• Deformation Guaranteed mit Pagan Girl

    Deformation Guaranteed mit Pagan Girl

    Bandname und Albumtitel: Deformation Guaranteed mit Pagan Girl

    Genre: Gothic Rock am ehesten.

    Veröffentlichungsdatum: 8. März 2020

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Neben diesem Album existieren irgendwo noch zwei Demos der Band.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Letzten Sommer habe ich für mein Interview mit Rune ein wenig recherchiert und bin auch auf dieses Projekt gestoßen. Gleich beim Interview durfte ich schon zwei rohe Songs, ohne Gesang und co hören und war sofort angefixt.

    Wie finde ich die Scheibe: Richtig gut. Der Stil ist ganz anders, als ich ihn von Black Candle gewohnt bin aber auch diese schimmern hier und da durch. Beheben wir uns auf eine Reise:

    MAUSOLEUM (INTRO) fängt mit langen tiefen Tönen an, wie von einem.mächtigen Horn. Hier bekommt man sofort Kopfkino. Die Musik steigert sich weiter, wird bedrohlicher und geleitet den Hörer schön in das Album.

    PAGAN GIRL fängt mit einer einzelnen Gitarre an. Zusammen mit dem Schlagzeug setzt der Gesang an, der irgendwo zwischen Goth und Black Metal liegt. Zwar schön fies und krächzend aber dennoch leicht verständlich. Auch die Gitarrenarbeit liegt in diesem Spektrum. Wenig verzerrt und leicht zugänglich, aber mit einer gewissen Grundaggression. Sehr schön für den Anfang. Der Text ist sehr okkult und behandelt wohl eine Priesterin.

    ELDAR beginnt sehr ruhig, schon kurz nach dem Anfang setzt der Gesang ein, hier fast schon gesprochen und recht gepresst. Immer mal wieder wird das Lied etwas härter, kehrt dann aber zurück zu seinem ruhigeren Gewand. Hier wage ich keine Analyse des Textes, hört euch das Lied selbst an.

    UNDER A VIOLET SKY WE LAY ist ein Instrumental zwischendurch, was in diesem Fall aber nicht heißt, dass der Song keine Geschichte erzählt. Mir kommt es so vor, als ob der Anfang nur etwas einleitet, Vorahnungsvoll, wonach sich alles ändert. Die Mitte begleitet den Hörer wie auf einer Wanderung, die im letzten Teil in einem Konflikt, vielleicht einem Kampf endet. Ein richtig schönes Lied.

    LORD THERIONS SECRET KRYPTA war das erste Lied, dass ich in seiner Gänze hören durfte. Es fängt auch eher langsam an, und wir folgen dem Sänger auf seinem Weg hinab in die Krypta auf der suche nach Weisheit und Erleuchtung. Hier hört man Black Candle sehr gut heraus.

    SUMERIAN WITCH ist wie der Rest bisher ein ruhiges Lied und handelt von Runes zweiter großer Inspirationsquelle, neben dem Okkultismus nach Crowley, den alten Kulturen des nahen Ostens, besonders den Sumerern.

    SOMEONE ELSE zieht das Tempo an und hier ist der Gesang vielleicht am klarsten. Ein schöner Mid-Tempo-Song der vielleicht von Depressionen handelt. Auf jeden Fall sehr hörenswert.

    TO THE INFINITE STARS (OUTRO) beendet das Album mit einen wüsten Instrumental, das den Hörer schon mit sich zieht. Unter den Instrumenten ist ein Wind zu hören, der einen vor sich her treibt, in tiefe Höhlen, zu unbekannten Geheimnissen oder in fremde Welten, ich weiß es nicht aber ich lasse mich gerne darauf ein.

    Fazit: Ein richtig starkes Album, das sehr persönlich ist. Nichts zum nebenbei hören, eher etwas das man zwischen Weihrauch und anderen Kräutern genießen kann, um zu sinnieren und sich selbst auf eine Reise zu begeben. Vielleicht führt das Pagan Girl einen, wenn man Glück hat.

