trier

    Wieso: Für die Glorie de Death, und ein wenig Black, Metals.

    Preis: Als sehr früher Vorbesteller zahlte man nur 15 Euro, später etwas um die 20 und an der Abendkasse 22 Mücken.

    Das Konzert: Es war wohl mein erster Besuch in der Luke, da war ich mir nicht sicher, weil ich einmal eine sehr durchzechte Nacht in dieser schönen Stadt an der Mosel verbracht habe. Es ist eine klassische Rock/Metal Kneipe, in deren großem Raum eine Bühne aufgebaut ist, die in Zukunft wohl leider weniger benutzt wird. Hier gibt es auch eine Theke, die aber während des Abends nicht besetzt war. Für den Schlagzeuger gab es ein Extrapodest, damit er einmal über allen anderen stehen konnte.

    Als ersten waren MIKE LITORIS COMPLOT an der Reihe. Die beiden Sänger wollten sich nicht auf der Bühne zu den anderen quetschen, sondern machten ihren Job aus dem Publikumsbereich heraus. Ihr Stil ist irgendwo zwischen Death und Grind anzusiedeln, mit einer gehörigen Ladung Humor.

    Danach kamen MY DOMINION auf die Bühne und gingen nahtlos vom Soundcheck in ihren Auftritt über, was einige der Besucher nicht zu bemerken schienen. Diese Band aus Essen spielt richtig starkes Todesblei, macht dafür keine Faxen auf der Bühne. Würde, anders als bei MLC hier auch nicht passen. Nagut, für einen Lacher haben sie gesorgt, als sie kurz vor Schluss zu Manowar, mit einem Warriors of the World Einschub, mutierten. Live sind sie auf jeden Fall zu empfehlen.

    CARN DÛM brachten ein ziemliches Kontrastprogramm mit. Nach Death Metal und Grindcore spielen sie fiesen Black Metal aus den Tiefen Mordors. Auch optisch, obwohl sie nicht die langen Nazgûgewänder trugen, hatten sie doch hier und da Kaputzen und andere Vermummung dabei, um ihrem Auftritt was das Aussehen angeht, den letzten Schliff zu geben. schon bei meiner Rezension zum Equinox Rite gesagt, lohnen sie sich wirklich, besonders wenn man sein Schwarzmetall mit dem Thema Herr der Ringe und einer guten Portion Keyboard mag. Auch an diesem Abend haben sie Vollgas gegeben und eine richtig gute Show abgeliefert mit ihrem melodischen aber harten Black Metal.

    Den Abschluss bildeten ROTTING DEMISE. Auch diese waren für mich eine Neuentdeckung und eine absolute Naturgewalt. Auch sie hatten wirkliche Bühnenoutfits und Corpsepaint angelegt, wer jetzt aber an Bands wie Nachtblut oder Carach Angren denkt, weit gefehlt. Von ihnen gab es wieder feinstes Todesblei mitten in die Fresse. Sie sind eine wirkliche Naturgewalt auf der Bühne. Selbige war sogar fast zu klein, einerseits für ihre Deko, andererseits hatten sie gegen Ende einen Gastsänger mit dabei, nämlich de Sänger der grandiosen Torment of Souls. Für den machten zwei der Bandmitglieder noch Platz, damit dieses Duett seine Wirkung voll entfalten konnte.

    Fazit: Leider war es wohl das letzte Konzert dieser Art in der Luke, die ich zum ersten Mal besucht habe, aber eine neue Location ist schon gefunden. Was die Bandauswahl angeht, war der Abend wirklich interessant aber verdammt gut. Wegen Carn Dûm habe ich h den Weg in die Stadt der Römer angetreten und drei neue Bands entdeckt. Also, ein wirklich gelungener Abend, der jeden Kilometer mehr als wert war, alle vier werde ich im Auge behalten und hoffentlich ihre kommenden Veröffentlichungen hier besprechen:

    Mike Litoris Complott:

    My Dominion:

    Carn Dûm:

    Rotting Demise:

  • Furze mit Caw Entrance

    Furze mit Caw Entrance

    Bandname und Albumtitel: Furze mit Caw Entrance

    Genre: Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album hat er am fünften April über Devoted Art Propaganda veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Sein achtest Album ist dies nun schon, dazu kommen koch drei Demos, je zwei Singles und EP’s und eine Compilation.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Metal Devastation Radio hat es wieder einmal geschafft mir etwas mit einem speziellen Sound zukommen zu lassen. Dieses sehr experimentelle Projekt aus Norwegen liegt nun auf dem Seziertisch:

    Wie finde ich die Scheibe: Es klingt wirklich seltsam, aber nicht verkopft, wie man vielleicht denken würde, sondern noch unmenschlicher.  Mit den ganzen Effekten auf den Instrumenten und dem Gesang hat man den Eindruck, man würde einem Ritual einer anderen Seinsebene beiwohnen. Zusätzlich zum üblichen Instrumentarium kommt hier noch ein Synthie. Die Songs sind recht lang und mäandern durch alle Tempi, während der Gesang krächzend und angepisst klingt. Hier kann ich keinen Favoriten auswählen, hört euch das Album am besten im Ganzen an.

    Fazit: Wirklich interessant und nichts, dass man so nebenbei hört. Dieses Album sollte man wirklich zelebrieren. Wer also auf seltsames, wirklich abgespactes Schwarzmetall steht, der sollte dem Projekt eine Chance gegeben:


Full Metal Mayhem

Reviews und anderes zum musikgewordenen Wahnsinn, auch als Metal bekannt