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Mournful Winter mit Viscus et Os

Bandname und Albumtitel: Mournful Winter mit Viscus et Os
Genre: Black Metal.
Veröffentlichungsdatum: 23. Mai 2020
Auf welchem Label veröffentlicht: Hier hat sich Narbentage Produktionen um den Vertrieb gekümmert.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr zweites Album, darüber hinaus gibt es noch zwei Splits und eine Demo.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Vor zwei Jahren sah ich sie auf der SAARtanica in Neunkirchen und während ihres Auftritts beschloss ich meine Reviews hier(Damals noch meine alte Adresse) zu veröffentlichen und meine erste CD-Review hier war zu ihrem damals aktuellen Album In Death a Bliss.
Wie finde ich die Scheibe: Ein starkes Album, das mit unerwarteten Trümpfen aufwartet, wenn man die Band noch nicht kennt. Also hören wir mal rein:
UNFATHOMABLE CHAOS eröffnet mit mächtigen Drums, zu denen sich fast schon Brutal-Death-Metallische Gitarren gesellen, doch sobald der Gesang einsetzt, wir klar, dass hier reinster Black Metal durch die Gehörgänge geschossen wird. Die Vocals erinnern mich leicht an Silencer. Zwischendurch gibt es auch fast klare Passagen, ebenso wie ruhigere Stellen, in diesem Schwarzmetall-Gewitter.
MOONLESS SKIES gibt ebenso wie sein Vorgänger am Anfang ordentlich Gas. Das Tempo wird ziemlich konstant gehalten und die Vocals werden eher abgehackt vorgetragen, was eine leicht wahnsinnige Atmosphäre erschafft. Hin und wieder lässt sich auch eine unverzerrte Melodie auf einer Gitarre unter dem Geballer der Drums ausmachen, so gut versteckt, dass man sie gut überhören kann. Etwa nach der Hälfte wird das Lied ruhig und statt der einen Gitarre kommt eine Mandoline hinzu, die zwar ungewöhnlich aber richtig gut in dem ganzen klingt. Naja ich bin sowieso ein Freund von Bands, die eher ungewöhnliche Instrumente in ihre Musik einbeziehen.
DYSTHYMIA fängt ruhig an, mit einer Akustikklampfe, die eine ruhige Melodie spielt, kurz darauf kommt das Schlagzeug dazu und bald darauf auch der Gesang. Wie die vorigen Texte klingt auch dieser sehr düster und melancholisch, aber hier kann ich etwas mehr herauslesen. Auch hier kommt die Mandoline wieder zum Einsatz und verleiht der Musik etwas einzigartiges.
BEREAVEMENT ist ein sehr ruhiges Instrumental, wohl nur auf einem Synthie gespielt. Ein schönes Stück, auf jeden Fall etwas um es sich in aller Ruhe anzuhören.
DESOLATION OF SOULS kehrt wieder zum Black Metal zurück und fängt schön mit Gitarren und Schlagzeug an. Darauf entspinnt sich ein treibender Track voller Melancholie und Misanthropie. Immer wieder kommen ruhige Abschnitte, die für etwas Abwechslung sorgen und die Düsternis der Musik verstärken.
VISCUS ET OS beendet das Album, wieder mit einer Akustikgitarre, die das Lied einleitet. Als der Song so richtig loslegt fühle ich mich stärker als zuvor an Silencer erinnert. Etwa in der Mitte kehrt die Akustikklampe wieder und wird von einer Klarinette unterstützt. Hier haben wir schon das zweite eher ungewöhnliche Instrument der Band. Sie klingt trotz der Gitarre und dem Schlagzeug einsam und klagend, was mir richtig gut gefällt.
