• Nachtblut mit Todschick

    Nachtblut mit Todschick

    Bandname und Albumtitel: Nachtblut mit Todschick

    Genre: Dark Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben sie am 21. Februar 2025 über Napalm Records veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist Album Nummer sieben. Dazu kamen noch drei Singles.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Wie ich sie genau kennengelernt habe, weiß ich nicht mehr, wohl über ein Internetradio. Auf jeden Fall weiß ich noch genau, wann ich sie das erste Mal live gesehen habe. Denn von diesem Abend habe ich ein Becken mit leichten Gebrauchsspuren in der Wohnung hängen.

    Wie finde ich die Scheibe: Hier habe ich mal wieder die Box vorliegen, also dazu erstmal ein paar Worte. Das eigentliches Album kommt in einer recht wertigen Holzkiste. Dazu haben sie noch die Bonus-EP gepackt, die obligatorischen Autogrammkarten und einen kleinen Handspiegel, mit dem man überprüfen kann, ob man selbst noch todschick ist.

    Ihrem Stil sind sie treu geblieben, ohne auf der Stelle zu treten. Der Gesang ist wie gewohnt abwechslungsreich, ebenso wie Songs selbst. Mal hymnisch, mal eingängig, oder auch mal etwas dudelig nur um dann hasserfüllt zu werden. Auch wenn sie keinen Keyboarder mehr auf der Bühne haben, wird das Klimperbrett häufig eingesetzt. Zwar prominent aber nichts überbordend.

    Bei meinem ersten Favoriten hatte ich die Qual der Wahl, da ich nur einen der vorab veröffentlichten Songs dezidiert besprechen wollte. Letztendlich fiel meine Wahl auf den Titeltrack TODSCHICK. Ein wirklich eingängiges Lied, dass einem die Laune heben kann vielleicht sogar zu einer Hymne der schwarzen Szene wird.

    KINDER DES ZORNS fängt zwar ruhig an, aber sobald das Schlagzeug seinen Einsatz hat, ist Schluss mit lustig und die vier machen keine Gefangenen mehr. Hart gehen sie zu Werke, mit einer dezenten Melodie und richtig viel Wut im Bauch. Genau auf einen solchen Track habe ich gewartet, damit das Album rund wird.

    Mit SCHNELLER ALS DER TOD beenden Sie das Album und ich frage mich, sind sie da in eine Kiste mit Ennio Morricone Filmmusik gefallen? Etwas seltsam, aber da ich Westernmotive immer cool finde, habe ich sofort einen Narren an dem Track gefressen.

    Für die Bonus-EP DIE GLORREICHEN SIEBEN haben sie sich sieben Gastsänger eingeladen, je einen für ein Lied. Einige davon hätte ich hier niemals erwartet, andere hatte man schon mit Nachtblut gehört oder sie eine Bühne Teilen sehen. Sie vermischen in den Liedern ihren Stil mit dem der Gastsänger, was für wirklich überraschende Momente sorgt.

    Exemplarisch möchte ich hier AUSZIEHN‘ genauer beleuchten. In gewisser Weise erinnert es an diverse NDH Bands, nur mit mehr Growls. Ich kann nur vermuten, aber ich bin mir sicher, bei Text schreiben kam es zu diversen Lachanfällen. Hört ihn euch an, wenn ihr wissen wollt wieso, aber irgendwo sind Männer, vor allem Metalheads einfach noch 13.

    Fazit: Ein gelungenes Album, dass mit einigen Überraschungen aufwartet und Fans der Band hoffentlich begeistern wird. Ich habe auf jeden Fall meinen Spaß damit. Und hier hört hier mal rein:

  • Voices from the Abyss am 15. Februar 2025 im Stageroom Bandhouse

    Voices from the Abyss am 15. Februar 2025 im Stageroom Bandhouse

    Wer: Onwards to Zenith, Inherit the Ashes und Tons of Water

    Wann: Am 15. Februar 2024

    Wo: Im Stageroom Bandhouse in Sulzbach Altenwald

    Wieso: Für die Glorie des Metals

    Preis: Für zehn Euro durfte man rein

    Das Konzert: Die Location hat sich nicht verändert, seit meinem letzten Besuch. Ein größeres Wohnzimmer, mit einer kleinen Bühne, einer Bar an der gegenüberliegenden Seite und einer Ecke für den Merchstand der Bands. Das alles im ersten Stock eines alten Hauses. Solche Locations mag ich, genau wie solche Konzerte.

