• Lenax mit Purity

    Lenax mit Purity

    Bandname und Albumtitel: Lenax mit Purity

    Genre: Melodic Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Diese EP haben sie am 17. Oktober 2023 in Eigenregie veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Diese eine EP und daraus vier Singleauskopplungen. Mehr gibt es nicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Metal Devastation Radio hat mir diese Newcomer geschickt und zuerst war ich neugierig, jetzt da ich weiß dass die fast die ganze EP vorab veröffentlicht haben, bin ich doch eher etwas skeptisch. Entweder haben sie echt Vertrauen in ihre fünf Songs oder … Wir werden sehen.

    Wie finde ich die Scheibe: Die Musik ist wirklich sehr melodisch gehalten, auch ohne ein Keyboard. Schlecht klingt es nicht, aber mir fehlt der Hass, die Wut, die starken Emotionen, die guten Black Metal ausmachen. Was das Riffing angeht, da haben sie sich bei den Genregrößen inspirieren lassen. Auch das Drumming ist eher standardmäßig nur der Gesang kann etwas überzeugen. Also was bleibt am Ende des Tages?

    Fazit: Mittelmäßiger Melo Black, wie es ihn an jeder Straßenecke gibt. Vielleicht finden sie irgendwann einen eigenen Stil, der sie zu etwas besonderem macht, aber so taugt die EP allenfalls als Füllmaterial für eine Playlist, die nicht zu böse werden darf. Aber überzeugt euch selbst:

  • Suol mit Suol

    Suol mit Suol

    Bandname und Albumtitel: Suol mit Suol

    Genre: Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kommt am 27. Oktober 2023 über ihr eigenes Label  Svarte Yssel raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Bisher haben sie nur dieses Album, nebst zweier Singleauskopplungen, veröffentlicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Anubi-Press hat mir diese Band geschickt. Bei Newcomern bin ich neugierig, vielleicht wird ja etwas aus ihnen. Also hören wir mal rein, ob sie hier den Grundstein für etwas Großes gelegt haben:

    Wie finde ich die Scheibe: Die beiden sind in anderen Bands schon zusammen unterwegs und das merkt man auch. Das Album hat auf jeden Fall Hand und Fuß. Es ist recht düster und spielt schön mit dem Tempo, auch das Riffing kann sich wirklich hören lassen. Auch auffällig und besonders im Black Metal, hier ist der Bass deutlich zu hören, was von mir immer ein paar Pluspunkte gibt.

    SLOT VAN VOORST wurde als erste Single ausgekoppelt und das war eine gute Wahl. Hier zeigen die beiden deutlich was sie können: Hasserfüllte Schreie, gequältes Gekreisch und fast schon chorale Passagen dominieren den Gesang in diesem Stück.

    Fazit: Das Album taugt wirklich etwas, wer dazu noch Niederländisch versteht, der kann damit einiges an Spaß haben. Hier könnt ihr noch das oben erwähnte Lied anhören, um euch selbst zu überzeugen:

  • Hegeroth mit Disintegration

    Hegeroth mit Disintegration

    Bandname und Albumtitel: Hegeroth mit Disintegration

    Genre: Melodic Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben sie am neunten Oktober 2023 ohne Labelbeteiligung veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach nur einem Demo haben sie sie konsequent auf Alben fokussiert, denn dies ist schon ihr Fünftes.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Wie üblich hat mir das Metal Devastation Radio dieses Album zukommen lassen und da Black Metal aus Polen einen gewissen Ruf hat, was die Qualität angeht, schreibe ich nun darüber.

    Wie finde ich die Scheibe: Ja, das Album kann etwas. Selbst der Melodic Anteil ist nicht zu aufdringlich, was für einen ausgewogenen Sound sorgt. Nichts sticht wirklich hervor, abgesehen vom Riffing an sich, aber das Zusammenspiel der Instrumente und des Gesangs sorgt für einen eigenen Klang, der mir wichtig ist, egal bei welchem Genre. Auch der Gesang bleibt in den Grenzen dessen, was man als Standard bezeichnen kann, aber wenigstens gibt es hier Variation, sodass es nicht hölzern wirkt.

    THE RITUAL hat es mir angetan. Der recht doomige Beginn, der fast unmerklich in eine Raserei übergeht, das haben sie richtig gut gemacht. Hier wird ein grausames Ritual beschrieben und dazu passt auch die Musik. Selbst wenn man nicht auf den Text achtet, hat man das Gefühl einem Solchen beizuwohnen.

    Auch UPLIFTED kann überzeugen. Über weite Strecken stampft dieser Track gnadenlos durch die Gehörgänge. Bei einem solchen Groove bin ich immer geneigt, etwas genauer hinzuhören und auch hier lohnt es sich.

    Fazit: Ein gutes Album, dass sich deutlich über das Mittelmaß erhebt. Es erfindet zwar den Black Metal nicht neu, aber hier wurde solide gearbeitet und dem ganzen einen eigenen Sound gegeben. Also Freunde des Schwarzmetalls, hört hier mal rein:

  • Surgery mit Living Dead

    Surgery mit Living Dead

    Bandname und Albumtitel: Surgery mit Living Dead

    Genre: Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Am elften Oktober 2023 haben sie das Album über Darker than Darkness Records rausgebracht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist das dritte Album und zuvor haben sie jeweils eine Single, Compilation und EP veröffentlicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Ihr Manager, jedenfalls hat er sich so vorgestellt, hat mir das Album zugeschickt, in der Hoffnung, dass ich darüber schreiben werde. Was ich natürlich tue, wenn die Band selbst auf mich zukommt. Also hören wir mal rein:

    Wie finde ich die Scheibe: Das Ganze klingt schön old-schoolig, ohne verstaubt zu sein. Das Riffing ist schön heavy, aber gleichzeitig mit der nötigen Härte für geilen Death Metal. Auch der Bass kommt gut durch und der Gesang erinnert mich ein wenig an Benediction. Also ist der Grundstein für ein starkes Album gelegt.

    Mit dem Opener und Titletrack, LIVING DEAD, eröffnen Sie stark. Wenn man durch das Regen Sample durch ist, kommt gleich groovender Death Metal aus den Lautsprechern. Das Lied geht direkt von den Ohren in den Nacken und animiert sofort zum Headbangen.

    Auch TERROR AT NIGHT kann mich überzeugen. Hier spielen sie etwas mit dem Sample am Anfang und den Möglichkeiten der Tonbearbeitung, bevor es mit aller Macht losgeht.  Hier grooven sie ebenfalls durch die Gehörgänge. Stellenweise wird der Song etwas melodisch, aber immer schön hart und tödlich.

    Fazit: Ein starkes Album, bei dem ich mich wirklich gefreut habe, dass sich die Band an mich gewandt hat, um darüber zu schreiben. Eine klare Empfehlung für Deathheads der alten Schule und jene die es gerne groovig haben. Also hört mal hier rein:

  • Nur NH mit Unbroken

    Nur NH mit Unbroken

    Bandname und Albumtitel: Nur NH mit Unbroken

    Genre: Gothic Rock

    Veröffentlichungsdatum und Label: Diese kleine EP kommt am 11. November 2023 im Selbstverlag raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Ich weiß nur von einer weiteren EP, also wird dies wohl der zweite Extendedplayer werden.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Black Roos Entertainment hat mir die vier Songs zukommen lassen und ich war zuerst unsicher, ob ich mir das geben soll, wollte der Künstlerin aber eine Chance geben.

    Wie finde ich die Scheibe: Es klingt nicht schlecht, aber kommt für mich gute 13 Jahre zu spät. Damals war das einer meiner bevorzugten Stile. Die Lieder leben von ihrer wirklich guten Stimme, werden von Gitarre, Schlagzeug, Streichern und dem einen oder anderen Synthie unterstützt. In jedem der vier Lieder schwingen sowohl Melancholie als auch Wut mit, was einen interessanten Eindruck hinterlässt.

    I’M DONE WITH YOU wurde vorab als Single veröffentlicht und ist auch die richtige Wahl dafür. Hier werden Härte, Trauer und eine gewisse Hoffnung gut transportiert. Das Stück kann sich wirklich hören lassen.

    Fazit: Eine Kleine EP, die verschiedene Stile kombiniert. Es erinnert mich etwas an die Größen des Gothic Rock/Metals der 2000er. Wer auf den Stil steht, der kann. getrost hier einmal reinhören:

  • Sweatpants Boner mit Regurigation of Bonerific Cuisine

    Sweatpants Boner mit Regurigation of Bonerific Cuisine

    Bandname und Albumtitel: Sweatpants Boner mit Regurigation of Bonerific Cuisine

    Genre: Goregrind

    Veröffentlichungsdatum und Label: Laut Bandcamp kommt das Album am 27. Oktober 2023 über Gore Cannibal Records und Maxima Music Pro raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist nach einer EP das erste Album der Band.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Ich freue mich immer, wenn ich den ganz brutalen und seltsamen Kram bekomme. Da war es nur logisch, dass ich dieses Album direkt bespreche, statt in die Warteliste zu packen. Leider schickt mir das Metal Devastation Radio eher selten so etwas, aber wenn, dann ist es meist richtig geil. Also hören wir mal rein

    Wie finde ich die Scheibe: Die Vergleiche, die immer mit den E-Mails vom Metal Devastation Radio kommen stimmen hier komplett. Man hört sowohl Rompeprop, Spasm als auch Gutalax heraus, obwohl sie daraus was eigenes machen. Sie mischen ihren Goregrind mit einigen Technikspielereien, die dem Ganzen eine eigene Note geben, vergessen aber nicht, was der Sinn dieses Lärm ist: Das der Hörer mit Froschgequake (wie meine Frau es bezeichnet) und ultrabrutalen, groovigen Riffs Spaß haben soll. Und genau das wird hier geboten.

    A LOVELY GIFT vereinigt alles, was guten Goregrind ausmacht: Groove, Raserei, Gesang, der kaum als solcher zu bezeichnen ist und eine große Portion Heavyness. Worum es da genau geht, ist auch egal, Hauptsache der Song ballert und groovt.

    MOOOOOOOOOOOO macht richtig Bock. Das geklimpere erinnert etwas an Braindrill, während sich der Verdacht auftut, dass sie einen geilen Song hatten, aber dem Sänger kein Text (wer braucht den schon) oder wenigstens ein Titel eingefallen ist.

    Fazit: Ein kurzes, knackiges Album, das jeden der auf den ultrabrutalen Kram steht, den Kram aber nicht zu ernst nimmt, freuen wird. Ich hab damit auf jeden Fall meinen Spaß und hier könnt ihr mal selbst reinhören:

  • Animamortua mit Gods among us

    Animamortua mit Gods among us

    Bandname und Albumtitel: Animamortua mit Gods among us

    Genre: Heavy/Power/Thrash Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben sie am 20. Oktober 2023 über Underground Symphony Records veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach einer EP haben sie zwei Songs aus diesem ausgekoppelt, bevor sie es in Gänze auf die Welt losgelassen haben.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Metal Devastation Radio hat mir dieses Album zukommen lassen und bei der maltesischen Herkunft und dem Thrashanteil, der angepriesen wurde, habe ich mich gleich dazu entschlossen, es zu besprechen. Also hören wir mal rein:

    Wie finde ich die Scheibe: Die Heavy Metalanteile verschwinden unter dem Power Metal, der den Thrash Metal auflockert. Beide Genres vermischen sie gekonnt und schaffen damit einen interessanten Sound. Die Gitarren werden auf melodische Art und Weise, in bester Power Metal Manier gespielt, nur unterbrochen von Thrash Passagen. Ähnlich verhält es sich mit dem Gesang, nur dass hier der Power Metal noch mehr im Fokus steht.

    DARK MATTER hat es mir sofort angetan. Rasend und doch im epischen Gewand kommt der Song daher. Hier spürt man beide Hauptgenres der Band deutlich. Der Gesang ist hier besonders von treibenden Passagen geprägt, die in langgezogenen Tönen enden. Dazu das Science Fiction Thema und wir bekommen einen starken Song, der zwar seine Wurzeln behält, aber gleichzeitig frisch klingt.

    DYING UNIVERSE klingt dagegen um einiges düsterer und härter. Hier kommt der Thrash etwas mehr zum tragen, ohne dass das Lied zu sehr aus dem Stil der Band fällt. Damit haben Sie eine Gute Wahl getroffen, um es als Single vorab zu veröffentlichen.

    Fazit: Ein starkes Album, wenn man dem Power Metal zugetan ist. Mir gefällt es richtig gut, und ihr solltet auch mal reinhören, wenn ihr Spaß an dieser Form des Heavy Metals habt. Wer es wirklich Episch will, kann sich auf die letzten drei Lieder freuen, die eine zusammenhängende Geschichte erzählen. Hier gibt es eine kleine Hörprobe:

  • Goatburner mit Fatal

    Goatburner mit Fatal

    Bandname und Albumtitel: Goatburner mit Fatal

    Genre: Death Metal/Grindcore

    Veröffentlichungsdatum und Label: Am sechsten Oktober 2023 haben sie dieses Stück Todesblei über Time to Kill Records entfesselt.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist ihr zweites Album und genau die gleiche Anzahl an EP’s und Singles haben sie veröffentlicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Dies Todesblei aus Finnland haben mir Anubi-Press zugeschickt, damit ich für euch darüber schreibe. Also hören wir uns mal diese neun Stücke musikalischer Brutalität an:

    Wie finde ich die Scheibe: Den Grindcore erkennt man deutlich an den zum Teil chaotischen Songstrukturen, während der Death Metal hier in seiner schweren und finsteren Ausprägung daherkommt. Es erinnert ein Wenig an Asphyx, würden die einen Song zusammen mit Rotten Sound aufnehmen. Eine interessante Mischung, die aber bestechen kann.

    DANGER! eröffnet das Album gleich mit rumpeligem Deathgrind. Gleichzeitig ist es auch eine Warnung an alle, die mit dieser Art der Musik wenig anfangen können. Der Gesang bleibt hier eher beim Grindgeschrei und das Tempo eher im mittleren Bereich, trotzdem ein gelungener Track.

    MORBID ANGLE, ja genau so geschrieben, rast eher im Grindcore dahin, obwohl hier auch einige Moshparts aus dem Death Metal zu finden sind. Richtig fiese Musik.

    Fazit: Stark, was die Finnen hier abgeliefert haben. Deathheads die den Kontrast zwischen fast doomigem Death und dem Wahnsinn, der im Grindcore zu finden ist, mögen, werden hier auf ihre Kosten kommen. Also hört mal hier rein:

  • Eisregen mit Heckenschütze

    Eisregen mit Heckenschütze

    Bandname und Albumtitel: Eisregen mit Heckenschütze

    Genre: Dark Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Diese Single wurde am 20. Oktober 2023 über Massacre Records veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihre fünfte Single, die sie veröffentlicht haben. Dazu kommen noch 15 Alben, acht EP’s, je drei Splits und Compilations und je ein Video und Live-Album.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Das erste Mal, dass ich etwas von ihnen gehört habe, war bei meiner damaligen Freundin, die die erste Farbenfinsternis hatte. Danach war ich gefangen und habe mich daran gemacht meine eigene Sammlung aufzubauen. Was mir aber eher leidlich gelungen ist, da ich noch einige Lücken in der Diskographie habe.

    Wie finde ich die Scheibe: Diese Single besteht aus zwei Neuaufnahmen bereits veröffentlichter Lieder. Der Titletrack erschien 2022 auf dem „AGF-RADIO – 15 Jahre Jubiläums-Sampler“ während das zweite Lied schon auf den Demos „Promo 98“ und „Das Ende des Weges“ zu finden war. Letzteres befindet sich, wohl in einer Tapetrading-Kopie in meinem Besitz. Die Aufmachung der Single ist richtig gut gelungen. Neben der roten (auch in schwarz, weiß und durchsichtig erhältlich) 7“ Platte befindet sich in dem Gatefold auch eine CD, die das digitalisieren erheblich vereinfacht.

    HECKENSCHÜTZE (SINGLE EDIT) klingt nach den modernen Eisregen. Der Gesang ist meist wenig harsch und an die älteren Lieder erinnert nur das gerollte R. Auch die böseren Gesangspassagen sind sehr leicht verständlich und das Instrumentarium besteht hier aus der klassischen Metal-Besetzung. Trotzdem ist es ein guter Song, der sich mit dem der Band eigenen schwarzen Humor mit den Folgen des Lockdowns befasst.

    Auf ZEITENWENDE war ich besonders gespannt. Hier hört man die Eisregen der Anfangstage deutlich heraus, auch wenn es etwas modernisiert wurde. Hier gesellt sich ein Keyboard dazu und auch der Gesang klingt eher nach den Alben Zerfall bis Wundwasser.

    Fazit: Ein wirklich gelungenes Stück Fan-Service. Besonders die B-Seite wird ältere Fans freuen, oder solche, die sich mit dem Frühwerk der Band befasst haben. Auch zu Loben ist die Entscheidung die Single auf 7“+CD zu veröffentlichen. Hört hier mal rein und entscheidet selbst:

  • Wolfsfest Tour 2023 mit Varg, Nachtblut und Sagenbringer am 20. Oktober 2023 in der Batschkapp Frankfurt

    Wolfsfest Tour 2023 mit Varg, Nachtblut und Sagenbringer am 20. Oktober 2023 in der Batschkapp Frankfurt

    Wer: Varg, Nachtblut jnd Sagenbringer in der Batschkapp Frankfurt

    Wann: 20. Oktober 2023

    Wo: In der Batschkapp Frankfurt

    Wieso: Haben Varg ein neues Album draußen? Keine Ahnung, aber die waren auf Tour und haben sich zwei Bands eingeladen, falls sie Rotkäppchen begegnen, damit sie nicht alleine sind.

    Preis: für etwa 45 Euro durfte man rein.

    Das Konzert: Das war mein erster Besuch in dieser Location und mein zweiter Besuch in der Drecksstadt Frankfurt. So sehr ich die Stadt hasse, so cool ist die Batschkapp. Vor dem ganzen Bums gibt es eine Fläche wo man gemütlich und regengeschützt stehen, rauchen oder etwas essen kann, da sie im Außenbereich sowohl einen Getränkestand und eine Imbissbude haben. Der Vorraum ist recht unspektakulär, ein guter Teil wird von der Garderobe eingenommen. Also kommen wir zur eigentlichen Konzerthalle. Die ist wirklich gut geschnitten. Wenn man den hinteren Barbereich mitrechnet, etwa dreimal so lang wie breit, plus die Bühne. Also von überall sieht man alles was die Bands so veranstalten. Gegenüber des Eingangs hatten die Band ihre Merch-Stände aufgebaut, wo man allerlei Kleidung und Tonträger erwerben konnte.

    SAGENBRINGER haben mich positiv überrascht. Abgesehen von den Dudeleinlagen, die vom Band kamen, haben sie mir richtig gut gefallen. Besonders der Sänger hat mich beeindruckt durch seine schnellen Wechsel zwischen finsteren Growls und fiesen Black Metal Schreien. Auch die Lieder haben mir gefallen und ich bin auf das kommende Album gespannt. Vom Outfit sah der Sänger aus, als käme er direkt von einem LARP. Bevor ich es vergesse, es war laut eigener Aussage erst ihr achter Auftritt, seit es die Band gibt, dafür gibt es auf jeden Fall Respekt.

    Als nächstes kamen NACHTBLUT auf die Bühne. Wegen den Vieren habe ich auch den weitem weg auf mich genommen. Das Set war an und für sich ganz gut, wobei ich zwei Lieder vermisst habe. Antik, welches das erste ihrer Lieder war, dass meine Frau von ihnen für gut befunden hat, und Ich trinke Blut, welches mir 2015 wohl ein zerstörten Becken einbrachte, weil ich Askeroth um die Bürde des Becher Leerens erleichtert hatte . Ansonsten war die Setlist gut zusammengestellt, auch wenn der Fokus naturgemäß eher auf den neueren Alben lag. Auf jeden Fall hat man, wie bei ihren Vorgängern, gemerkt, dass die wirklich Bock hatten.

    Den Abschluss bildeten VARG. Ich habe drei Lieder durchgehalten, danach musste ich abbrechen, um nicht von wütenden Wölflingen angegriffen zu werden. Beim ersten Song konnte man es noch auf den Tontechniker schieben, da er alles außer den Drums zu leise hatte. Aber danach wurde es nicht besser. Früher, zu Zeiten von Blutaar und Wolfskult fand ich die recht gut, aber danach begannen sie ihren Abstieg. Und davon haben sie sich bisher nicht erholt. Selbst als sie dann den Blutaar gespielt haben, angekündigt als Premiere, konnten sie mich damit nichtmehr überzeugen. Vielleicht war das Lied auch nur eine Premiere in der Besetzung, aber ich erinnere mich deutlich, dass sie den Track beide Male in Saarbrücken gespielt haben, als ich sie mir dort angesehen habe.

    Fazit: Bis auf Varg war der Abend richtig gut. Kurz bevor die Wölfe auf die Bühne kamen, liefen Motörhead, für vier Songs in Folge, jedenfalls nachdem ich vom Rauchen zurück kam. Das war das beste, was nach Nachtblut gelaufen ist. Kann ich einen Besuch auf der Tour empfehlen? Ja, aber man sollte Varg mögen. Bis auf die Sängerin hat man allen angemerkt, dass sie Bock auf ihre Auftritte hatten. Hier könnt ihr euch mal einen Überblick über die Bands verschaffen:

    Sagenbringer:

    Nachtblut:

    Varg:


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Reviews und anderes zum musikgewordenen Wahnsinn, auch als Metal bekannt