Fazit: Wie schon das Vorgängeralbum gefällt es mir richtig gut und ich kann ohne Probleme eine Empfehlung aussprechen, wenn man nichts gegen eher ungewöhnliche Instrumente im Black Metal hat. Hört am besten selbst einmal rein und genießt die Musik:
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Mournful Winter mit In Death a Bliss

Bandname und Albumtitel: Mournful Winter und In Death a Bliss
Genre: Black Metal
Veröffentlichungsdatum: 16. Dezember 2017
Auf welchem Label veröffentlicht: Sie haben das Album in Eigenregie rausgebracht
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Von 2014 existiert noch eine Demo und dieses Jahr, 2018, haben sie noch eine Split herausgebracht.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Tja, das war der typische Beifang. Auf der SAARtanica haben sie eröffnet und mir ganz gut gefallen. Später ergab sich noch ein Gespräch mit der Multiinstrumentalistin Befana. Im Verlauf dieses Gesprächs bekam ich die CD und beschloss wenig später diesen Blog zu eröffnen. (Damals noch unter anderer Adresse)
Wie finde ich die Scheibe: Bisher ganz gut. Aber gehen wir Track für Track dadurch, damit ihr einen genaueren Einblick bekommt.
GREY DAYS OF RAIN eröffnet die Scheibe, ein Instrumentalstück, das aus Regengeräuschen und ich glaube einem Synthie und Klavier besteht. Sehr ruhig, das nächste Lied ist im Vergleich dazu ein echter Stilbruch.
IN DEATH A BLISS, der Titletrack, kommt im Midtempo daher zieht in den Gesangsfreien Passagen an und macht mir richtig Spaß. Der Gesang besteht aus einzelnen Schreien, eher hoch aber rau, auf jeden Fall eigen. Gegen Ende erscheint noch ein Block in gesprochener Form, was eine kleine aber stimmige Abwechslung darstellt. Ganz am Ende erscheint eine Klarinette, die mit ihrem doch eher warmen Klang einen Kontrast zur frostigen Stimme bildet, obwohl sie doch klagend klingt, auch nachdem alle anderen Instrumente verstummt sind.
INFLAMED SCARS legt gleich wieder los. Hier ist das Schlagzeug dominanter, das Tempo etwas gedrosselt, mit einem Slow-Tempo-Part im ersten Drittel, dem Zornausbruch folgt, um dann im Midtempo weiterzumachen. Auch der Gesang ist leiser, ein wirklich interessantes Stück.
IN THE PALE SHADOWS OF THE MOONLIGHT WE DWELL ist das vierte Stück, das mit einem rumpelnden Schlagzeug beginnt und dann fast so klingt, als hätten die Musiker vergessen, wie es weitergeht, nur ganz leise kann man noch die Gitarren hören, ein Schrei unterbricht diese Pause und sofort geht es weiter. Wieder ein interessantes Stück, wobei in dieser Review das Wort interessant in der denkbar positivsten Art und Weise gebraucht wird.
Nummer fünf, PASSING, ist wieder ein Instrumental, für das wieder ein atmosphärischer Synthie verwendet wurde.
SPECTRAL VISIONS OF THE ABYSS, ist bisher das schnellste Stück mit einem schönen Doom-Part in der Mitte.
SCORNED BY LIGHT ist das mit Abstand längste Lied und beendet den gesungenen Teil des Albums. Es beginnt ruhig mit einer einzelnen, sägenden Gitarre, die fast schmerzhaft lange alleine bleibt, bis der Rest der Band im Midtempo dazu stößt.
LOST MOMENTS beendet das Album wie es begann, mit einem Instrumental, jedenfalls laut Metal-Archives, jedoch ist eine Stimme zu hören, ebenso wie der Regen.
Fazit: Mir gefällt das Album ziemlich gut. Die Produktion ist schön Old-School, ohne nach Kaputtem Tapedeck zu klingen. Einzig die Instrumentals stören mich etwas, vor allem das in der Mitte. Sonst habe ich nichts am Album auszusetzen. Eine Empfehlung von mir, hört euch auf jeden Fall den Titeltrack an, den ich im Anschluss verlinkt habe.
