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Eisregen mit Heckenschütze

Bandname und Albumtitel: Eisregen mit Heckenschütze
Genre: Dark Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Diese Single wurde am 20. Oktober 2023 über Massacre Records veröffentlicht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihre fünfte Single, die sie veröffentlicht haben. Dazu kommen noch 15 Alben, acht EP’s, je drei Splits und Compilations und je ein Video und Live-Album.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Das erste Mal, dass ich etwas von ihnen gehört habe, war bei meiner damaligen Freundin, die die erste Farbenfinsternis hatte. Danach war ich gefangen und habe mich daran gemacht meine eigene Sammlung aufzubauen. Was mir aber eher leidlich gelungen ist, da ich noch einige Lücken in der Diskographie habe.


Wie finde ich die Scheibe: Diese Single besteht aus zwei Neuaufnahmen bereits veröffentlichter Lieder. Der Titletrack erschien 2022 auf dem „AGF-RADIO – 15 Jahre Jubiläums-Sampler“ während das zweite Lied schon auf den Demos „Promo 98“ und „Das Ende des Weges“ zu finden war. Letzteres befindet sich, wohl in einer Tapetrading-Kopie in meinem Besitz. Die Aufmachung der Single ist richtig gut gelungen. Neben der roten (auch in schwarz, weiß und durchsichtig erhältlich) 7“ Platte befindet sich in dem Gatefold auch eine CD, die das digitalisieren erheblich vereinfacht.
HECKENSCHÜTZE (SINGLE EDIT) klingt nach den modernen Eisregen. Der Gesang ist meist wenig harsch und an die älteren Lieder erinnert nur das gerollte R. Auch die böseren Gesangspassagen sind sehr leicht verständlich und das Instrumentarium besteht hier aus der klassischen Metal-Besetzung. Trotzdem ist es ein guter Song, der sich mit dem der Band eigenen schwarzen Humor mit den Folgen des Lockdowns befasst.
Auf ZEITENWENDE war ich besonders gespannt. Hier hört man die Eisregen der Anfangstage deutlich heraus, auch wenn es etwas modernisiert wurde. Hier gesellt sich ein Keyboard dazu und auch der Gesang klingt eher nach den Alben Zerfall bis Wundwasser.
Fazit: Ein wirklich gelungenes Stück Fan-Service. Besonders die B-Seite wird ältere Fans freuen, oder solche, die sich mit dem Frühwerk der Band befasst haben. Auch zu Loben ist die Entscheidung die Single auf 7“+CD zu veröffentlichen. Hört hier mal rein und entscheidet selbst:
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Wolfsfest Tour 2023 mit Varg, Nachtblut und Sagenbringer am 20. Oktober 2023 in der Batschkapp Frankfurt

Wer: Varg, Nachtblut jnd Sagenbringer in der Batschkapp Frankfurt
Wann: 20. Oktober 2023
Wo: In der Batschkapp Frankfurt
Wieso: Haben Varg ein neues Album draußen? Keine Ahnung, aber die waren auf Tour und haben sich zwei Bands eingeladen, falls sie Rotkäppchen begegnen, damit sie nicht alleine sind.
Preis: für etwa 45 Euro durfte man rein.
Das Konzert: Das war mein erster Besuch in dieser Location und mein zweiter Besuch in der Drecksstadt Frankfurt. So sehr ich die Stadt hasse, so cool ist die Batschkapp. Vor dem ganzen Bums gibt es eine Fläche wo man gemütlich und regengeschützt stehen, rauchen oder etwas essen kann, da sie im Außenbereich sowohl einen Getränkestand und eine Imbissbude haben. Der Vorraum ist recht unspektakulär, ein guter Teil wird von der Garderobe eingenommen. Also kommen wir zur eigentlichen Konzerthalle. Die ist wirklich gut geschnitten. Wenn man den hinteren Barbereich mitrechnet, etwa dreimal so lang wie breit, plus die Bühne. Also von überall sieht man alles was die Bands so veranstalten. Gegenüber des Eingangs hatten die Band ihre Merch-Stände aufgebaut, wo man allerlei Kleidung und Tonträger erwerben konnte.



