• Voidhaven mit Lithic

    Voidhaven mit Lithic

    Bandname und Albumtitel: Voidhaven mit Lithic

    Genre: Doom Death  Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben sie am neunten Juni 2023 über Ardua Music rausgebracht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach einer selbstbetitelten EP ist dies nun ihr erstes Album.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Album kam über Anubi-Press in meine Fänge. Wer diesen Blog kennt, oder quergelesen hat, der weiß, dass es mit Doom Death bei mir nicht so einfach ist. Aber da es sich hier um Landsleute handelt, will ich ihnen eine Chance geben.

    Wie finde ich die Scheibe: Eins schonmal vorweg, Kraft hat das Album. Der Gesang und die Gitarrenarbeit sind richtig stark, aber leider kriegen sie diese PS nicht auf die Straße. Für meinen Geschmack ist es etwas zu viel Doom im Death Metal. Der Gesang wechselt immer wieder zwischen klarem, getragenen Passagen und fiesen Growls. Dazu haben sie auch noch eine Menge Klavier mit eingebaut, was an sich nicht schlecht klingt, aber es ist nicht mein Stil, den sie hier fahren.

    Fazit: Wie schon oben geschrieben, nicht mein Stil. Hier und da erinnern sie mich an Powerwolf, was bei mir schon gleich ein Ausschlusskriterium ist. Wer die mag oder Death Metal in Slow-Motion, der sollte wirklich mal reinhören:

  • Sil Khannaz mit The Madness of Fear

    Sil Khannaz mit The Madness of Fear

    Bandname und Albumtitel: Sil Khannaz mit The Madness of Fear

    Genre: Melodic Death/Thrash  Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam irgendwann im März 2023 über Nebula Production raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist schon das achte Album der Band, dazu kommen noch vier Compilations, drei Splits, je zwei Live Alben, Demos, EP’s und Videos und ein Split Video.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Leider hat mich dieses Album zu spät erreicht, aber weil ich neugierig war, habe ich mit meiner Regel gebrochen und bespreche es nun doch. Metal aus exotischen Ländern weckt meist mein Interesse. Vielleicht wissen die vom Metal Devastation Radio das, vielleicht auch nicht, aber ich freue mich immer über solche Besonderheiten.

    Wie finde ich die Scheibe: Die Thrash-Wurzeln sind hier deutlich zu vernehmen, was dem Album aber keinen Abbruch tut. In fiesem Mid-Tempo schreddern sie sich durch ihre acht Lieder, aus beiden Genres nehmen sie das beste und verschmelzen es gekonnt zu einem verdammt geilen Album. Ja da steht Melodic Death Metal, aber die Melodien sind so dezent und geschickt eingesetzt, dass sie die Härte und Brutalität eher verstärken.

    TREMENDOUS SACRIFICE (TRUE SEED) hat es direkt geschafft. Hier habe ich auch das erste mal wirklich die Melodie erfasst, da sie hier mit einem Synthie eingebaut wurde. So wurde der Song episch gestaltet, ohne ihn zu verwässern. Eine absolute Empfehlung.

    Bei meinem zweiten Favoriten habe ich lange überlegt, welchen Track ich in die Liste aufnehmen soll. Am Ende ist meine Wahl auf LEMURIA – THE ANCIENT EASTERN PARADISE gefallen. Auch hier fügen sie einen orchestralen Synthie hinzu, aber drehen gleichzeitig die Härte noch etwas auf.

    Fazit: Ein richtig geiles Album. Ich hätte mir bestimmt ein Monogramm in den Arsch gebissen, wenn ich es euch nicht vorgestellt hätte. Deathheads und Thrasher, die es auch mal etwas melodisch und/oder orchestral (aber nicht zu sehr) mögen, sollten unbedingt reinhören.

  • Gallowglas mit Revelator

    Gallowglas mit Revelator

    Bandname und Albumtitel: Gallowglas mit Revelator

    Genre:  Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Diese kleine EP kam am fünften Mai 2023 ohne Labelbeteiligung raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist wohl die erste EP nach einem Album und einer Single.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Wie üblich kam auch diese EP über das Metal Devastation Radio zu mir. Schon der Name hat mein Interesse geweckt, also hören wir mal rein:

    Wie finde ich die Scheibe: So ganz sicher, was ich davon halten soll, bin ich mir nicht. Ja die Gitarren klingen nicht schlecht, der Gesang wirkt eher gewollt als gefühlt wütend, die Drums sind einfach nur da. Es wirkt nicht wirklich konsistent, eher als hätten sie sich bei diversen Bands (Volbeat, Five Finger Death Punch, In Flames, Rob Zombie…) Inspiration geholt und einfach nur zusammengeschmissen. Insofern Wie die generische Einzugsmusik bei der WWE, wenn es irgendwie nach Metal klingen soll.

    Fazit: Also ich kann damit garnichts anfangen. Es wirkt blutleer und irgendwie zusammengebastelt. Daher gibt es von mir hier auch keine Empfehlung, aber ihr könnt trotzdem mal an dieser Stelle reinhören, wenn ihr wollt:

  • Greybeard mit Session 4 – The Citadel

    Greybeard mit Session 4 – The Citadel

    Bandname und Albumtitel: Greybeard mit Session 4 – The Citadel

    Genre:  Melodic Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Diese EP haben sie am 23. Mai 2023 in Eigenregie veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach zwei Alben, von denen ich das neueste auch besprochen habe, und drei Singles ist dies nun die vierte EP. Hätte man beim Titel ja erwarten können.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Wie schon bei ihrem Album Dark Age hat das Metal Devastation Radio mir auch diese EP geschickt. Besonders gespannt war ich, als ich gelesen habe, dass die Texte von einer Dungeons and Dragons Kampagne inspiriert wurden.

    Wie finde ich die Scheibe: Den Stil haben sie beibehalten, vielleicht liegt hier etwas mehr Augenmerk auf den melodischen Teilen, obwohl es auch zu Geknüppel kommt. Auch die Vocals bleiben auf gewohnt hohem Niveau, was sich besonders bei meinem Favoriten zeigt.

    RIVER OF BLOOD klingt so richtig schön heavy und brutal. Hier bleibt die Melodie im Hintergrund. Besonders hervor tut sich der Gesang, der es mir hier nochmal richtig angetan hat. Wütend knurrend, mit leichten Black Metal Einflüssen darin.

    Fazit: Wem das Album gefallen hat, der sollte auch mal in diese EP reinhören. Das verkürzt die Wartezeit, bis zum nächsten Album nochmal deutlich.

  • Deimhal mit The Grand Gathering

    Deimhal mit The Grand Gathering

    Bandname und Albumtitel: Deimhal mit The Grand Gathering

    Genre: Symphonic Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Diese EP kam am 19. Mai 2023 in Eigenregie raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach zwei Singles ist dies nun ihre erste EP.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Diese neue Band aus Finnland hat mir das Metal Devastation Radio mit der aktuellen EP vorgestellt. Also hören wir mal rein:

    Wie finde ich die Scheibe: Soweit so gut, der Gesang taugt richtig was, das Instrumentarium zeigt auch einiges an Potential und die symphonischen Elemente sind nicht zu aufdringlich. Für eine erste EP nicht schlecht. Die ersten beiden Lieder haben sie schon als Single ausgekoppelt.

    Obwohl beide Singles was taugen, finde ich VENGANCE OF THE NIGHT CROWS am besten gelungen. Es erinnert wirklich etwas an Dimmu Borgir, aber ein eigener Stil ist deutlich zu erkennen. Hier wird der symphonische Synthie durchgängig genutzt, was aber dem Geballer eine epische Note verleiht.

    Fazit: Die EP zeigt deutlich das Potenzial der Band: Also schon ziemlich gut, aber da ist auch noch Luft nach oben, da dürfen die Freunde des Schwarzmetalls orchestraler Prägung gespannt sein was da noch kommt. Bis dahin, empfehle ich hier einen Blick:

     

  • Death Dies mit Stregoneria

    Death Dies mit Stregoneria

    Bandname und Albumtitel: Death Dies mit Stregoneria

    Genre: Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Dieses Album haben sie über Time to Kill Records am zweiten Juni 2023 auf die Welt losgelassen.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr fünftes Album, davon abgesehen haben sie noch je eine EP, Compilation, Split und ein Live-Album veröffentlicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Hier haben wir wieder eine Empfehlung aus dem Hause Anubi-Press zur Ansicht. Also schauen wir einmal, was uns da vorgesetzt wurde:

    Wie finde ich die Scheibe: Trve Italian Black Metal bekommen wir hier auf die Ohren. Ein wenig fehlt mir die Kälte in der Musik, die dem Black Metal normalerweise zu eigen ist, aber davon abgesehen klingt das Album ziemlich gut. In der Rhythmik bemerkt man die Verbindung zum Mittelalter, aber die versuchen hier nicht irgendwelche historischen Instrumente einzubauen, was ich auch positiv hervorheben kann. Dem einen oder anderen wird es vielleicht zu melodisch sein, aber ich mag es irgendwie:

    IMPERO hat einen interessanten Groove dabei, der den Track aus dem Album heraushebt. Die Vocals klingen schön dreckig und angepisst, nur leider verstehe ich kein Wort von dem, was mir hier erzählt wird. Ist aber auch egal, denn auch so hat es das Lied in die Liste geschafft.

    FLACE E CORONA hat so richtig die Hasskappe auf. Wo andere Lieder sich in Rhythmik oder Melodien ergehen, was trotzdem gut klingt, gibt es hier mal rasend, mal treibend den Rabenschnabel in die Fresse.

    Fazit: Starker Black Metal, der für den Stil, der hier gefahren wird, richtig geil klingt. Da kann der geneigte Freund des Schwarzmetalls mal reinhören, ob ihm diese Art zusagt. Ich werde die Band sicher im Auge behalten. Also hört einmal hier rein: 

  • Draghoria mit Dangerous Species

    Draghoria mit Dangerous Species

    Bandname und Albumtitel: Draghoria mit Dangerous Species

    Genre: Thrash Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am 21. Mai 2023 in Eigenregie raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach zwei EPs zuletzt ist dies nun ihr zweites Album.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Es ist Thrash Metal und das Cover ist in Grün gehalten? Kein Wunder, dass das Metal Devastation Radio mich neugierig gemacht hat. Also sehen wir mal, was diese Amis da veranstalten:

    Wie finde ich die Scheibe: Der Gesang könnte etwas angepisster sein, aber das Riffing hat es in sich. So weit, so Thrash. Das Schlagzeug ist da, mehr lässt sich dazu nicht sagen. Leider bauen sie immer mal wieder Passagen ein, die dem ganzen die Härte nehmen, vielleicht wollen sie zeigen, dass es auch mal ruhiger geht, aber für mich wirken sie im Gesamtkontext deplatziert, auch wenn sie musikalisch wohl sinn ergeben.

    MURDER NATION klingt ziemlich gut, wenn man das Introgedudel hinter sich hat. Hier kommt auch mal der Bass zu Wort. Der knurrt sich durch den ganzen Song und obwohl er eher unaufgeregt ist, macht er mir ziemlich Spaß. Auch auf der Habenseite steht, dass die Hook was taugt und der Track sicher einen festen Platz in der Live-Setlist bekommt.

    HATE MACHINE geht noch am ehesten in die Richtung, wie ich meinen Thrash mag, als ob einem gleich eine Klampfe über den Schädel gezogen wird. Hier haben sie, für die Verhältnisse des Albums, ihr Höchstmaß an Aggression erreicht. Sowohl was den Gesang, als auch das Instrumentarium, angeht, ist hier die Musik so richtig wütend und natürlich versinkt auch der Bass nicht im Mix.

    Fazit: Schlecht ist es nicht, aber mir fehlt die Aggression in der Masse. Wenn ich ein Thrash Album auflege, dann will ich spätestens nach dem zweiten Lied richtig sauer sein, oder wenn ich vorher schon angepisst war, mich davon verstanden fühlen, egal worum es in den Liedern geht. Das fehlt mir hier bei den meisten Liedern. Trotzdem können Thrashheads wirklich mal einen Blick darauf werfen:

  • Thymata mit Embraced by Death

    Thymata mit Embraced by Death

    Bandname und Albumtitel: Thymata mit Embraced by Death

    Genre: Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kommt am 16. Juni 2023 über Adirondack Black Mass raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Aus diesem Album haben sie zwei Singles ausgekoppelt, mehr gibt es noch nicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Auch hier kam das Metal Devastation Radio auf mich zu und hat mir das Album zukommen lassen. Bei neuen Bands bin ich immer neugierig aber auch skeptisch. Also lasst uns sehen, ob das Album gut geworden ist:

    Wie finde ich die Scheibe: Schlecht ist das Album nicht, eher im Gegenteil,  sogar richtig gut. Daher handele ich meinen Kritikpunk gleich ab: Hier und da bricht der Ton weg, als würde ich versuchen die Lautsprecher mit einem Kissen zu ersticken. Das stört etwas, aber sonst klingt das Album richtig gut. Mal rasend, mal treibend aber immer richtig böse.

    ABRASIONS OF TIME hat es gleich in meine Liste geschafft. Es klingt herrlich old-schoolig und treibend, mit einem gewissen Groove im Song. Dazu das Geschrei, dass an eine ziemlich angepisste Krähe erinnert.

    Auch DRAGGING A RUSTY CHAIN kann sich wirklich hören lassen. Hier geht es hart und schnell zur Sache, aber auch ruhige Passagen, die fast an Pagan erinnern, haben sie eingebaut, um so für Abwechslung zu sorgen. Trotz der Übergänge gibt es keinen Zeitpunkt, an dem man vorspulen möchte.

    Fazit: Starker Black Metal, der da in Schweden und Griechenland gespielt wird. Freunden des Schwarzmetalls kann ich das Album nur empfehlen, aber hört nicht auf mich, hört lieber hier mal rein und überzeugt euch selbst:

  • There’s only one Elvis mit The Balance of Everything

    There’s only one Elvis mit The Balance of Everything

    Bandname und Albumtitel: There’s only one Elvis mit The Balance of Everything

    Genre: Death Metal/Deathcore

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben sie am siebten April 2023 in Eigenregie veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach drei Singles und einem Album haben sie nun eine EP veröffentlicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Mit Deathcore werde ich nicht ganz warm, aber gebe dem Genre immer mal wieder eine Chance. So auch mit diesen sechs Songs, die mir das Metal Devastation Radio zugeschickt hat. Mal sehen ob es was taugt, also lasst uns reinhören.

    Wie finde ich die Scheibe: Schon in den ersten Takten hört man deutlich den Core heraus. Der Gesang besteht fast nur aus dem genretypischen Shouting, wobei hin und wieder mal ein paar wirklich fiese Growls eingestreut werden. Auch an Breakdowns wird nicht gespart, aber erstaunlicherweise passt es hier für mich gut zusammen. Die sechs Songs haben es wirklich in sich.

    MODUS OPERANDI eröffnet die EP und der ungefähr fünf Oktaven tiefer gestimmt Bass, der ein Bett für das Schlagzeug bildet, zeigt schon, dass sie hier aufs ganze gehen. Nach diesem Drum’n’Bass Intro geht es aber mit dem Geknüppel los und man bekommt genau was man von Deathcore erwartet, aber (aus meiner Sicht) in richtig gut.

    RECOIL klingt nochmal eine ganze Ecke dreckiger als der Rest. Hier kommen wohl die Urwurzeln des Core zum tragen, die die meisten Bands vergessen haben. Es muss nicht schön sein, sondern dem Hörer ordentlich die Fresse polieren. Genau das machen sie mit dem Song, wie auch mit den fünf anderen, aber hier kommt das dreckige wirklich am besten zur Geltung.

    Fazit: So lasse ich mir den Core gerne gefallen. Hart, dreckig und geradeheraus auf die Fresse. Wer auch mal dem Deathcore eine Chance einräumen möchte, sollte hier mal reinhören und Freunden diesen Genres kann ich es ebenso empfehlen. Also hört euch das hier mal an:


Full Metal Mayhem

Reviews und anderes zum musikgewordenen Wahnsinn, auch als Metal bekannt