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Krvvla mit X

Bandname und Albumtitel: Krvvla mit X
Genre: Black Metal
Veröffentlichungsdatum: Sie bringen das Album am vierten Februar 2022 raus.
Auf welchem Label veröffentlicht: Verlegt wird das ganze über Brucia Records.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies wird ihr erstes Album, davor haben sie drei EP’s, zwei Singles und ein Demo rausgehauen.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Wieder etwas von Anubi-Press, und war gleich gespannt. Entweder ist eine Band, die V’s statt U’s verwendet richtig gut, oder grottenschlecht und will einfach nur trve sein. Also hören wir mal rein.
Wie finde ich die Scheibe: Hier habe ich wohl Glück gehabt. Die Band taugt was. Was die Arbeit an den Instrumenten angeht, kann ich kaum meckern. Hier stimmt fast alles. Die Drums hätten ein wenig aggressiver sein können was den Mix angeht, die Klampfen sind etwas in den Hintergrund gerückt aber das sind Kleinigkeiten über die ich mich hier nicht aufregen will. Die Vocals sind richtig gut. Mal kreischend, mal grollend, immer so wie es gerade zum Rest passt.
XIII ist mein ganz klarer Favorit auf dem Album. Bei dem Song stimmt alles. XVII gefällt mir auch richtig gut, besonders da hier mit psychotischen Gitarren gearbeitet wird, was bei mir immer für Bonuspunkte sorgt.
Fazit: Hier haben wir ein verdammt gutes Stück Schwarzmetall aus Belarus. Freunde desselbigen werden wohl gefallen daran finden. Hier als Hörprobe eines ihrer früheren Werke:
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Majestica mit A Christmas Carol

Bandname und Albumtitel: Majestica mit A Christmas Carol
Genre: Power Metal
Veröffentlichungsdatum: Veröffentlicht wurde das Album am vierten Dezember 2020
Auf welchem Label veröffentlicht: Nuclear Blast haben das Album verlegt und es verkackt, pünktlich zu Weihnachten die Vinylversion auf Lager zu haben.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Das ist ihr zweites Album unter diesem Namen. Dazu gibt’s noch drei Singles. Als ReinXeed haben sie noch sechs weitere Alben, zwei Compilations und je eine EP und Demo rausgebracht
Wie habe ich die Band kennengelernt: Ich war da letzte Woche gerade auf dem Weg zur Arbeit, als etwas seltsames im Radio lief. Das Autoradio ist auf Classic Rock Radio eingestellt und normal läuft da ziemlich wenig Metal, aber ich hörte da plötzlich Power Metal, der auch noch weihnachtlich klang und das garnichtmal so schlecht. Als schnell den Superheld aktiviert und rausgefunden, wie Band und Lied heißt. Und jetzt sind wir hier.
Wie finde ich die Scheibe: Hier erlebt man Im Prinzip keine Überraschungen, da das Album hält, was es verspricht. Power Metal und Weihnachten. Die Schweden schaffen es richtig gut, Weihnachtensstimmung aufkommen zu lassen, ohne dass es allzu kitschig wird. Wie zu erwarten ist der Gesang klar und meist recht hoch, aber das ganze wird auch gerne mal kontrastiert, hier und da sogar mit sowtwas ähnlichem wie Growls. Auch die Gitarrenarbeit kann man nur loben und das Schlagzeug macht seinen Job. Daraus hätten die sogar ein Musical machen können und ich glaube, ich hätte es mir sogar angesehen.
Ein ganz klarer Favorit ist für mich GHOST OF MARLEY, was auch der erste Track war, den ich damals im Radio gehört habe. Ein richtig schönes Duett, das besonders in Verbindung mit dem Video funktioniert. Auch GHOST OF CHRISTMAS PAST finde ich richtig klasse, besonders da der Anfang schön piratig klingt, was zwar etwas deplatziert wirkt, ich aber verdammt geil finde. GHOST OF CHRISTMAS PRESENT klingt wirklich groß und majestätisch, wie ich meinen Power Metal mag. GHOST OF CHRISTMAS TO COME wirkt so, als könnte es auch in Tim Burtons Charlie und die Schokoladenfabrik vorkommen.