SAGENBRINGER haben mich positiv überrascht. Abgesehen von den Dudeleinlagen, die vom Band kamen, haben sie mir richtig gut gefallen. Besonders der Sänger hat mich beeindruckt durch seine schnellen Wechsel zwischen finsteren Growls und fiesen Black Metal Schreien. Auch die Lieder haben mir gefallen und ich bin auf das kommende Album gespannt. Vom Outfit sah der Sänger aus, als käme er direkt von einem LARP. Bevor ich es vergesse, es war laut eigener Aussage erst ihr achter Auftritt, seit es die Band gibt, dafür gibt es auf jeden Fall Respekt.






Als nächstes kamen NACHTBLUT auf die Bühne. Wegen den Vieren habe ich auch den weitem weg auf mich genommen. Das Set war an und für sich ganz gut, wobei ich zwei Lieder vermisst habe. Antik, welches das erste ihrer Lieder war, dass meine Frau von ihnen für gut befunden hat, und Ich trinke Blut, welches mir 2015 wohl ein zerstörten Becken einbrachte, weil ich Askeroth um die Bürde des Becher Leerens erleichtert hatte . Ansonsten war die Setlist gut zusammengestellt, auch wenn der Fokus naturgemäß eher auf den neueren Alben lag. Auf jeden Fall hat man, wie bei ihren Vorgängern, gemerkt, dass die wirklich Bock hatten.




Den Abschluss bildeten VARG. Ich habe drei Lieder durchgehalten, danach musste ich abbrechen, um nicht von wütenden Wölflingen angegriffen zu werden. Beim ersten Song konnte man es noch auf den Tontechniker schieben, da er alles außer den Drums zu leise hatte. Aber danach wurde es nicht besser. Früher, zu Zeiten von Blutaar und Wolfskult fand ich die recht gut, aber danach begannen sie ihren Abstieg. Und davon haben sie sich bisher nicht erholt. Selbst als sie dann den Blutaar gespielt haben, angekündigt als Premiere, konnten sie mich damit nichtmehr überzeugen. Vielleicht war das Lied auch nur eine Premiere in der Besetzung, aber ich erinnere mich deutlich, dass sie den Track beide Male in Saarbrücken gespielt haben, als ich sie mir dort angesehen habe.
Fazit: Bis auf Varg war der Abend richtig gut. Kurz bevor die Wölfe auf die Bühne kamen, liefen Motörhead, für vier Songs in Folge, jedenfalls nachdem ich vom Rauchen zurück kam. Das war das beste, was nach Nachtblut gelaufen ist. Kann ich einen Besuch auf der Tour empfehlen? Ja, aber man sollte Varg mögen. Bis auf die Sängerin hat man allen angemerkt, dass sie Bock auf ihre Auftritte hatten. Hier könnt ihr euch mal einen Überblick über die Bands verschaffen:
Sagenbringer:
Nachtblut:
Varg:
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Tabahi mit Thrash for Justice

Bandname und Albumtitel: Tabahi mit Thrash for Justice
Genre: Thrash Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Dieses Album haben sie am sechsten Oktober 2023 über CDN Records rausgehauen.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Hier hören wir die zweite Veröffentlichung in voller Länge, nach sieben Singles und einer EP.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Hier war ich wirklich neugierig. Thrash Metal enttäuscht selten und wenn er aus eher ungewöhnlichen Ländern, wie hier aus Pakistan kommt, dann muss ich natürlich darüber schreiben. Also hören wir uns an, was das Metal Devastation Radio mir geschickt hat:
Wie finde ich die Scheibe: Fenster Thrash wird hier geboten, vielleicht etwas grober geschnitten, aber mit der richtigen Einstellung. Das Schlagzeug treibt die Songs vor sich her, während die Gitarre geile Riffs produziert. Der Gesang klingt richtig schön angepisst, so wie es sein muss. Vielleicht könnte er noch etwas giftiger sein, aber das ist meine persönliche Meinung.
BREAKING NEWS eröffnet das Album mit einer rasenden Anklage gegen die Flut an Fake News, der man heutzutage, eigentlich schon immer, ausgesetzt ist. Die beiden geben richtig Gas und hier klingt der Thrash so wie ich ihn mag: Hart, schnell, angepisst und mit ordentlich Gift in der Stimme.
Bei POLITRICKS spielen sie schön mit dem Stereo, aber auch sonst macht der Song richtig Laune. Wütend werden hier die Instrumente malträtiert, während der Sänger sich die Lunge aus dem Hals schreit mit einer Anklage gegen die moderne, wirtschaftsorientierte Gesellschaft.
F.U.N. (FUCKED UP NATION) beendet das Album mit einem Kracher. Zwar nicht der wütendste oder schnellste Track des Albums, aber der, der mich am meisten mit nimmt.
Fazit: Um es kurz zu machen, das Album taugt so richtig und jeder Thrasher da draußen, sollte es sich einmal anhören. Die beiden haben Thrash genau so verstanden, wie ich auch und damit ein Album geschrieben, dass wie für mich gemacht ist. Hört einfach mal rein:
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72 Legions mit What a God could be

Bandname und Albumtitel: 72 Legions mit What a God could be
Genre: Melodic Death Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Diese EP haben sie am 25. September 2023 in Eigenregie veröffentlicht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist schon der zweite Extendedplayer der Band. Mehr gibt es bisher noch nicht.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Metal Devastation Radio hat mir diese fünf Songs zukommen lassen, damit ich darüber schreibe. Also hören wir uns an, was die Band aus den USA so drauf hat:
Wie finde ich die Scheibe: Das melodische bleibt eher im Hintergrund und wird nur für einzelne Passagen hervorgehoben, um bestimmte Effekte zu erzielen. Hier und da erinnern Sie etwas an Cradle of Filth, doch danach geht es immer mit reinem Todesblei weiter. Die Vocals reichen von hohem Black Metal Gekreische bis zu finstersten Growls, während die Klampfen ein knackiges Riff nach dem anderen von sich geben.
DARKER AND DARKER hat es spielend zu meinen Favoriten geschafft. Es erzeugt bei aller Brutalität auch eine beklemmende Stimmung. Das wird auch durch die vielen Tempowechsel unterstrichen. Mal geht es stampfend zur Sache, mal prescht der Track los, aber immer bekommen wir Death Metal wie er sein soll.
Fazit: Auf ein ganzes Album kann man durchaus gespannt sein, aber bis dahin hört euch diese EP an. Auch wenn ich nur einen Song explizit erwähnt habe, lohnen sich doch alle und die knapp 25 Minuten wirklich. Aber hört selbst einmal rein und macht euch selbst ein Bild:
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Starlit Melancholy mit To Wilt beneath the Stars

Bandname und Albumtitel: Starlit Melancholy mit To Wilt beneath the Stars
Genre: Atmospheric Black Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album hat er am 22. September 2023 in Eigenregie veröffentlicht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist nach einer Demo das zweite Album dieses Ein-Mann-Projektes.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Auch hier hat mir das Metal Devastation Radio die Songs zukommen lassen. Bei Atmospheric Black Metal bin ich immer etwas skeptisch, da es meist nur Mittelmaß ist, oft auch ziemlicher Mist und nur selten wirklich etwas taugt. Aber das ist auch einer der Gründe für diesen Blog, dass ich Genres die ich weniger mag auch immer mal wieder anhöre, also lasst uns mal reinhören:
Wie finde ich die Scheibe: Wie zu erwarten, bleibt das Tempo eher gemäßigt und die Musik sehr melodisch. Die Synthies stehen eindeutig im Vordergrund, während die Gitarre nur eine unterstützende Funktion hat. Das Schlagzeug ist anwesend, mehr ist dazu nicht zu sagen. Was den Gesang angeht, ist er nicht schlecht, aber ohne große Variation, also nur einfaches Gekrächze. Wie ich schon befürchtet habe, bleibt die Musik im Mittelmaß verhaftet, ohne Ausreißer in die eine oder andere Richtung, dabei hatte ich mir von dem Bandnamen etwas mehr erhofft.
Fazit: Wer dem Genre wirklich etwas abgewinnen kann, der kann hier einmal reinhören, aber für den Rest wird es sicher nichts sein. Zu viel Gedudel, zu melodisch, ohne dass die Musik irgendwelche Emotionen weckt, wie es sein sollte. Bei Interesse könnt ihr hier einmal reinhören:
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Too much said the Nature mit From the Cellar

Bandname und Albumtitel: Too much said the Nature mit From the Cellar
Genre: Alternative/Death Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben sie am zwölften August 2023 in Eigenregie veröffentlicht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Ich habe wohl noch eine EP verpasst, denn nach drei davon ist dies nun ihr Debütalbum.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Wie schon bei dem Extendedplayer Red Part 1, kam auch hier das Metal Devastation Radio auf mich zu, ob ich nicht zu diesem Album etwas schreiben würde. Da ich gerne den Weg von Bands verfolgen, stand das nicht zur Debatte, also hören wir uns mal an, wie sie in voller Länge klingen:
Wie finde ich die Scheibe: So richtig einig ist sich das Metal Devastation Radio nicht, was die Genrebezeichnung angeht. Wurde mir die vorletzte EP noch als Blackend Death vorgestellt, sagen sie zu dieser Scheibe Alternative/Death Metal. Metal Archives lasse ich mal mit ihrer Bezeichnung Melodic Black Metal außen vor, da dort nicht einmal die EP Grey Part 2 aufgeführt ist. Also aus meiner Sicht ist es gab klar Death Metal, wobei die Synthieeinlagen und die klare Frauenstimme in den Alternative Metal passen und dem Album eine gewisse Würze verleihen.
Sie spielen einen richtig schweren Death Metal Stil, wozu auch die finsteren Growls passen. Die melodischen Synthiepassagen brechen das ein wenig auf, aber mildern die Härte keineswegs. Bei manchen Liedern kann man auch etwas Black Metal heraushören, das aber eher am Anfang, wenn sie mit simplen, monotonen Riffs anfangen, doch danach geht es meist mit feinstem Todesblei weiter.
CELLAR habe ich schon einmal als Favoriten ausgesucht und auch hier finde ich nichts schlechtes an dem Lied. Immer wieder wird das Geballer durch ruhige Passagen unterbrochen, wie ein kurzes Luftholen, bevor das Geknüppel weiter geht. Hier erhebt sich der Synthesizer sogar einmal über die Raserei, was ich wirklich interessant finde.
Bei FIRST PEOPLE kann man erahnen, wieso Metal Archives die Band als Black Metal listet. Das Intro würde auch bei einem Black Metal Song passen, aber das nachfolgende Geballer ist eindeutig dem Todesblei zuzuordnen. Ein verdammt starker Song, der aus mehreren Genres das beste vereint und direkt ins Ohr geht.
Fazit: Ja, ich habe hier viel über Genres gesprochen, das ließe sich auch weiter diskutieren, aber dafür können wir gerne die Kommentarspalten nutzen. Wer fiesen Metal, ob nun Black oder Death hören will, der ist mit diesem Album gut beraten und sollte hier einmal reinhören, auch wenn es nicht von diesem Album ist:
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Team Scheiße und Planets are on It am 27. September 2023 in der Garage Saarbrücken

Wer: Team Scheiße und Planets are on It
Wann: 27. September 2023
Wo: In der Garage Saarbrücken
Wieso: Weil Team Scheiße wohl Bock auf eine Tour hatten
Preis: 20 Gelder sollte der ganze Punk kosten.
Das Konzert: Eigentlich hatte ich vor, hier den kleinen Klub zu beschreiben, aber anscheinend hatten zu viele Leute Bock auf Team Scheiße. So viele wie da waren, hätte man schon einen Industrieschredder gebraucht um alle in den kleinen Klub zu bekommen. Aber dann wäre das Publikum im wahrsten Sinne tot und wer will schon vor mehreren tausend Litern roter Pampe spielen. Also wurde es in die Garage verlegt und sie war gut gefüllt, vor allem für einen Mittwoch. Wer den Blog verfolgt, der weiß wie es hier aussieht. Also vorne eine Bühne, hinten eine Theke, rechts das Merchandise und im Foyer noch eine Theke und die Garderobe. Also rein da, ein Bier geschnappt und schon ging es los.



PLANETS ARE ON IT haben den Abend eröffnet mit etwa einer halben Stunde Verspätung, was mir aber richtig gut gepasst hat, da ich selbst eine halbe Stunde zu spät dran war. Das was sie gespielt haben lässt sich nicht so ganz einordnen. Irgendwas zwischen Artpunk und Hardcore. Es sind wohl drei Musikstudenten. Sie haben ihr Set mit dem Gedudel von Sweet Child o Mine eröffnet, zwischendrin mal etwas Hardcore Punk zum besten gegeben, generell mit den Fähigkeiten an ihren Instrumenten angegeben. Etwas Poppunk gab es auch und für mich war das Highlight das Intro von Malcolm mittendrin. Auf jeden Fall etwas, das man sich anhören kann, wenn man auf das Avantgardistische steht.