    Hier kann man reinhören und es auch erwerben:

    http://deformationguaranteed.bandcamp.com/album/pagan-girl

  • Schundmären mit Abstruses Manifest abartigster Grausamkeiten und Schändlichkeiten des Hexerichs Salomon Schubert Grimsahl

    Schundmären mit Abstruses Manifest abartigster Grausamkeiten und Schändlichkeiten des Hexerichs Salomon Schubert Grimsahl

    Bandname und Albumtitel: Schundmären mit Abstruses Manifest abartigster Grausamkeiten und Schändlichkeiten des Hexerichs Salomon Schubert Grimsahl

    Genre: Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am 17. Februar 2023 im Selbstverlag raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Das ist das erste Album dieser Band. Mehr gibt es nicht, bisher.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Dieses Projekt habe ich über Twitter kennengelernt, da ich dem Sänger, oder ist es doch der Erzähler, dort folge.

    Wie finde ich die Scheibe:  Was zum Geier höre ich mir hier an? Zur Hälfte klingt es nach Dungeon Synth, dann wieder nach räudigstem Black Metal, wie man ihn von Bands wie Hexenschuss kennt. Auch die elektronischen Elemente sind etwas zwiegespalten, einerseits ist es halbwegs ernsthaft, und dann wieder erinnert es an Schändermond. Und das ist nur der musikalische Anteil. Die andere Hälfte ist als Hörbuch ausgestaltet und man fragt sich, welche Drogen sie konsumiert haben, als sie den Text schrieben. Hört es euch einfach selbst an, diesen Wahnsinn kann ich hier nur unzureichend wiedergeben.

    Fazit: Wer es wahnsinnig und/oder abgefuckt mag, der kann sich dieses Album einmal geben. Ich weiß noch nicht was ich davon halten soll, aber ich werde es mir noch das eine oder andere mal anhören. Hier bekommt ihr einen Ausschnitt zu hören und anzusehen:

  • Primordial Serpent mit Adversary of God

    Primordial Serpent mit Adversary of God

    Bandname und Albumtitel: Primordial Serpent mit Adversary of God

    Genre: Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am 17. Januar 2023 ohne ein Label raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist das siebte Album der Band, dazu kommen noch zehn Singles, zwei wurden hier ausgekoppelt, dann noch vier Splits und drei EP’s.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Erneut hat das Metal Devastation Radio mir etwas Black Metal geschickt und da sage ich ja selten nein. Also hören wir rein:

    Wie finde ich die Scheibe:  Nach einem richtigen coolen Intro geht es auch direkt mit fiesem Black Metal los. Zwar ist die Produktion etwas dünn, aber gehen wir mal davon aus, dass das so gewollt ist, und konzentrieren uns auf das wesentliche: Rasende Drums, Simple aber wirkungsvolle Gitarren und heiseres Gekreische. Das gibt es hier zuhauf.

    Beim Titletrack ADVERSARY OF GOD drohen sie mit akustischem Gedudel, doch es ist zum Glück nur das Intro eines starken Songs. Sie flechten sogar ein paar musikalische Extravaganzen ein, welche sich aber gut einfügen und organisch klingen.

    DREAMS OF SHATTERED CROSSES klingt irgendwie Old-schoolig, obwohl ich nicht ganz ausmachen kann, woher dieser Eindruck kommt. Auf jeden Fall ist es ein richtig geiler, rasender Song, der es auf jeden Fall in meine Liste geschafft hat.

    Fazit: Definitiv hörenswert, das Album. Freunde des Schwarzmetalls sollten hier mal einen Blick riskieren. Wie schon oben geschrieben gibt es noch mehr Material zu hören und vielleicht werde ich mich da auch mal ransetzen. Bis dahin:

  • Stormbreaker mit Vengance

    Stormbreaker mit Vengance

    Bandname und Albumtitel: Stormbreaker mit Vengance

    Genre: Metal Archives sagt zwar Symphonic/Melodic Groove Metal, ich würde eher Power Metal sagen.