Fazit: Ich bin mir durchaus bewusst, dass soetwas hier, zwischen Black Metal und Brutal Death schon die Geister scheiden kann, aber so ist das auf meinem Blog, ich bespreche worauf ich Bock habe. Und was ich gern finden wird eben auch gut bewertet. Hier gibt’s von mir eine klare Empfehlung für Freunde des Heavy und Power Metal, besonders wenn sie etwas Hintergrundmusik für Weihnachten brauchen. Also hört mal rein:
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Godslave mit Positive Aggressive

Bandname und Albumtitel: Godslave mit Positive Aggressive
Genre: Thrash Metal

Auf welchem Label veröffentlicht: Dieses Album haben sie auf Metalville rausgebracht.
Veröffentlichungsdatum: Seit dem 23. Juli 2021 ist es draußen. Sonstige
Veröffentlichungen der Band: Endlich ist ihr sechstes Album fertig und liegt mir vor. Dazu gibt’s noch vier Splits, zwei EP’s und je eine Single, Compilation und ein Video.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Man schrieb das Jahr 2011, ich war das erste mal auf dem Metallergrillen. Ich kannte eine einzige Band, die dort auftrat, Cripper, aber Godslave haben mich sofort begeistert. Später, im nächsten Jahr bei einem Konzert in der Garage, habe ich mich dann mal mit CD’s eingedeckt und seit dem bin ich der Band verfallen. UND JA, es war 2011 auf dem Metallergrillen, auch wenn ihr es mir nicht glauben wollt. Darum kommt auch ein Bild vom Ticket hier drunter.

Wie finde ich die Scheibe: Es ist wieder eine richtig starke Scheibe, aber bevor ich mit euch die Songs durchgehe, noch ein paar Worte zu der richtig genial gewordenen Box. Hier hat sich die Band wirklich selbst übertroffen. Denn die Special Edition kommt in einer Großen Pappbox, die neben dem Album noch einen exklusiven Patch, fünf Bierdeckel und einen Flaschenöffner enthält. Letzterer wird wohl für immer in der Box bleiben, da ich IMMER ein Opinel dabei habe, dass noch an keinem Bier gescheitert ist. Aber somit haben wir die nötigen Werkzeuge für das Trinkspiel, dass sie sich ausgedacht haben. Fünf Kronkorken als Spielfiguren, einen Würfel und ein Spielbrett, bei dem man sich herrlich zum Löffel machen und natürlich betrinken kann, bilden die Abendunterhaltung, wenn man mit seinen Freunden zusammen sitzt. Dazu war im Paket noch ein Poster, ein Gutschein für den Onlineshop, ein Sampler und von ihren Freunden von Eradicator noch ein Flyer, dessen Promocode einfach nur genial ist. So genug gelabert, hören wir uns die Scheibe an:
HOW ABOUT NO wurde als erstes ausgekoppelt um die Scheibe zu promoten und eröffnet auch hier. Der Track geht stramm nach vorne und schon hier bekommt man alles, was man von Godslave kennt und liebt: eine geile Mischung aus Groove und hartem Geknüppel, einen Text der einen aufbaut, wenn es einem Scheiße geht, ohne nach Friede-Freude-Eierkuchen zu klingen und den transportiert von unserem Gift und Galle spuckenden Thommy. Auch wenn ich mir hier mehr davon gewünscht hätte.
POSITIVE AGGRESSIVE rumpelt schön vor sich hin und und definiert die Richtung des Albums und wie ich finde, der ganzen Discographie. Sie sind einfach aggressiv, gegen alles was einem kaputt macht. Das mag zwar nach einem schlechten Kalenderspruch klingen, aber die Jungs ziehen es durch. Ich weiß nicht, wie oft mich ihre Musik schon wieder aufgebaut hat.
STRAIGHT FIRE ZONE nimmt das Tempo erst einmal etwas zurück und dreht dafür die Heavyness auf. Hier geht der Song auch eher in Richtung Doom. Das war glaube ich der Zweite Song, den sie vorab veröffentlicht haben, und bei ihm habe ich etwas gebraucht, um damit warm zu werden. Hier hatte ich eigentlich kompromissloses Geballer erwartet, doch mittlerweile höre ich den Track echt gerne.
FROM DRIVEN hatte das wohl coolste Video, aller im Vorfeld veröffentlichter Videos. Seht es euch einfach an. Auch hier geht es wieder schön heavy zur Sache und mir fällt auf, dass die Band mittlerweile einige Catchphrases hat, die ich ihnen direkt zuordnen kann. Der Song ist ganz ordentlich, schön um ihn zwischendurch laufen zu lassen.
FLAP OF A WING besticht direkt durch die Mischung aus Heavyness und Groove, dazu kommt Thommy’s Geknurre und ein Text, der wohl von der Chaostheorie inspiriert ist. Hier hat sich Wohl Manni die Finger wund gespielt, bei den doch sehr frickeligen Gitarrenlinien. Mir macht das Lied jedenfalls richtig Spaß und es ist definitiv bei meinen Favoriten dabei.
KING KORTEX hat einen ganz eigenen Drive, der sich direkt in meinen Gehörgängen festsetzt. Das dürfte mit Sicherheit eine Ständige Nummer auf Konzerten werden, hier sehe und höre ich schon die ganze Slavecrew, oder ist es mittlerweile das Bloodbound Pack, die Fäuste in die Luft recken und sich die Lunge aus dem Leib brüllen. Direkt noch ein Eintrag in meine Favoriten.
SHOW ME YOUR SCARS ist einfach nur grandios. Für mich und auch wohl für viele andere hat es eine ganz spezielle Bedeutung, denn hier wurde das Bloodbound Pack dazu aufgerufen, die Narben, die man mit sich herumträgt zu zeigen und ganz besonders, dass man sich von diesen nicht unter kriegen lässt. Ich habe schon lange gelernt mit meinen zu leben, aber ich bin sicher das Videoprojekt hat dem einen oder anderen geholfen. Hier haben sie wohl auch ein Cello mit eingebaut. Eine richtig geile Idee, aber die haben ja schon öfter seltsame Instrumente dazugenommen.
I AM WHAT IS fängt ziemlich seltsam an, doch nach dem sehr dezenten Intro geht es in gewohnter Weise weiter. Hier fehlt mir aber irgendwie der letzte Kick. Es ist kein schlechter Song, aber er bleibt hinter dem Rest des Albums zurück, also gehen wir lieber weiter zum nächsten.
SEE ME IN A CROWN wäre allerspätestens ein Instrumental gewesen, aber darauf hatten sie wohl dieses mal keinen Bock. Stattdessen gibt es noch einen Song, der mich etwas vom Gefühl an From Driven erinnert. Ein starker Song.
FINAL CHAPTERS FIRST gönnt sich zum Abschluss ein ziemlich langes Intro und gibt dann richtig Gas. Hier kommt auch nochmal so richtig Gift und Galle zum Einsatz, aber nicht durchgehend, was dem ganzen einiges an Abwechslung einbringt. Was bleibt noch zu sagen, außer, dass wir einen ordentlichen Kracher zum Schluss bekommen haben.
Fazit: Sowohl das Album als auch die Box sind wirklich gut geworden. Zwar würde ich mir etwas mehr Härte in den Songs wünschen, aber ich bin wohl von der Into the Black zu sehr beeinflusst. Eine klare Empfehlung an die Thrasher da draußen und mir bleibt jetzt nur noch eine Frage zu stellen: Wann bringen sie die Bierdeckel in 10er, 50er und 100er Packungen in den Shop?Hier könnt ihr mal reinhören, falls ihr das Video nicht schon auswendig gelernt habt:
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Uwu mit Anime Girl Extinction

Bandname und Albumtitel: Uwu mit Anime Girl Extinction
Genre: Brural Death Metal/ Goregrind
Veröffentlichungsdatum: Veröffentlicht wurde die EP am 20. November 2021.
Auf welchem Label veröffentlicht: Das Album wurde im Selbstverlag rausgebracht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist das dritte Album dieses Projekts, dazu gibt es noch 16 Singles, zwei EP’s und je eine Split und Demo. Den ganzen Kram bekommt man auch für nen schmalen Dollar bei Bandcamp.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Gestern habe ich mit einem Kumpel mal den YouTube-Kanal von Slam Worldwide durchforstet und das Album sprang mir direkt ins Auge und es klang nicht schlecht, also her damit.
Wie finde ich die Scheibe: Das Album taugt echt was. Mal rasend, mal groovig, mit ordentlich Pappkartondrums und Vocals, die keine Sau versteht. Und am wichtigsten für das Genre, die Musik nimmt sich überhaupt nicht ernst. Viel bleibt mir hier sonst nicht mehr zu sagen, also gehen wir gleich zu meinen Empfehlungen.
SHOUJO MANHUNT eröffnet das Album und gibt gleich die Richtung vor. Die Pappkartons werden ordentlich malträtiert, während die Klampfe herumgroovt und ein Ochsenfrosch das Mikro belästigt. Also alles so, wie es sein soll. SLAMMING YOUR WAIFU klingt stellenweise, als hätte man für den Rhythmus einfach ein paar Backsteine in eine Waschmaschine geworfen. Hier wird eindeutig nicht mit Härte und Brutalität gegeizt. Am besten jedoch gefällt mir der Titeltrack ANIME GIRL EXTINCTION, hier stimmt im Prinzip alles.
Fazit: Wer auf Brutal Death und/oder Goregrind steht, der wird hier auf jeden Fall fündig. Das könnte ich mir sogar auf dem einen oder anderen Festival vorstellen. Deathheads sollen unbedingt mal reinhören. Bleibt nur noch eine Frage zu beantworten: Was zur Hölle soll Uwu bedeuten?
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Faustus mit Lipsia

Bandname und Albumtitel: Faustus mit Lipsia
Genre: Black Metal.
Veröffentlichungsdatum: Obwohl mir diese EP erst letzte Woche geschickt wurde, kam sie schon am 18. Juli 2019 raus.
Auf welchem Label veröffentlicht: Rausgebracht wurde es von Careless Records.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Vor dieser EP haben sie noch ein Demo aus dem Jahre 2004.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Das hat mir wieder das Metal Devastation Radio geschickt. Ursprünglich aus Kirgisistan, jetzt in Sachsen, das macht mich schon etwas neugierig.
Wie finde ich die Scheibe: Hier bekommen wir ein Intro, dass hauptsächlich auch Wind besteht aber danach wird der Black Metal entfesselt. Zwar nicht rasend, aber dafür Kraftvoll, trotz einige Synthiepassagen und dem einen oder anderen Einsatz von klarem Gesang. Wenn die Vocals aber standesgemäß zum Einsatz kommen, dann als fiesestes Gekreische.
Zu empfehlen ist besonders der Track NATUR IS SÜNDE, GEIST IST TEUFEL, der mich am meisten gepackt hat. Weniger Spaß machen mir das Intro und Ourto, obwohl letzteres lediglich so klingt, als wäre ihnen hierfür kein guter Text eingefallen.
Fazit: Solider, wenn auch recht ungeschliffenes Schwarzmetall, dass man sich durchaus mal geben kann. Definitiv hörenswert, aber kein muss. Aber bildet euch selbst eine Meinung:
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Nexus Imperium mit Nexus Imperium

Bandname und Albumtitel: Nexus Imperium mit Nexus Imperium
Genre: Black Metal.
Veröffentlichungsdatum: Die EP ist seit dem 17. Juni 2021 draußen.
Auf welchem Label veröffentlicht: Sie wurde wohl in Eigenregie veröffentlicht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Diese EP ist ihre Debüt, also mehr als die fünf Songs gibt’s bislang nicht.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Auch hier hat mir das Metal Devastation Radio wieder etwas interessantes zugeschickt und wir hören es uns jetzt mal an.
Wie finde ich die Scheibe: Wie fast überall ist der erste Track ein Instrumental und daher eher semiinteressant. Hier noch weniger aber danach geht es ordentlich zur Sache. Teilweise klingen die Vocals ein wenig nach Goregrind. Aber an und für sich nicht schlecht, nur finde ich die ruhigen Passagen, besonders das letzte Drittel von COSMIC DISTURBANCE etwas deplatziert. Dafür wird dabei der Synthie cool eingesetzt.
Wenn ich einen Song empfehlen sollte, dann wäre es das unten verlinkte THERMAL PERFECTION. SEEDS und EXPANSION kann man sich zwar auch anhören, aber die kicken nicht so sehr. Die Band hat einige interessante Ideen, leider werden zu viele davon in einen Track gepackt.
Fazit: Kann man sich anhören, muss man aber nicht. Für den einen oder anderen Musik-Nerd könnte es ganz interessant sein, aber ich werde die Band eher nichtmehr auflegen. Allein wegen dem für Black Metal doch recht untypischen Gesang gibt’s von mir ein Hörenswert. Aber hört doch selbst mal rein:
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Vulnificus mit Innomination

Bandname und Albumtitel: Vulnificus mit Innomination
Genre: Brural Death Metal
Veröffentlichungsdatum: Rausgebracht wurde die EP am 26. November 2021.
Auf welchem Label veröffentlicht: Sie haben die EP wohl in Eigenregie veröffentlicht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Diese kleine EP ist das erste Lebenszeichen der Band.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Bei Brutal Death Metal werde ich immer neugierig und als das Metal Devastation Radio mir diese EP schickte, da konnte ich nicht nein sagen.
Wie finde ich die Scheibe: Im Prinzip Brutal Death, wie er sein sollte, doch irgendetwas fehlt mir da noch. Die Drums sind, wie bei vielen Bands des Genres eher unspektakulär die Klampfe schreddert sich schön durch die drei Songs und ich verstehe kein Wort von dem was mir da erzählt werden soll, also sind die Vocals schon mal brauchbar. Vielleicht müssen sie noch ihren Stil finden.
Fazit: Potential sehe ich da, alles ist schön heavy, brutal und rasend, eigentlich eine richtig geile Mischung, aber der letzte Schliff fehlt mir hier noch. Ich bin auf jeden Fall auf ihr Album gespannt, dass sie für nächstes Jahr planen. Bis dahin, hört mal hier rein:
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Valar Morghulis mit Among the Ashes

Bandname und Albumtitel: Valar Morghulis mit Among the Ashes
Genre: Death/Thrash Metal.
Veröffentlichungsdatum: Diese Sigle ist seit dem 31. August 2021 draußen.
Auf welchem Label veröffentlicht: Die beiden Songs haben sie wohl selbst veröffentlicht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Zuvor gab es schon eine EP, von dieser noch jungen Band.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Auch diese Single kam vom Metal Devastation Radio und vielleicht überbrückt sie die Zeit bis zur achten Staffel.
Wie finde ich die Scheibe: Nach einem recht melodischen Intro geht es dann aber schön heavy weiter und hier kann ich die Vocals nur loben. Sie klingen richtig fies, sind doch verständlich.
Beide Song gefallen mir ziemlich gut, doch ist hier eher die B-Seite, also PREDATORY IMPULSE zu empfehlen.
Fazit: Erinnert wirklich etwas an die guten Zeiten von Amon Amarth. Dazu hier und da noch ein wenig Keyboardeinsatz und fertig ist eine ziemlich gute Single. Also hört mal rein, während ich auf mehr von den Jungs gespannt bin:
