• Sathanas mit Psalm Satani

    Sathanas mit Psalm Satani

    Bandname und Albumtitel: Sathanas mit Psalm Satani

    Genre: Blackend Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am zehnten Dezember 2022 über Vidar Records raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Damit haben Sie Ihr elftes Album auf Wie Welt losgelassen. Dazu kommen noch acht Splits, fünf Demos, drei EP’s und je ein Album und eine Compilation.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Auch hier war es meine Hauptquelle für amerikanischen Black Metal, das Metal Devastation Radio, dass mir dieses Album hat zukommen lassen, damit ich es für euch besprechen.

    Wie finde ich die Scheibe: Also viel Death Metal ist da nicht drin. Hier passt eher der Vergleich des Metal Devastation Radios, dass es nach der ersten/zweiten Welle des Black Metal (je nach dem, wen man fragt) also Bathory oder besser produzierten Hellhammer klingt. Hier und da höre ich auch etwas Morbid raus, da passt auch die Stimme ganz gut. Die Tracks gehen recht stark nach vorne, haben Kraft und sind so schwarz, wie sie sein sollen.

    CALLING FOR THE DARKNESS hat es sofort unter meine Favoriten geschafft. Düster krächzend klingt der Gesang, dazu treibende Drums und ein düsteres Riffing. Was will man mehr? Vielleicht noch etwas melodieähnliches, dass hier und da drübergestreut wird? Gibt es in bedrückender Form. Also alles wie es sein soll.

    BLACKEND BY THE ANTICHRIST stampft gnadenlos durch die Gehörgänge, während die ziemlich angepisste Krähe, die sie als Sänger ausgeben ihrem Unmut Luft macht. Wirklich Old-schoolig und verdammt geil der Song.

    Fazit: Ein starkes Album, das Einzige, was mir noch gefehlt hat, wäre ein rasender Song, bei dem der Hass schon aus den Gitarren trifft. Man kann nicht alles haben, und auch so sollte man sich die Scheibe mal anhören(auch wenn sie nichts von diesem Album auf YouTube haben):

  • Gefrierbrand mit Weltenbrand

    Gefrierbrand mit Weltenbrand

    Bandname und Albumtitel: Gefrierbrand mit Weltenbrand

    Genre: Black(-Forest) Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am zwölften November 2016 in Eigenregie raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist das zweite von drei Alben und dazu gibt es noch ein Demo.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Damals, es war glaube ich 2018, als ich mit ein paar Freunden zum Eisregen Konzert nach Rastatt gefahren bin, wo sie zusammen mit Nachtschatten als Vorband spielten. Sofort war ich vom Sound begeistert und habe mich mit den beiden damals verfügbaren Alben eingedeckt, später kam dann noch die Demo und das aktuelle Album dazu. Seit dem bin ich begeistert.

    Wie finde ich die Scheibe: Einfach klasse, um es kurz zu fassen. Aber als würdet ihr eine Review für eine so kurz Zusammenfassung anklicken. Die neun Songs (das Intro klammere ich an dieser Stelle aus) sind abwechslungsreich aber bleiben dem Stil des Albums treu. Harte Drums, fiese Klampfen und ein verdammt guter Bass, auch wenn sie auf der Bühne mit Bassistenwitzen nicht geizen. Dazu ein dreckiger Gesang, der perfekt zur Grundthematik des Albums passt. So ist es verdammt schwer, sich nur auf drei Favoriten zu begrenzen, aber hier sind sie:

    FABULA REALITAS beginnt recht ruhig legt dann aber richtig los. Für den einen oder anderen vielleicht etwas zu melodisch, aber ich finde es genau richtig. Alles andere würde den Song entstellen.

    HEILIGE NACHT ist nicht nur eines meiner absoluten Lieblingslieder der Band, sondern auch der Grund, wieso ich diese Kategorie starte, da es ein verdammt gutes Weihnachtslied ist. Hart und doch melodisch wird der Weihnachtsfrieden von 1914 in Flandern behandelt.