    Veröffentlichungsdatum und Label: Diese EP haben sie am 20. Januar 2023 in Eigenregie raus gebracht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Abgesehen von dieser EP und einer Singleauskopplung haben sie noch nichts veröffentlicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Erneut hat das Metal Devastation Radio zugeschlagen und neben dem Mamutprojekt, dass sie mir geschickt haben, brauchte ich etwas leichter zu verdauendes. Da kam mir eine Power-Metal-EP gerade recht, also hören wir rein:

    Wie finde ich die Scheibe: Da haben die Finnen wirklich was solides abgeliefert mit den vier Songs. Hier fällt direkt auf, dass sie mit den Stimmen spielen und immer mal wieder weiblichen und männlichen Gesang mischen, was in diesem Fall, sogar richtig gut klingt. Dazu kommen noch die für Power Metal typischen Songstrukturen und vereinzelter Keyboardeinsatz. Also soweit nicht schlecht:

    Ich hätte zwar den Opener nehmen können, aber mich dann doch für THE CRIMSON EYES entschieden, da sie hier eine Ecke heavier klingen und das ganze mehr von einem Duett hat, wodurch die beiden Stimmen besser zur Geltung kommen, besonders die Growls, die der Sänger gerne mal Einstreu.

    Fazit: Ja, diese Art Musik gibt es hier selten, aber hin und wieder muss es auch mal sowas sein. Also wer Power Metal mit zweistimmigem Gesang mag, der sollte hier mal einen Blick riskieren:

  • Kekal mit Eternitarian

    Kekal mit Eternitarian

    Bandname und Albumtitel: Kekal mit Eternitarian

    Genre: Avantgarde Metal, was zur Hölle auch immer das sein soll.

    Veröffentlichungsdatum und Label: Diese Compilation kommt am dritten März 2023 im Selbstverlag raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Das hier wird die fünfte Compilation, dazu haben sie noch 13 Alben, 13 Singles, vier EP’s zwei Demos und ein Video rausgebracht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Dieses musikalische Mammut, welches sich wohl irgendwelche Musikstudenten ausgedacht haben, hat mir das Metal Devastation Radio zugeschickt.

    Wie finde ich die Scheibe: Ich habe keine Ahnung, was ich davon halten soll. Interessant ist es auf jeden Fall, aber wie bei einigen Bands, bei denen Man Avantgarde in das Genre packt, lässt sich dieses dreistündige Monster nicht wirklich einem Genre oder auch nur Stil zuordnen. Teilweise klingt es nach Symphonic Black Metal wie von Dimmu Borgir oder Cradle of Filth, dann wieder nach Power Metal und das auch noch im gleichen Song. Oder sie mischen ihren Metal mit Jazz und Funk. Dazu kommen immer wieder elektronische Passagen, die mich komplett rausreißen, sobald ich glaube, mich in den Stil eingefunden zu haben. Also hier bin ich absolut überfragt, was das ganze soll. Ich könnte auch jetzt einfach sämtliche Genres aufzählen, die irgendwo in diesem Monstrum von Compilation versteckt sind, aber dann wärt ihr, meine Leser auch nicht viel schlauer.

    Am ehesten kommt NEUTRALITY für mich in die Nähe eines Favoriten, nicht weil es etwa schlecht wäre, sondern eher weil ich es nicht verstehe. Der Song klingt nach fiesem Black/Death Metal, aber irgendwie hat sich ein Computer miteingeschlichen, der immer mal wieder Rückmeldung gibt, dass er etwas tut. Und das sind nur die ersten Minuten, danach wird es noch abgespaceter.

    Auch MEAN ATTRACTION kann man zu den eher konventionelleren Liedern zählen, die den Hörgewohnheiten der meisten meiner Leser nicht zu sehr entgegen stehen. Auch hier ist ein deutlicher Einschlag vom Black Metal, wie Dimmu Borgir ihn spielen, zu spüren.