Dann kamen TEAM SCHEISSE auf die Bühne und haben schon mit dem zweiten Lied die ganze Garage zum mitsingen animiert. Zu Anfang und immer mal wieder gab es Ansagen, die sich so zusammenfassen lassen: „Sei gottverdammt noch mal kein Arschloch!“ Ich finde gut dass es solche Ansagen gibt, aber gleichzeitig auch kacke, dass sie anscheinend nötig sind. Die Band hat immer mal wieder zwischen herkömmlichen Punk, Hardcore und hin und wieder sogar etwas Grindcore gependelt. Auf jeden Fall war das Publikum wirklich investiert, es gab richtig starke Reaktionen, also so wie es sich jede Band nur wünschen kann. Besonders der Sänger hat wirklich alles gegeben. Da ist es kein wunder, dass die Zuschauer bis zur Theke mit gesprungen sind. Also ein verdammt guter Auftritt und die Band lohnt sich echt.
Fazit: Richtig klasse. Leider war ich an dem Abend richtig platt und konnte nicht so Gas geben wie sonst, aber das haben die Bands für mich übernommen. Beide Bands werde ich versuchen im Auge zu behalten und wenn ich sie nochmal irgendwo sehen kann, dann wird ich wohl auch dabei sein und wenn ihr die Gelegenheit habt, dann geht auch zu den Gigs. Bis dahin, hört hier rein:
Team Scheiße:
Planets are on It:
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Cannibal Corpse mit Chaos Horrific

Bandname und Albumtitel: Cannibal Corpse mit Chaos Horrific
Genre: Death Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben sie am 22. September 2023 über Metal Blade Records veröffentlicht.



Sonstige Veröffentlichungen der Band: Schon das 16. Album habe ich hier vorliegen. Dazu kommen noch sechs Box-Sets, fünf Compilations, vier Videos, drei Live Alben und Singles, zwei EP’s und ein Demo.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Cannibal Corpse ist so eine Band, da weiß ich nicht mehr, wie ich sie entdeckt habe. Irgendwie, nachdem ich in den Metal abgetaucht bin, waren sie schon immer da. Ich weiß aber noch, dass die Butchered at Birth ihr erstes Album war, dass ich mir zugelegt habe. Seit dem habe ich sie diverse Male live gesehen und jedes mal war es ein Erlebnis. Da ist es auch kein Wunder, dass ich auf dieses Album gewartet habe, also hören wir mal rein, was die fünf da aufgenommen haben:
Wie finde ich die Scheibe: Ich hatte Glück. Leider habe ich das Zeitfenster verpasst, in dem ich die Vinylbox hätte bestellen können, also habe ich mich entschieden das Album in meinem Stammplattenladen zu erwerben, auf dass der noch lange erhalten bleibt. Zum Glück hatten die noch ein Exemplar der Box da, also gleich eingepackt und zu Hause aufgemacht. In dem Schallplattengroßen Pappkasten erwartete mich erst einmal ein Beutel mit dem versprochenen Puzzle, dass ich bei Gelegenheit zusammensetzen werde. Dazu noch ein zweiseitiges Poster, ein Kunstdruck mit dem Coverartwork, ein dickes Booklet und dann die Schallplatte. Die ist natürlich sofort auf den Plattenspieler gewandert. Zu guter Letzt noch ein Metallpin, bei dem ich noch überlege, wo der hinwandert. Was die Aufmachung der Box angeht, da kann man sich nicht beschweren.
Was bei dem wichtigsten am ganzen Album, der Musik, auffällt, ist dass sie im Vergleich zu früheren Veröffentlichungen um einiges technischer wurden. Der Bass war schon immer sehr anspruchsvoll, aber hier haben auch die anderen tief in die Technikkiste gegriffen. Trotzdem klingt das ganze noch so brutal wie eh und je. Die Vocals sind auch wie zu erwarten original Corpsegrinder, der sich ja schon seit 28 Jahren die Lunge aus dem Leib schreit und noch immer jedes Headbangerduell gewinnt.
Mit dem Opener OVERLORDS OF VIOLENCE haben sie alles richtig gemacht, jedenfalls aus meinem Blickwinkel. Der Song eröffnet mit einem Bassriff, das einfach nur Alex Webster schreit. Etwas dass ich bei anderen Veröffentlichungen vermisst habe und dass ein wenig an die alten Tage von Fucked with a kniff und Hammer smashed Face, erinnert. Der Song gibt auch direkt Vollgas und geht direkt in den Nacken. Also genau die richtige Eröffnung.
BLOOD BLIND wurde, wie auch SUMMONED FOR SACRIFICE, vorab veröffentlicht und mit einem Video versehen, aber den Track finde ich noch eine Ecke besser. Zwar wird hier noch ganz so aufs Gas getreten, dafür haben sie die Heavyness voll aufgedreht. Aber trotzdem hat man mit beiden Songs einen guten Überblick darüber, was einen auf dem Album erwartet.
Zum Schluss möchte ich noch den Titeltrack CHAOS HORRIFIC erwähnen. Hierzu kam am Releasetag noch ein Video online, leider noch nicht zum Zeitpunkt, als ich diese Rezension geschrieben habe. Hierbei hoffe ich, dass der Song seinen Weg in die dauerhafte Setlist findet, denn er hat die Chance ein Klassiker zu werden, wie Priests of Sodom oder das schon erwähnte Hammer Smashed Face.
Fazit: Hier haben sie wirklich alles richtig gemacht. Keine schwachen Songs, keinen Song den man überspringen müsste. Zehn Lieder die alle das Potenzial haben ein paar Schädel zu spalten und einen zukünftigen Klassiker. Sicher werden einige mit meiner Favoritenenauswahl nicht einverstanden sein, aber lasst uns gerne darüber diskutieren. Bis dahin hört hier mal rein:
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Enigmatical mit War of Worlds and Dimensions

Bandname und Albumtitel: Enigmatical mit War of Worlds and Dimensions
Genre: Industrial Black Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Diese EP haben sie am 25. August 2023 ohne Labelbeteiligung raus gebracht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist die vierte EP, nach zwei Singles und je einer Split und Compilation.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Hier wollte ich eigentlich nur herausfinden, was zum Geier Industrial/Electronic Black Metal sein soll. Ich konnte mir, als mir das Metal Devastation Radio die drei Songs geschickt hat, nichts vorstellen. Also finden wir es jetzt gemeinsam heraus.
Wie finde ich die Scheibe: Es klingt schon interessant. Als hätte man mit einem Massebeschleuniger ein Gothic-Electro-Projekt in eine Black Metal Band geschossen. Die Songs bestehen hauptsächlich aus elektronischen Bears und für Industrial sind mir die Synthies zu glatt, zu poliert, aber für den Dreck sorgen die Vocals die zwischen Black und Death Metal schwanken. Gitarre und Bass sind eher in homöopathischen Dosen vorhanden oder versinken beide im Mix.
Der Opener und Titletrack WAR OF WORLDS AND DIMENSIONS gefällt mir am besten, da hier sowohl Gitarren nachweisbar sind, also auch wegen dem, nennen wir es mal Schlagzeug, das hier für ein industrialmäßiges Stakkato sorgt. Dazu kommen noch Passagen, die sowohl episch als auch treibend sind und so gut in Pagan Black Metal passen würden.
Fazit: Ich weiß noch nicht ganz, was ich davon halten soll, aber mein Interesse haben die beiden Schweden geweckt. Wer mal etwas experimentierfreudig ist, der kann hier bedenkenlos reinhören. Hier gibt es mal eine Kostprobe, dass ihr euch ein Bild machen könnt:
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Aerik von mit Shadow Empire