    TONS OF WATER haben mit ihrem knackigen Death Thrash den Abend eröffnet. Wie schon im Sutter konnten sie wirklich überzeugen und haben dem, doch sehr zahlreichen Publikum schonmal richtig eingeheizt. Je öfter ich mir die Jungs ansehe, desto besser gefällt mir ihr Sound.

    Danach ging es mit INHERIT THE ASHES weiter. Dieses Mal war ich vollauf begeistert. Hartes, etwas Technisches Todesblei, dass einem sofort die Rübe von den Schultern schlägt. Besonders die Bassakrobatik hat es mir angetan, aber generell kann man sich den Stil wirklich gut gefallen lassen. Leider hatten sie am Anfang ein paar technische Probleme, die aber schnell behoben wurden.

    Den Abschluss bildeten ONWARDS TO ZENITH. Auch ein solider Auftritt, sogar richtig gut. Melodic Death Metal haben sie uns geboten mit einer klasse Mischung aus eigenen Songs und etwas würze durch gut ausgewählte Cover. Hier war die Bühne auch richtig gut gefüllt, da sie in einer Fünferbesetzung auftraten. Eine solide Neuentdeckung, die ich mal etwas im Auge behalten werde.

    Fazit: Ein klasse Abend mit einem Dreierpack Todesblei, in verschiedenen Formen. Von Death Thrash über recht technischen Death bis zu Melo Death mit leichten Core Anleihen. Dazu kommt noch die Location, die mir wirklich gut gefällt. Also kommt nächstes mal auch nach Altenwald.

    Tons of Water:

    Inherit the Ashes:

    Onwards to Zenith:

  • Necrodeath mit Arimortis

    Necrodeath mit Arimortis

    Bandname und Albumtitel: Necrodeath mit Arimortis

    Genre: Black/Thrash Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Am 17. Januar 2025 haben sie dieses Album über Time to Kill Records veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist ihr 14. und wohl auch letztes Album. Dazu haben sie seit den 80ern noch vier Singles, drei Compilations und Splits, zwei Videos und EP’s und ein Demo veröffentlicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Dieses Schwarzmetall kam, wie schon ihr voriges Album, über Anubi-Press zu mir. Also hören wir mal rein, ob sich die Italiener mit einem krachen verabschieden oder ob es ein Rohrkrepierer wurde:

    Wie finde ich die Scheibe: Für dieses Spielart des Metal habe ich eine besondere Schwäche und sie haben wirklich abgeliefert. Angepisst und rasend gehen sie zur Sache, knackige und wirkungsvolle Riffs geben sich die Klinke in die Hand, das Drumming treibt die Songs vor sich her und giftig-böse Vocals runden das ganze ab. Immer mal wieder gibt es ruhige, fast akustische Intros zu den Liedern, bis einem dann die Rübe von den Schultern geschlagen wird.

    NECROSADIST hat es nicht nur wegen diesem lieblichen Namen auf meine Liste geschafft, sondern auch weil sie hier ohne Gnade zu Werke gehen. Eingängige Riffs, maschinengewehrartiger Gesang und eine passende Grundstimmung. Manchmal braucht es nur einen fiesen Song über alles, was man einer Leiche noch antun kann, um mich für sich zu gewinnen.

    NEAR-DEATH EXPERIENCE konnte mich auch begeistern, jedoch aus anderen Gründen. Hier zeigen sie ihr kompositorisches können und nach dem vorhergehenden Geballer ist diese musikalische Nahtoderfahrung eine willkommene Verschnaufpause. Der Track besticht trotzdem mit geilen Klampfen und exzellentem Gesang.

    Fazit: Eine wirklich gelungene Verabschiedung einer verdammt starken Band. Wer auf prügelndes Schwarzmetall steht, der sollte sich die Scheibe einmal zu Gemüte führen und eventuell auch gleich zulegen. Bis dahin, hört hier rein, wenn ihr mir nicht glaubt:

  • Plaguewielder mit In Dust & Ash

    Plaguewielder mit In Dust & Ash

    Bandname und Albumtitel: Plaguewielder mit In Dust & Ash

    Genre: Gothic/Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Dieses Album haben sie am achten Januar 2025 in Eigenregie auf die Welt losgelassen.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Hier hören wir Album Nummer 4, davor kamen aber noch fünf Singles und drei EP’s.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Album kam über das Metal Devastation Radio in meine Rotation und nun schreibe ich darüber, ob ihr es euch anhören solltet. Also, los geht’s:

    Wie finde ich die Scheibe:  Sehr hart für Gothic Metal und sehr melancholisch für Black Metal, also stehen die Weichen schon mal gut für ein solides Album. Vom Gefühl könnte man sie auch in Richtung Suicide Black packen, doch dann kommt immer wieder der Zorn in der Musik hoch. Das Instrumentarium ist nicht schlecht, aber etwas unspektakulär, dafür gefällt mir der Gesang sehr. Irgendwo zwischen Gekrächze und Heiserkeit. So werden auch beide Genres abgebildet, ebenso wie in den gothicesken Riffs, die immer wieder die hypnotischen Riffs kontrastieren.

    Das ist besonders gut bei SILHOUETTES zu hören. Unmerklich geht die Melodie in Monotonie über und wieder zurück. Solche Stilbrüche gefallen mir häufig, besonders wenn sie organisch kommen, wie das hier der Fall ist.

    Fazit: Ein solides Album, dass zwischen den Stühlen sitzt. Für den einen zu heftig, für den anderen zu weich. Aber wenn ihr mit beidem etwas anfangen könnt, dann hört hier rein:

  • Unhinged, Split the Butterfly und All of Mine am 7. Februar 2025 im Haus am See in Neunkirchen Wiebelskirchen

    Unhinged, Split the Butterfly und All of Mine am 7. Februar 2025 im Haus am See in Neunkirchen Wiebelskirchen

    Wer: Unhinged, Split the Butterfly und All of Mine

    Wann: Am siebten Februar 2025

    Wo: Im Jugendkulturzentrum Haus am See in Neunkirchen Wiebelskirchen

    Wieso: Damit der Punk abgeht

    Preis: Ab fünf Euro fing das Pay what you want an.

    Das Konzert: Das Haus am See sieht generell aus wie ein ehemaliges Vereinsheim, sowohl die Aufteilung als auch das die alten Kneipenfenster. Kein wirklicher Vorraum, dafür konnte man vom Merchstand aus auch den Bands zusehen. Die Bühne war wirklich winzig, aus Nauplatten und Europaletten gebastelt aber dafür mit solider Licht- und Tontechnik. Auch der Mix konnte sich wirklich hören lassen.

    ALL OF MINE haben den Abend eröffnet mit einer Mischung aus Hardcore und Post Punk, passend dazu war ihr erster Song „Love will tear us apart“. Zu fünft haben sie dem Publikum ordentlich eingeheizt, trotz ihrer tieftraurigen Musik. Die kann man sich wirklich mal merken.

    Das gleiche gilt für SPLIT THE BUTTERFLY. Ich hatte keine Ahnung, was zur fickenden Hölle Punkcore sein soll, aber schon während ihrem ersten Song ist mir ein Licht aufgegangen. Die haben sich sogar zu sechst auf die Bühne gequetscht, da sie zwei Leute am Gesang hatten einen Sänger für das Geschrei und eine Sängerin für die klaren Töne. Das war für den Abend meine Art Wahnsinn, die werde ich wirklich im Auge behalten.

    Zum Schluss kamen UNHINGED auf die Bühne und leider hatte sich hier das Publikum zerstreut. Vielleicht lag es am schon recht krassen Stilbruch, denn jetzt wurde der Laden mit harten und bleischwerem Deathcore zerlegt. Zu fünft waren sie auf der Bühne und haben bei ihrem ersten Auftritt im Saarland alles gegeben. Ein gelungener Abschluss für einen geilen Abend.

    Fazit: Ein klasse Abend und die Location macht auch richtig Spaß. Die Bandauswahl konnte sich sehen lassen. Ich habe neue Bands entdeckt und somit hat er sich auf jeden Fall gelohnt. Was lernen wir daraus? Geht zu kleinen Konzerten und entdeckt unbekannte Bands.

    Unhinged:

    Split the Butterfly:

    All of Mine:

  • Järnbörd mit Filmer för Blinda

    Järnbörd mit Filmer för Blinda

    Bandname und Albumtitel: Järnbörd mit Filmer för Blinda

    Genre: Grindcore

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am zehnten Januar 2025 über De:nihil Records und 7Degrees Records auf Vinyl und über Hecatombe Records und Esagoya Records auf CD raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr zweites Album, nach vier Splits, einer Single, einer EP und der Teilnahme an einem Tribute-Album.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Anubi-Press hat mit diesen musikalischen Wahnsinn geschickt. Wenn wir gleich zur Musik kommen, werdet ihr verstehen, wieso das Wahnsinn sein soll.

    Wie finde ich die Scheibe: Sie bleiben klanglich dem klassischen Grindcore verbunden, aber nur so lange, bis sie den einen oder anderen Synthie zerstören und damit wirklich seltsame Klänge mit in ihre Songs aufnehmen. An den Instrumenten geben sie richtig Gas und der Gesang ist heiseres Geschrei, fernab von Schönheit, aber voller Ausdruck und Wut. Zu den Texten sollte jemand etwas sagen , der mehr als nur die schwedischen Wörter für Bier und Tod kennt.

    Da ich nur die beiden Wörter kenne, kommen wir einfach so zu meinem ersten Favoriten: ROCKENS HERALDIK. Hier bekommen wir einen recht einfachen Schlagzeugbeat serviert, dazu eine Menge Störgeräusche und seltsame Synthieklänge. Auch der Gesang scheint noch etwas verfremdet zu sein und die Klampfe muss man teilweise suchen. So seltsam das alles klingt, mir gefällt dieses (anti-)musikalische Experiment.

    Fazit: Keine Ahnung, für wen das etwas sein könnte, aber wenn ihr auf Grind steht, hört mal rein und lasst euch davon. Die Gehörgänge durchblasen. Ma besten gleich hiermit:

  • Afflicta mit Origin of Sorrow

    Afflicta mit Origin of Sorrow

    Bandname und Albumtitel: Afflicta mit Origin of Sorrow

    Genre: Technical Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Am 31. Dezember 2024 haben sie dieses Album über Downfall Records veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Bisher haben sie nur dieses Album, samt zwei Singleauskopplungen daraus veröffentlicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Es ist seltsam dieses Mal, eine Band aus Italien und Anubi-Press hat nicht die Finger im Spiel. Stattdessen hat das Metal Devastation Radio mir die Songs geschickt, also hören wir mal rein, ob sich das Klischee bestätigt oder ob es gebrochen wird:

    Wie finde ich die Scheibe: Ich bin ehrlich gesagt zwiegespalten, einerseits prügeln sie auf ihre Instrumente ein und damit dem Hörer den Quark aus dem Hirnkasten, andererseits wird das immer wieder durch ziemlich verkopfte und dudelige Passagen abgeschwächt. Aber fangen wir vorne an und heben uns das Fazit für den Schluss auf. Sie geben richtig Gas und haben wirklich was drauf an ihren Instrumenten. Knackige Riffs jagen einander, die Drums könnte man als Geschütz auf einem Schlachtfeld aufstellen und der Sänger klingt so unmenschlich, wie es sein muss, für starkes Todesblei. Auch der Bass darf immer mal wieder in Rampenlicht, aber nicht zu lange. Aber dann kommen eben immer wieder Passagen vor, ob jetzt irgendwo im Song, oder als Intro, in denen sie sich dem Gedudel hingeben und Sachen spielen, die zwar technisch ausgefeilt und anspruchsvoll sind, aber abseits der intellektuellen Ebene keine Wirkung auf mich haben.

    Hier hatte ich die Wahl zwischen beiden Singles, habe mich dann aber für GODCIDE entscheiden. Ja beide treten einem mit Wucht den Schädel ein, aber hier geben sie noch etwas mehr Gas. Neben halsbrecherischer Geschwindigkeit und harten Riffs, kicken die Soli so richtig rein. Daran ändert auch das Geklampfe in der Mitte nichts.

    Mit LOSS haben sie einen ziemlich interessanten Song geschrieben. Sehr melodisch, erinnert hier und da an Power Metal, aber ist hundertprozentige Todesblei. Aber irgendwo müssen die beiden Gitarristen ja ihren (musikalischen) Auslauf bekommen. Macht auf jeden Fall Bock.

    Dagegen habe ich mich bei POISON gefragt, was bei ihnen im Wasser war, als sie den Song geschrieben haben. Langsam, ruhig und mit klarem Gesang geht es hier los, und wer auf heftiges Geballer wartet oder darauf, dass die angedeutete Melancholie sich bahnbricht, der wird enttäuscht.

    Fazit: Ich habe immer noch keine Ahnung, was ich von der Platte halten soll, aber muss jetzt wohl etwas dazu sagen. Ja, sie taugt was, aber ich habe kaum Spaß an diesem ganzen Technikgefrickel. Also wer Lust auf starken, heftigen aber auch verkopften Death Metal hat, sollte den fünf mal eine Chance geben:

  • Othismos mit Sottrazione

    Othismos mit Sottrazione

    Bandname und Albumtitel: Othismos mit Sottrazione

    Genre: Black Metal/Crust/Grindcore

    Veröffentlichungsdatum und Label: Am 16. Dezember 2024 haben sie das Album in Eigenregie veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr drittes Album nach je einer Split, einem Extendedplayer und einem Demo.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Solche Bands erwarte ich bei jeder Mail, die ich von Anubi-Press bekomme. Häufig taugt es dann etwas, also lasst uns reinhören, ob man auch hiermit richtig Spaß haben kann:

    Wie finde ich die Scheibe: Die Genrebezeichnung ist auf den ersten Blick seltsam, aber es passt. Sie nehmen die Kälte und Härte des Black Metals, dazu die einfachen aber effektiven Songstrukturen, die beiden Genres zu eigen ist und packen dazu noch die grundsätzliche Angepisstheit aus dem Crust- und Grindcore. Fertig ist ein Album, das einem den Schädel einschlägt und dich danach in einer Schneewehe liegen lässt. Was bleibt mir hier noch zu sagen? Nicht viel, also kommen wir zu meinen Favoriten:

    COPS ARE NOT PEOPLE wartet mit einer dezenten Melodie, verdammt viel Kälte und Zorn auf. Der Gesang kommt aus dem Grindcore und sägt sich durch die Gehörgänge, während das Instrumentarium im Schwarzmetall bleibt und keinen Stein auf dem anderen lässt. Worum es geht, braucht man bei dem Titel auch nicht mehr zu fragen.

    THEY DECLARED WAR ON US besinnt sich noch etwas mehr auf die Grundpfeiler zurück. Soll heißen, einfach aber verdammt wirkungsvoll, Mit einer hübschen Solospielerei am Ende.

    Fazit: Ein richtig starkes Album haben die Italiener da zusammengeprügelt. Wer sich diesen Genremix einmal geben will, sollte hier unbedingt reinhören:

  • Dark Reflection mit Under the Sign of Vlad Țepeș

    Dark Reflection mit Under the Sign of Vlad Țepeș

    Bandname und Albumtitel: Dark Reflection mit Under the Sign of Vlad Țepeș

    Genre: Blackend Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Diese EP haben sie am 13. Januar 2025 über Pest Records veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dieser Extendedplayer ist ihr erstes Lebenszeichen.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Ihr Label, Pest Records, hat mir angeboten diese EP zu besprechen. Das wäre schon ein Grund für mich, darüber zu schreiben, dazu kommt noch das generelle Thema und eine kleine Besonderheit: hier ist es das erste Mal so, dass ich eine Band zugeschickt bekomme, die den gleichen Namen trägt wie eine andere, deren Schaffen ich schon besprochen habe. Also hören wir mal rein:

    Wie finde ich die Scheibe: Zwar sagen sowohl Pest Records, als auch Metal Archives, dass es sich hier um Todesblei handeln würde, wenn das stimmt, dann im sehr alten Stil, als es noch kaum vom Schwarzmetall zu unterscheiden war. Damit im Hinterkopf, sollte man an die Scheibe herangehen. Sie spielen schön Brutal, haben aber einige Black Metal Anleihen in ihrem Sound und den Songstrukturen. Die Riffs sind verdammt effektiv, aber stellenweise wirken sie hypnotisch. Der Gesang schwankt zwischen finsteren Growls und einem düsteren Gekrächze, was mir hier richtig gut gefällt. Leider ähneln sich die Lieder noch etwas zu sehr, aber vielleicht ändert sich das in Zukunft.

    Hier war es schwer einen Favoriten auszuwählen, aber ich habe mich für BATTLE OF GIURGIO entschieden. Hier bleiben sie, wenn auch brachial im Mid-Tempo und pflügen unaufhaltsam durch die Gehörgänge. Das Riffing und der gesamte Aufbau machen hier auch richtig Bock auf mehr.

    Fazit: Für ein Erstlingswerk klingt es verdammt gut, auch wenn sie noch einen Weg vor sich haben. Auf jeden Fall sollte man sie im Auge behalten, denn sie könnten noch einige Bretter abliefern. Also, hört einfach mal rein:

  • Empty Throne mit Unholy

    Empty Throne mit Unholy

    Bandname und Albumtitel: Empty Throne mit Unholy

    Genre: Melodic Black/Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kommt am 31. Januar 2025 über Downfall Records raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach einer EP wird das ihr erstes Album.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: An dieser Review gebe ich dem Metal Devastation Radio die Schuld. Die haben mir das Album geschickt und natürlich schreibe ich darüber. Also, ob ihr euch bedanken oder beschweren sollt, finden wir nun heraus:

    Wie finde ich die Scheibe: Sie geben auf jeden Fall richtig Gas. So viel vorweg. Zwischen diesen akustischen Geschwindigkeitsrausch gibt es immer wieder kurze Pausen, um den Trommelfellen und/oder dem Nacken eine kurze Erholung zu gönnen. Ihr Fokus liegt bei dem Ganzen eindeutig beim Todesblei, das aber immer wieder mit etwas Black Metal veredelt wird. Die Riffs versuchen gleichzeitig hart und melodisch zu sein, was hin und wieder sogar funktioniert.

    AND ALL SHALL KNOW HIS NAME hat es unter meine Favoriten geschafft. Ein rasanter stampfender Song, der trotz seiner Länge von gut sechs Minuten keine Sekunde zu viel hat. Sowohl Riffing als auch Gesang stimmen hier, besonders die Growls passen verdammt gut.

    Fazit: Ein wirklich solides Album, es könnte zwar etwas ausgearbeiteter sein, aber trotzdem eine Empfehlung für die Deathheads unter meinen Lesern. Also hört mal hier rein:


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