    ROTTING YOUTH ist einer der besten Songs dieser Compilation. Black Metal wird hier aus allen Geschützen gefeuert und dazu noch ein paar ausgefeilte Gitarrenlinien, damit auch die Musikstudenten zufrieden sind.

    Fazit: Wirklich interessant, aber nicht meins. Für mich ist da ein zu großes Durcheinander an Stilen, teilweise auch in den Songs. Es gibt sicher den einen oder anderen, der daran seinen Spaß hat, aber die drei erwähnten Songs sind die einzigen, mit denen ich Spaß habe. Hier könnt ihr mal reinhören, wenn ich euer Interesse geweckt habe:

  • Adversor mit Portait of a Wasteland

    Adversor mit Portait of a Wasteland

    Bandname und Albumtitel: Adversor mit Portait of a Wasteland

    Genre: Thrash Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kommt am 24. Februar 2023 über Time to Kill Records raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach einer Demo ist dies nun das dritte Album der Band.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Wie bei dem meisten, was aus Italien auf diesem Blog landet, hat auch hier Anubi-Press den Mittler gespielt und mir dieses Album geschickt.

    Wie finde ich die Scheibe: Thrash Metal, der so richtig schön giftig klingt, wie ich es mag. Mal rasend, mal treibend, aber immer so richtig wütend. Wie bei gutem Thrash üblich, gibt es hier auch an allen Ecken knackige Soli und besonders möchte ich den Gesang hervorheben. Sie haben den idealen Ton getroffen, giftig, wütend und nicht so sehr ins gutturale gehend oder zu hoch. Lasst uns dann zu meinen Favoriten kommen:

    Der Opener PUTRIFYING HATE hat mich direkt für sich eingenommen. Der Song geht richtig ab und hat dabei noch einen ordentlichen Groove mit drin, der dem ganzen ein gewisses Etwas verleiht. Auch wird hier mit der Stimme gearbeitet, sodass wir neben dem Geschrei auch bedrohliches Knurren auf die Ohren bekommen.

    Auch bei OUTCAST kommt der Groove nicht zu kurz und ich kann verstehen, wieso sie daraus ein Video gemacht haben. Ein verdammt starker, treibender Song, der direkt in den Nacken geht. Hier kann ich mir auch vorstellen, dass er ein fester Bestandteil der Live-Sets wird.

    UNDER SIEGE rumpelt los, wie ein Jeep, den man mit Vollgas über einen umgepflügten Acker jagt. Richtig geil geworden der Track. Mehr ist einfach nicht zu sagen ohne das Fazit vorwegzunehmen:

    Fazit: Ein verdammt starkes Album haben die Italiener hier abgeliefert und wer auf Thrash steht, der sollte es sich schon mal vormerken. Hier gibt es zehn Lieder, die alle einen Platz in meiner Liste verdient hätten. Also hört mal rein:

  • Observer mit Demo EP

    Observer mit Demo EP

    Bandname und Albumtitel: Observer mit Demo EP

    Genre: Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Dieses Demo haben sie an Silvester, dem 31. Dezember 2022 veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dieses Demo ist das bisher einzige Lebenszeichen dieser Band.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Metal Devastation Radio hat erneut zugeschlagen und mir ein Demo mit fünf Stücken Todesblei geschickt. Also hören wir doch mal rein:

    Wie finde ich die Scheibe: Recht doomig kommt das Demo daher, doch dieser erste Eindruck kann trügen. Wer hier jetzt fünf Songs in schleppendem Tempo erwartet, der wird enttäuscht. Zwar bleiben sie eher im unteren Mid-Tempo, doch gibt es einige rasantere Passagen. Besonders gefällt mir hier die Arbeit am Mikrophon, da hier neben düstersten Growls auch hohes, fast Black Metal Gekreische, verwendet wird. Da war es schön recht schwer für mich, nur einen oder zwei Favoriten herauszusuchen:

    SEVEN SEALS stampft und walzt durch die Lautsprecher. Düster, heavy und mit ordentlich Leichenduft prasselt der Song auf einem ein. Hier bleibt mir nicht mehr viel zu sagen, außer: Hört ihn euch an.

    CELESTIAL beendet das Demo mit einem richtigen Kracher. Zwar bleiben sie hier ihrem Tempo treu, wenn man von dem rasanten Intro absieht, aber der Song ist verdammt druckvoll und das vermisse ich bei diversen Bands.

    Fazit: Das ein Demo so gut ist, dass erlebt man selten. Naja, sie haben sich gut drei Jahre Zeit genommen, aber trotzdem kann ich hier ohne Bedenken eine Empfehlung aussprechen. Also hört mal rein, ihr Liebhaber des Todesbleis:

  • Bloodjob mit Metastasis

    Bloodjob mit Metastasis

    Bandname und Albumtitel: Bloodjob mit Metastasis

    Genre: Brutal Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Am 10 März 2023 kommt diese kleine EP über Lethal Scissor Records raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach zwei Demos und einem Album ist dies ihre erste EP.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Endlich mal wieder etwas aus Deutschland. Und dann noch Brutal Death Metal. Da muss ich doch zuschlagen, wenn mir Anubi-Press so etwas schickt.

    Wie finde ich die Scheibe: Richtig gut, die Drums ballern, die Klampfen sind richtig heavy und die Vocals nur mit viel Mühe zu verstehen, also alles was Brutal Death sein soll. Wir haben hier fünf knackige Songs, die das brutal in Brutal Death Metal ernst nehmen, also bleibt mir nicht mehr viel zu sagen und ich präsentiere euch schonmal meinen Favoriten:

    Mit ALL FOR THE GOOD haben sie sich in meinem Hirn festgesetzt. Rasend und doch Heavy kommt der Song daher und bietet dazu noch ein wenig Stimmakrobatik, die ihn etwas abwechslungsreicher gestalten. Das Gitarrensolo hätte ich nicht unbedingt gebraucht, aber sei es drum, es ist ein starker Track.

    Fazit: Die ganze EP lohnt sich, besonders wenn man auf deutsches Todesblei der brutalen Sorte steht. Also hört mal rein und wenn es euch gefällt, sichert euch eine der 50 CD’s:

  • Dead will Walk mit A New Day of Dawning

    Dead will Walk mit A New Day of Dawning

    Bandname und Albumtitel: Dead will Walk mit A New Day of Dawning

    Genre: Death Rock

    Veröffentlichungsdatum und Label: Diese EP kam am 27. Januar 2023 als Kassette und Digital bei Dawnbreed Records und als CD bei Cavernous Records raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach einer Split ist dies nun die zweite EP der Deather aus den Niederlanden.

    Wie habe ich die Band kennengelernt:  Mal wieder etwas von Anubi-Press, die mir dieses Stück Todesblei geschickt haben. Da muss ich doch mal reinhören, oder?

    Wie finde ich die Scheibe: Es ist soweit ganz solider Death Metal, vielleicht mit den einen oder anderen Thrash-Anleihen. Immer mal wieder gehen die Growls in harsche Shouts über, dazu grooviger Klampfen und ein ganz anständiges Schlagzeug. Also soweit so gut, das Rad wird nicht neu erfunden, aber mit dem Altbewährten können die drei umgehen.

    NIGHTSCREAMS vereint richtig gut den Groove mit Geschwindigkeit. Dazwischen gibt es immer wieder Moshparts, bevor es mit dem Geknüppel weitergeht, aber das Basssolo hat mich direkt für den Track eingenommen.

    DAY OF DAWNING (kann man das als Titletrack bezeichnen?) Hat es mir auch angetan. Immer wieder psychotische Stellen im Death Metal geben einfach nochmal eine besondere Würze. Ein kleiner feiner Song, der es aber in sich hat.

    Fazit: Diese EP ist der beste Beweis, dass die Holländer immer noch verdammt guten Death Metal abliefern können. Die drei haben ihren eigenen Stil, der aber auf Bewährtem aufbaut, old-schoolig aber nicht verstaubt, also los jetzt, reinhören:

  • Knorkator und die King Nugget Gang auf der Sieg der Vernunft Tour am zweiten Februar 2023 in der Garage Saarbrücken

    Knorkator und die King Nugget Gang auf der Sieg der Vernunft Tour am zweiten Februar 2023 in der Garage Saarbrücken

    Wer: Knorkator und die King Nugget Gang

    Wann: Zweiter Februar 2023

    Wo: In der Garage Saarbrücken

    Wieso: Das war der Saarbrücker Stopp der Tour der Vernunft, anlässlich des aktuellen Knorkator Albums.

    Preis: 35 Gelder sollte das Konzert kosten.

    Das Konzert: Die Location hat sich nicht geändert, genauso wie das Bierangebot. Also alles beim Alten, und wir kommen zu den Auftritten:

    Die KING NUGGET GANG hat den ganzen Spaß eröffnet und ich wusste nicht was mich erwartet. Ich hatte alles erwartet, nur nicht das: Harter Deutschrap über Essen, insbesondere Fastfood. Gut, wenn es Bands über Scheiße gibt, wieso nicht auch Rapcrews über Pappfraß? Dem ganzen muss man schon was abgewinnen können, ich fand es ganz lustig und es war zum Glück nicht dieser Klischeerap. Also geht schonmal. Was man ihnen auf jeden Fall anrechnen kann ist, dass sie versucht haben für Stimmung zu sorgen, was nach einiger Zeit auch geklappt hat. Besonders als sie Pizzastücke zum Crowdsurfen benutzt haben.

    KNORKATOR kamen dann auf die Bühne und haben von Anfang an losgelegt. Wie immer eine verdammt lustige Show. Also wo fange ich an? Am besten bei den Ansagen, denn die waren allererste Kajüte. Wie man es von Knorkator erwartet waren sie lustig aber nicht zu platt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Versprecher, über die sich Stumpen aufgeregt hat, absichtlich oder zufällig waren. Aber bleiben wir mal beim Hauptsänger: Was hat der Typ bitte für eine Kondition? So wie der da herumgesprungen ist und Faxen gemacht hat, wären andere schon früher zusammengeklappt.

    Die Liedauswahl war wie zu erwarten ein Mischmasch aus neuen und alten Stücken. Dazu passend hatten sie auch den entsprechenden Unsinn eingeplant, sei es die Zerstörung eines Keyboards, ein Federballspiel oder dass Buzz Dee erstmal eine raucht und es sich auf einem Stuhl gemütlich macht. Der war sowieso mein Highlight, obwohl er die Gitarre bedient, strahlte er die Coolness eines Bassisten aus. Nur hin und wieder, wenn es Stumpen und Alf Ator zu bunt trieben hat sich ein kleines Lächeln in sein Gesicht verirrt. Immer mal kam die Tochter Stumpens dazu und zweimal auch Alf Ators Sohn, der das Lied Böse auf eine wirklich geniale Weise interpretiert hat.

    Fazit: Knorkator sollte man einmal erlebt haben. Ihre Konzerte sind immer ein Spektakel. Ich habe zwar das Keyboard/Synthie-Röhnrad vermisst, dass sie beim Altstadtfest dabei hatten, aber dafür hatten sie einiges neues dabei. Wer also noch die Gelegenheit hat sie auf der Tour zu sehen, sollte sich das ganze mal antun.

    Hier könnt ihr noch reinhören:

    Knorkator:

    King Nugget Gang:


Full Metal Mayhem

Reviews und anderes zum musikgewordenen Wahnsinn, auch als Metal bekannt