    GOLDSTADT beendet das Album, eigentlich, und war der Grund, wieso ich das Ende des Auftritts damals nicht erwarten konnte, da ich so schnell wie möglich das Album in Händen halten wollte. Nicht nur wird in einem grandiosen Lied der Bombenangriff auf die Heimatstadt der Band, Pforzheim, geschildert, dazu haben sie sich auch noch im Intro das Beste Bild für eine Bomberstaffel ausgedacht, dass ich mir vorstellen kann.

    Fazit: Ein wirklich verdammt gutes Album, das den Krieg an sich behandelt, ohne dabei für irgendeine Seite Partei zu ergreifen. An dieser Stelle möchte ich noch ein paar weitere Lieder empfehlen: VANITAS, TRAUMA und LAST CALL haben es nicht in die ausführliche Favoritenliste gepasst, lohnen aber auf jeden Fall mal einen Blick. Wer also auf geschwärzten Metal aus dem Schwarzwald steht, sollte sich die Band und dieses Album einmal anhören:

  • Höwler mit Descendants of Evil

    Höwler mit Descendants of Evil

    Bandname und Albumtitel: Höwler mit Descendants of Evil

    Genre: Heavy/Thrash Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben sie auf CD und LP am 18. November 2022 über Ragnarök Records und (aus irgendeinem Grund)  am 25. November 2022 nochmal über CDN Records.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist Album Nummer Vier, hieraus haben sie zwei Singles ausgekoppelt und noch vier weitere im Laufe der Zeit veröffentlicht. Dazu kommen noch zwei EP’s und eine Split.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Auch hier hat mir das Metal Devastation Radio ein Album zukommen lassen und aus irgendeinem Grund fand ich den Bandnamen interessant. Also hören wir uns mal das Album an:

    Wie finde ich die Scheibe: Zum Anfang der Review kann ich schonmal sagen: Ja das ballert. Die Heavy Metal Einflüsse sind zwar zu spüren, verwässern den Thrash Metal aber in keinster Weise. Es ist eher so, dass sie noch ein gewisses Extra hinzufügen. Was die Vocals angeht, zwar nicht wirklich Gift und Galle, dafür aber ordentlich Aggression und Wut.

    PANZER 666 hat sich direkt in meinen Ohren festgesetzt. Hart und rasend geht es hier zur Sache. Dazu ist der Platz für instrumentale Extravaganzen großzügig bemessen aber nicht zu ausufernd. Ob das gegen Ende eine Gitarre oder etwas Exotisches sein soll, keine Ahnung, es klingt ungewöhnlich aber verdammt gut.

    Direkt danach haben sie sich mit THE LAST DAYS noch einen Platz in meiner Playlist erobert. Zwar nicht wirklich rasend aber trotzdem treibend, aber dafür groovig und verdammt brutal. Es klingt sowohl old-schoolig als auch frisch und unverbraucht also eine geile Kombi. Da müsst ihr unbedingt reinhören am Ende der Review.

    LIVE TO PARTY, PARTY TO LIVE klingt nach einer seltsamen Mischung aus Tankard und Steel Panther. Damit entlassen sie uns aus dem Album und ich kann mir gut vorstellen, dass sie den Song als Letztes auf ihren Konzerten spielen.

    Fazit: Ein starkes Album haben die da abgeliefert. Thrashheads sollten auf jeden Fall mal reinhören, bei mir wird es sicher noch das eine oder andere mal laufen. Aber wie sieht es bei euch aus? Hört mal rein und geigt mir dann eure Meinung:

  • Die Entweihung mit Strict Regime Country

    Die Entweihung mit Strict Regime Country

    Bandname und Albumtitel: Die Entweihung mit Strict Regime Country

    Genre: Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Am 18. November 2022 hat der Herr Entweiherr dieses Album über Witches Brew auf die Welt losgelassen 

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist nun schon das elfte Album dieses Projektes. Darüber hinaus hat er noch je zwei Demos und EP’s und eine Compilation veröffentlicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Wie fast immer gebe ich auch hier die Schuld dem Metal Devastation Radio. Sowohl der Bandname als auch die Herkunft der Band haben mich neugierig gemacht, also hören wir mal rein.

    Wie finde ich die Scheibe: Die Vocals sind eindeutig Black Metal, da gibt es wenig dran zu drehen, aber der Rest ist in diesem Kontext doch reichlich ungewöhnlich. Sehr melodisch, richtig groovig und an der einen oder anderen Stelle fast schon popig. Normal kann man mich mit seltsamen Kombinationen schnell interessieren, aber hier ist die Kombination etwas zu seltsam für mich.

    Fazit: Wer sich dafür interessiert, wie das Album klingt, der kann gerne einmal reinhören. Ich könnte es als Power Black Metal bezeichnen, aber selbst da, kann ich mir Songs vorstellen die mir besser gefallen. Aber bildet euch doch selbst eine Meinung:

     

  • A La Carte mit Soup Dejour

    A La Carte mit Soup Dejour

    Bandname und Albumtitel: A La Carte mit Soup Dejour

    Genre: Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Am 25. November 2022 kam das Album auf die Speisekarte.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach einem Demo ist dies nun ihr Debütalbum.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Auch diese Schlachtplatte hat mir das Metal Devastation Radio an den Tisch gebracht. Leider ohne Getränk, aber dafür mit richtig geilem Sound und einer Extraportion Humor. Dann sehen wir mal, wie es schmeckt:

    Wie finde ich die Scheibe: Hier haben wir ein sehr abwechslungsreiches Menü zusammengestellt bekommen, von den beiden Köchen, dass uns vom Sänger serviert wird. Einige Stile werden hier zusammengerührt und schmoren lassen, bis richtig geile Songs auf dem (Platten)Teller laden. Mal technisch, mal brutal, mal rasend, mal verkopft aber immer auf den Punkt , wie es sich für ein gutes Steak, äh Album gehört.

    ABORTED EGGS BENEDICT schmeckt mir richtig gut, da hier mehr als nur eine Priese Bass im Death Metal verkocht wurde. Ein schweres Gericht mit dem gewissen Etwas, das es erst in die Riege meiner Favoriten erhebt. Hier bekommen Sie eine Fülle von Aromen geboten, die jedoch alle zueinander passen und ohne krasse Übergänge.

    Mit dem RANCID RISOTTO werden Freunde der verspielteren Death Metal Küche ihre Freude haben. Ein raffiniertes kleines Gericht, bei dem sich die Zutaten umspielen um, ohne sich zu überdecken. Ok, genug von dem Gourmet-Gelaber: Ein verdammt geiler Song, mit einem Interessanten Riffing, das einen schönen Kontrast zum bleischweren Unterbau bildet.

    Bei COCK POCKET habe ich zuerst gedacht, da hätte sich ein Le Scrawl Song eingeschlichen. Es fängt recht jazzig an, wandelt sich dann aber zu beten Death Metal, wenn auch etwas vom Jazz zu erahnen bleibt. Solche Mischungen mag ich immer sehr gerne.

    Fazit: Wie vielleicht zu erahnen war, hatte ich so richtig Spaß na dieser Review. Das Album hat mir extrem gut gefallen und ist eine klare Empfehlung für alle Köche und Connaiseure des Todesbleis. Ein abwechslungsreiches Album, dass zwar einem Thema folgt, aber zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. Also hört mal rein, ich habe jetzt Hunger:

     

  • Godslave und Siren’s Legacy am 03.12.2022 in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen

    Godslave und Siren’s Legacy am 03.12.2022 in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen

    Wer: Godslave und Sirens Legacy in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen

    Wann: Am dritten Dezember 2022

    Wo: In der Stummschen Reithalle in Neunkirchen Saar

    Wieso: Damit in der Adventszeit wohl mal vernünftige Musik gespielt wird und nicht immer nur Last Christmas und als Bonus, noch das bessere Alternativprogramm zu Powerwolf, die zur gleichen Zeit in der Saarlandhalle ihre Messe gelesen haben.

    Preis: 15 Euro sollte der Abend kosten.

    Das Konzert: Die Reithalle hat sich nicht verändert. Wäre ja auch schlimm. Ein achteckiges Gebäude, die Bühne dominiert den Innenraum, es ist theoretisch genug Platz für einen zünftigen Moshpit, nur müssen dann die Stehtische weggeräumt werden. Soweit ist also alles schonmal wie gehabt. Nur haben sie mittlerweile kein Bier mehr an der Theke. Nur Bitburger.

    Den Anfang machten SIREN’S LEGACY und die haben mich richtig beeindruckt. Nicht nur, dass die mit einem Neunsaiter angetreten sind, hier hat einfach das Gesamtpaket gestimmt. Verdammt guter Gesang, richtig druckvolle Drums und Songs die richtig Bock machen. Die werde ich auf jeden Fall im Auge behalten, auch wenn Symphonic Metal sonst nicht so meins ist, also will das schon was heißen.

    Danach sollten eigentlich BLESSED HELLRIDE kommen, aber wegen krankheitsbedingtem Drummermangel mussten sie absagen. Also kamen dann schon GODSLAVE, die auch unter einem Ausfall gelitten haben. So war der Sound etwas dünn, da Mika der Bassist auch wegen Krankheit ausfiel. Trotzdem haben sie, wie immer, richtig Gas gegeben. Die Setlist war auch wie immer solide, eine bunte Mischung aus alten und neueren Liedern. Auch einige meiner Lieblinge und das für mich wichtige „Show me your Scars“ waren vertreten. Für mich lohnt es sich immer, einen Gig von Godslave zu besuchen. Zum Schluss, bei „Vodcarnivore“ haben sie Tobi mit seiner Schießbude alleine gelassen, um vom Publikum aus zu spielen. Zum traditionellen Rausschmeißer sage ich nichts.

    Das Publikum war bei beiden Auftritten eher um die Stehtische gruppiert, so dass ich die erste Reihe für mich alleine hatte. Wohl auch wegen dem Konzert von Powerwolf, war die Halle nur zu etwa einem Drittel gefüllt, was aber beide Bands nicht davon angehalten hat, alles zu geben. Dafür gibt es von mir nochmal ein Extralob, denn sie hätten auch vor vollem Haus nicht mehr Party machen können.

    Fazit: Für mich war es ein gelungenes Konzert. Ich habe, für mich, eine neue gute Band kennengelernt und mal wieder bei Godslave meinen Nacken beansprucht.  Für mich war es wohl das letzte Konzert dieses Jahr und viel besser hätte der Abschluss nicht sein können. Wenn ihr also die Möglichkeit habt, seht euch beide Bands mal an. Und hier noch etwas Musik für euch:

    Godslave:

    Siren’s Legacy:

  • Time to Kill mit S.B.A.H.

    Time to Kill mit S.B.A.H.

    Bandname und Albumtitel: Time to Kill mit S.B.A.H.

    Genre:  Thrash Metal, Punk

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben sie am ersten November 2022, wohl über Slip Trick Records veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Soweit ich weiß, ist das ihr drittes Album.  

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Diesen, doch sehr interessanten Genremix hat mir das Metal Devastation Radio vorgestellt. Ich hatte Bock drauf, also hören wir uns das Album einmal an:

    Wie finde ich die Scheibe: Wie erwartet habe ich einen sehr spannenden Genremix bekommen. Den Punk bemerkt man stellenweise richtigen, bei anderen ist es eher durch die Laufzeit zu erahnen, denn nur einer der Songs ist länger als drei Minuten, aber dafür gibt es bei den einzelnen Liedern keine Längen. Sie haben sich wohl bei so ziemlich jeder Spielart des Punk bedient, denn ich habe sogar etwas Postpunk rausgehört? Was in dem Mix wirklich wild ist.

    Zum Beispiel beim Titletrack S.B.A.H., wo der Gesang hauptsächlich dunkel gefärbt und eher nur am Rande beteiligt ist. Er ist einfach da, aber genau in dieser Tonlage geht es auch zu den Thrash Passagen. Wirklich interessant und mir gefällt es.

    IM OUTTA HERE erinnert mich etwas an Psychostick, also ein richtig guter und vorallem auch irgendwo lustiger Song. Mal gibt es fiesen Thrash auf die Ohren, dann wieder der eher punkige Refrain. Richtig gut geworden das Stück.

    PISSED OFF ist so richtig schön groovig geworden, dazu noch etwas Zynismus, gut mit einer Klampfe umrühren und fertig ist ein Song, der mir gefällt. Zwar eher ruhig, im Vergleich zu anderen Tracks des Albums, aber richtig stark geworden.

    Fazit: Ein verdammt starkes Album haben die da abgeliefert, weder in den Songs, noch im ganzen hat es irgendwelche Längen, dazu noch ein paar musikalische Experimente. Wird zwar nicht jedermanns Geschmack treffen, aber scheiß drauf. Mir gefällt es und Freunde des Thrash Metals können hier auf jeden Fall mal reinhören.

  • Lordi, Almanac und Enemy Inside am 30. November 2022 in der Garage Saarbrücken

    Lordi, Almanac und Enemy Inside am 30. November 2022 in der Garage Saarbrücken

    Wer: Lordi, Almanac und Enemy Inside

    Wann: 30. November 2022

    Wo: In der Garage Saarbrücken

    Wieso: Zur Feier, das diese bekloppten ganze vier Alben dieses Jahr veröffentlicht haben die zu der ganze sieben Alben umfassende Box, die sie letztes Jahr rausgehauen haben.

    Preis: 35 Gelder sollte das Konzert kosten.

    Das Konzert: Die Location hat sich nicht geändert, nur dieses Mal haben sie ein paar Stehtische aus dem Foyer in den Hauptraum geräumt und aus irgendeinem Grund dort die Bar dicht gemacht. Naja, gibt schlimmeres: Immernoch die Bierauswahl, obwohl die noch schlimmer sein könnte. Macht endlich einen Vertrag mit Bruch. Aber kommen wir zu den Bands:

    Den Anfang machten ENEMY INSIDE. Ich weiß nicht, wie ich ihren Stil beschreiben soll. Einerseits eine generische Female Fronted Bands, aber sie spielen verdammt heavy, sodass man jederzeit mit Breakdowns oder ein paar Growls rechnen würde. Ich glaube sowas bezeichnet man als „Modern Metal“ Ja Female Fronted hat bei mir einen schweren Stand, aber die haben etwas, auch wenn es nicht so ganz mein Stil ist. Vielleicht fehlt einfach noch eine Klaviatur irgendwo, die den Gesang unterstützen würde, der nebenbei bemerkt richtig gut war.

    ALMANAC war die zweite Vorband und, wäre man böse, könnte man sagen, dass das ein Gitarrenporno war. Verdammt kann der Kerl in die Saiten greifen. Ich hatte daran richtig Spaß, auch wenn sehr viel instrumental war. Da der eigentliche Sänger nicht dabei sein konnte, hat er sich Unterstützung geholt und die hat es in sich. Naja wer so Klampfe spielen kann, der gibt sich nicht mit irgendwelchen Leuten zufrieden. Das werde ich auf jeden Fall mal im Auge behalten.

    Den Abschluss und Höhepunkt bildeten LORDI. Erstmal ein paar Worte zum Bühnenbild, denn da haben die wirklich alles aus der, doch recht kleinen, Bühne in der Garage rausgeholt. In der Mitte, wo normalerweise die Drums stehen hatten sie ein Tor, durch dass das Chefmonster die Bühne betrat. Links daneben die Schießbude und auf der rechten Seite war das Keyboard aufgestellt, hinter diesem noch eine Fahne mit dem Konterfei der Keyboarderin. Über dem Tor hingen die Köpfe aller fünf Bandmitglieder.

    Alle kamen auch in voller Montur heraus, was richtig gut ausgesehen hat. Ich will nicht wissen wie lange sie brauchen um die Kostüme und Masken anzulegen, dass das ganze so gut gemacht ist. Dann ging es auch schon los mit der Show und es war wirklich eine Show. Wo andere Band, so gut sie auch sind, einfach nur herumstehen oder etwas über die Bühne flitzen, gab es hier richtig was zu sehen. Mehrmals legte der Chef noch andere Kostüme über seinem Bühnenoutfit an, oder holte von hinten einige Gimmicks, wie es gerade zu den Liedern passte und bei einigen, haben die Musiker mit ihren Aktionen auch Geschichten erzählt. Was Rockshows angeht, mit Betonung auf Show, rangieren sie kurz hinter Alice Cooper den ich 2010 in Wacken erleben durfte.

    Zwischen den Liedern gab es immer ausschweifende Ansagen, aber auch diese hatten einen hohen Unterhaltungswert, besonders, da seine deutschen Lieblingswörter wohl „Scheiße“ und „Ja ja“ sind. Bei letzterem hat er auch für die ganz Doofen die Bedeutung erklärt. Das wurde vom Publikum auch immer als Bestätigung verlangt. Was die Songauswahl angeht, gibt es nichts zu meckern. Sie spielten einiges an „old Scheiße“ unter anderem auch meinen Lieblingssong von ihnen (Blood Red Sandman) aber auch „Neue Scheiße“ wie den Neuzugang zu meiner Weihnachtsplayliste (Merry Blah blah blah). Der einzige Kritikpunkt den ich habe, betrifft das Kunstblut, das mittels einer „Kreissäge“ ins Publikum gespritzt wurde. Zu wenig und zu durchsichtig. Dabei hatte irgendwer sogar ein Warnschild angebracht, dass darauf hinwies, dass man in den vorderen Reihen nass oder mit Kunstblut bespritzt würde.

    Fazit: Was bleibt mir noch zu sagen? Eine verdammt guter Abend mit guter Musik, auch wenn ich mir bei ENEMY INSIDE noch nicht so ganz sicher bin, und einer klasse Show zum Abschluss. Also wer große Bühnenbilder und eine fast theaterhafte Darbietung mag, der sollte sich LORDI wirklich einmal live ansehen. Hier noch etwas Musik für euch:

    Lordi:

    Almanac:

    Enemy Inside:

  • Methane mit Kill it with Fire

    Methane mit Kill it with Fire

    Bandname und Albumtitel: Methane mit Kill it with Fire

    Genre: Groove Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album wird am 27. Januar 2023 wohl in Eigenregie auf die Welt losgelassen.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist ihr drittes Album, nach drei Singles und zwei EP’s.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Erneut kommen die Einschläge des Metal Devastation Radio Geschützes Näher. Hier haben mich Sowohl Bandname als auch Albumtitel neugierig gemacht und das so sehr, dass ich dieses Album weit vorgezogen habe. Also hören wir mal rein.

    Wie finde ich die Scheibe: Ich habe keine Ahnung, was zum Geier Groove Metal sein soll. Ja, ja Pantera und so, aber das ganze läuft bei mir unter Thrash und dessen Spielarten. Aber genug davon, kommen wir zur Musik: Das Album klingt nicht schlecht. Der Gesang ist schön zornig, die Saitenfraktion baut hier auch viel Groove ein (sollten sie auch, wenn sie das ganze als Groove Metal bezeichnen) und das Schlagzeug ist auch mit dabei. Ja hier ist es einfach nur existent, was dem ganzen keinen Abbruch tut. Ich finde das Album lebt eher von den Klampfen und dem Gesang. Zwar nicht überragend, aber durchaus anzuhören und ein paar starke Songs lassen sich auch ausmachen.

    Der Opener und Titletrack KILL IT WITH FIRE liefert einen guten Eindruck, was einen auf dem Album erwartet. Wechsel zwischen Mid-Tempo und rasantem Gebolze, dazu ein Sänger, der so richtig angepisst ist aber noch von der breiten Masse verstanden werden will. Hier passt es alles zusammen und der Track geht auch direkt in den Nacken. Also alles richtig gemacht.

    Genau in der Mitte haben wir meinen nächsten Favoriten des Albums: SHOCK AND AWE. Hier geht es schön heavy zur Sache, dazu gibt es einen eingängigen Refrain. Fertig ist ein ordentlicher Song, den man getrost in eine Thrash-Playlist packen kann und der da auch heraussticht.

    Irgendwas hat DOWN IN THE GUTTER, dass mich nostalgisch werden lässt. Es erinnert mich etwas an den Kram, der in den 2000ern so auf MTV als Metal gelaufen ist. Früher habe ich den Kram gehasst, mittlerweile kann ich damit etwas anfangen. Fehlt eigentlich nur noch ein DJ, der zur Musik Schallplatten misshandelt.

    Fazit: Das Album ist wirklich hörenswert, es hat seine Stärken, auch wenn es an einigen Stellen etwas generisch klingt.  Wer Thrash mag, besonders in Richtung Pantera und Co, kann sich das Album schonmal auf seinen Zettel schreiben und bis dahin mal hier reinhören:

     

     

  • Devilpriest mit In Repugnant Adoration

    Devilpriest mit In Repugnant Adoration

    Bandname und Albumtitel: Devilpriest mit In Repugnant Adoration

    Genre: Black/Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am zwölften November 2022 über Odium Records raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr zweites Album. Mehr gibt es nicht, keine Demos, keine Singles, keine Splits.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Das heutige Geknüppel und Gewalze wird meinen verehrten Lesern vom Metal Devastation Radio präsentiert, denen die daran schuld sind, dass ich hier noch nicht meine ganze Sammlung besprochen habe. Danke dafür.

    Wie finde ich die Scheibe: Ich glaube, hier haben sie sich bei ihren Landsleuten von Behemoth inspirieren lassen, denn stellenweise klingt es nach denen, nur in gut. Hier und da fieses Geballer, dann kommen walzende Passagen und auch Melodien lassen sich entdecken, wenn man danach sucht. Dazu kommen Growls, die auch den Spagat zwischen Death und Black Metal schaffen, einerseits heißer und keifend und doch grollend. Soweit so gut, kommen wir zu meinen Empfehlungen:

    ADORATION/SHEM-HAM-FORASH eröffnet das Album und bietet direkt einen guten Überblick, was uns bei den anderen sechs Songs erwartet. Was sie hier gemacht haben, ist für mich immer ein zweischneidiges Schwert. Wenn die Band beschließt, dass die Hörer unbedingt das Intro und den ersten echten Song am Stück hören sollen und beides zusmamenschneiden, dann kann das, wie hier, gut gehen und die Wirkung beider Stücke verstärken, oder wie bei anderen Bands, kann es dafür sorgen, dass der Track eher geskipt wird, weil man sich nicht das unnötige Vorspiel geben will. Hier hat es geklappt.

    WALPURGIS nimmt sich im Hauptteil etwas zurück, was das Tempo angeht, packt dafür aber noch eine Schippe Heavyness mit drauf, dazu ein verdammt geiles Riff, das für einen Wiedererkennungswert sorgt. Den Song haben sie, zurecht wie ich finde, vorab veröffentlicht.

    Fazit: Ein starkes Album, das zeigt, dass es noch gute Death/Black Bands gibt. Viele machen mit diesem Genremix einfach irgendeinen Quatsch, Hauptsache schnell, laut und böse. Hier bekommen wir aber sieben starke Songs, naja ein Cover ist dabei, die sich gut weghören lassen und dabei sogar noch einen Eindruck hinterlassen. Also Freunde des Schwarzmetalls und Todesbleis, hört hier mal rein.

     


Full Metal Mayhem

Reviews und anderes zum musikgewordenen Wahnsinn, auch als Metal bekannt