Bandname und Albumtitel: Aerik Von mit Shadow Empire
Genre: Dark Synth
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kommt an Halloween, also dem 31. Oktober 2023 wohl in Eigenregie raus.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es wird das sechste Album, dazu hat er noch 18 Singles, 13 EP’s und je eine Split und ein Demo veröffentlicht.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Metal Devastation Radio hat mir das Album geschickt und da ich irgendwie von Dance with the Dead angefixt war, und das hier so ähnlich klingen soll, habe ich beschlossen dem ganzen eine Chance zu geben.
Wie finde ich die Scheibe: Wie zu erwarten kommt mir die ganze Musik vor wie aus einem Soundtrack, aber das soll wohl so. Mit der Mischung aus Drums (ob nun elektronisch oder normal) diversen Synthiespuren und hin und wieder auch Gitarre und Bass klingt es nach einem düsteren Sci-Fi-Film oder Spiel, dass musikalisch unterlegt wird. Alleine die Musik macht mir Lust auf ein solches Spiel, daher kommt das Album auf jeden Fall in meinen Fundus für Pen-and-Paper-Hintergrundmusik.
Wenn ich einen Track herauspicken muss, dann wäre es 666TH STREET SUBWAY STATION, der mit einem Monotonen Rhythmus eine beklemmende Atmosphäre erschafft, wozu die Synthies noch beitragen. Der Song verspricht nichts gutes, als könnte jeder Zeit an dieser U-Bahn-Station ein Überfallkommando auftauchen und den Helden angreifen.
Fazit: Wer auf Soundtrackmusik steht, besonders wenn es zu Cyberpunk passen soll, der wird hier auf seine Kosten kommen. Ich werde, wie gesagt das Album sicher noch das eine oder andere Mal beim Pen-and-Paper nutzen. Hier findet ihr einen Vorgeschmack:
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Team Scheiße und Planets are on It am 27. September 2023 in der Garage Saarbrücken

Wer: Team Scheiße und Planets are on It
Wann: 27. September 2023
Wo: In der Garage Saarbrücken
Wieso: Weil Team Scheiße wohl Bock auf eine Tour hatten
Preis: 20 Gelder sollte der ganze Punk kosten.
Das Konzert: Eigentlich hatte ich vor, hier den kleinen Klub zu beschreiben, aber anscheinend hatten zu viele Leute Bock auf Team Scheiße. So viele wie da waren, hätte man schon einen Industrieschredder gebraucht um alle in den kleinen Klub zu bekommen. Aber dann wäre das Publikum im wahrsten Sinne tot und wer will schon vor mehreren tausend Litern roter Pampe spielen. Also wurde es in die Garage verlegt und sie war gut gefüllt, vor allem für einen Mittwoch. Wer den Blog verfolgt, der weiß wie es hier aussieht. Also vorne eine Bühne, hinten eine Theke, rechts das Merchandise und im Foyer noch eine Theke und die Garderobe. Also rein da, ein Bier geschnappt und schon ging es los.



PLANETS ARE ON IT haben den Abend eröffnet mit etwa einer halben Stunde Verspätung, was mir aber richtig gut gepasst hat, da ich selbst eine halbe Stunde zu spät dran war. Das was sie gespielt haben lässt sich nicht so ganz einordnen. Irgendwas zwischen Artpunk und Hardcore. Es sind wohl drei Musikstudenten. Sie haben ihr Set mit dem Gedudel von Sweet Child o Mine eröffnet, zwischendrin mal etwas Hardcore Punk zum besten gegeben, generell mit den Fähigkeiten an ihren Instrumenten angegeben. Etwas Poppunk gab es auch und für mich war das Highlight das Intro von Malcolm mittendrin. Auf jeden Fall etwas, das man sich anhören kann, wenn man auf das Avantgardistische steht.





Dann kamen TEAM SCHEISSE auf die Bühne und haben schon mit dem zweiten Lied die ganze Garage zum mitsingen animiert. Zu Anfang und immer mal wieder gab es Ansagen, die sich so zusammenfassen lassen: „Sei gottverdammt noch mal kein Arschloch!“ Ich finde gut dass es solche Ansagen gibt, aber gleichzeitig auch kacke, dass sie anscheinend nötig sind. Die Band hat immer mal wieder zwischen herkömmlichen Punk, Hardcore und hin und wieder sogar etwas Grindcore gependelt. Auf jeden Fall war das Publikum wirklich investiert, es gab richtig starke Reaktionen, also so wie es sich jede Band nur wünschen kann. Besonders der Sänger hat wirklich alles gegeben. Da ist es kein wunder, dass die Zuschauer bis zur Theke mit gesprungen sind. Also ein verdammt guter Auftritt und die Band lohnt sich echt.
Fazit: Richtig klasse. Leider war ich an dem Abend richtig platt und konnte nicht so Gas geben wie sonst, aber das haben die Bands für mich übernommen. Beide Bands werde ich versuchen im Auge zu behalten und wenn ich sie nochmal irgendwo sehen kann, dann wird ich wohl auch dabei sein und wenn ihr die Gelegenheit habt, dann geht auch zu den Gigs. Bis dahin, hört hier rein:
Team Scheiße:
Planets are on It:
