• 30 Years of Torment of Souls am 25. Oktober 2025 im Mergener Hof in Trier

    30 Years of Torment of Souls am 25. Oktober 2025 im Mergener Hof in Trier

    Wer: Torment of Souls, Rotting Demise,  Soul Grinder und Der Rote Milan

    Wann: 11. Oktober 2025

    Wo: Im Mergener Hof in Trier

    Wieso: Weil Torment of Souls seit 30 Jahren auf der Bühne stehen und das gefeiert werden muss.

    Preis: Für knapp 25 Euro durfte man in den Keller.

    Das Konzert: Mein erstes Konzert im Mergener Hof, bisher war ich hier nur für Schallplattenbörsen. Von einem Innenhof aus ging es durch einen kleinen Eingangsbereich eine Treppe runter in einen langen Bogenkeller, an dessen Stirnseite die Bühne steht. Im linken Nebenraum ist die Bar und die Toiletten und auf der rechten Seite die Garderobe. Wie fast überall in Trier eine geile Location.

    Den Anfang machten DER ROTE MILAN. Leider habe ich den ersten Teil ihres Auftritts verpasst,  da sie vor der, auf dem Ticket abgedruckten, Zeit angefangen haben. Trotzdem war es, nach fast einem Jahrzehnt wieder ein Hochgenuss sie live zu sehen. Fieser Black Metal vom Feinsten. Wie immer wenn ich mir ihr Zeug anhöre, hat mich besonders der Gesang mitgerissen.

    Als zweites betraten dann SOUL GRINDER die Bühne und haben gleich mit finsterem Todesblei losgelegt. Ein solider Auftritt, bei dem man gemerkt hat, dass sie richtig Bock hatten, aber sie haben mich nicht wirklich mitgerissen, trotzdem werde ich sie mal im Auge behalten, vielleicht können sich mich ja an einem anderen Abend überzeugen.

    Als vorletztes kamen dann ROTTING DEMISE an die Reihe. Die haben den ganz großen Otto losgemacht, sowohl mit ihrer Musik als auch mit Requisiten auf der Bühne. Bei ihnen wird nicht nur für die Ohren etwas geboten, sondern auch Optisch machen sie etwas her. Mit im Gepäck hatten sie ihr neues Album, dass hier an anderer Stelle noch besprochen wird. Wie schon beim letzten Mal konnten sie mich wider überzeugen.

    Zum Schluss feierten, mit einem brachialen Set, TORMENT OF SOULS, ihr dreißigjähriges Jubiläum. Nach dem normalen Set, hatten sie noch eine Überraschung für das Publikum. Einige alte Lieder, die sie seit Ewigkeiten nicht mehr live zum besten gegeben haben. So etwas macht immer Bock. Generell waren die Besucher schon richtig involviert, doch mit dieser Ankündigung stieg die Stimmung noch einmal. So gab es nicht nur verdammt geiles Todesblei, sondern auch noch ein paar Live-Raritäten.

    Fazit: Solche Geburtstagsshows machen immer richtig Spaß, und dieser Abend war keine Ausnahme. Vier starke Bands zusammen auf der Bühne in einer richtig geilen Location. Da nehme ich gerne den Weg auf mich. Wer nicht dabei war, der kann hier einmal bei den Bands reinhören:

     Torment of Souls:

    Rotting Demise:

    Soul Grinder:

    Der Rote Milan:

  • Lorna Shore mit I feel the everblack Festering within me

    Lorna Shore mit I feel the everblack Festering within me

    Bandname und Albumtitel: Lorna Shore mit I feel the everblack Festering within me

    Genre: Symphonic Deathcore

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am zwölften September 2025 über Century Media Records raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Das ist ihr fünftes Album, dazu gibt es noch elf Singles und vier EPs.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Während meines Coreprojektes hier auf diesem Blog habe ich sie zum ersten Mal wirklich gehört und auch für mich entdeckt. Immer mal wieder habe ich mir seit dem einzelne Lieder angehört und nun hören wir uns ihre neueste Scheibe an:

    Wie finde ich die Scheibe:  Wer schon mit den Gegensätzen im Symphonic Black Metal überfordert ist, der sollte hiervon eher die Finger lassen. So viel ist schon mal klar. Denn hier prallt eine unaufhaltsame Kraft auf ein unbewegliches Objekt, jedenfalls fühlt es sich so an. Die Drums, die wohl hart an der Grenze des menschlich/technisch Möglichen sind, dazu die rasenden Gitarren und der absolut unmenschliche und wandelbare Gesang kollidieren mit den orchestralen Synthieflächen.

    Schon der Opener PRISON OF FLESH hat mich nach dem Intro wirklich umgehauen. Wildeste Raserei und Geballer werden hier mit atmosphärischen Synthies unterlegt, während am Gesang alle Register gezogen werden. Von finsteresten Growls über fast klare Passagen zu unmenschlichem Gekeife ist hier alles dabei und es wirkt nicht, also sollte damit einfach nur angegeben werden.

    Am besten hat mir aber DEATH CAN TAKE ME gefallen. Es eröffnet mit einem Chor und die Drums nehmen sich etwas zurück bis das Lied so richtig loslegt. Trotz des Geknüppels, das hier veranstaltet wird, spürt man deutlich die Melancholie des Liedes. Eine interessante Mischung die mich wirklich überrascht aber auch überzeugt hat.

    Fazit: Ein wirklich bombastisches Album habe ich hier vorliegen. Normal ist der ganze Corekram (bis auf Crust- und Grindcore) nicht meins, aber das Album kann ich wirklich weiterempfehlen und werde es auch noch das eine oder andere mal hören. Und ihr hört jetzt hier rein:

  • New World Depression mit Abysmal Void

    New World Depression mit Abysmal Void

    Bandname und Albumtitel: New World Depression mit Abysmal Void

    Genre: Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Sie haben es am 18. September 2025 über Testimoy Records veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Das ist Album Nummer sieben. Hieraus haben sie auch drei ihrer fünf Singles ausgekoppelt und dazu gibt es noch zwei EPs.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Ich habe sie am Releasetag dieser Scheibe entdeckt, also sie Vorband für Benediction waren. Ihr Auftritt war richtig klasse und ich habe die CD gleich mitgenommen aber dann ist sie irgendwie etwas untergegangen. Aber hier sind wir nun und wir hören rein:

    Wie finde ich die Scheibe:  Sie ist richtig gut. Groovig, brutal und abwechslungsreich, trotzdem bleiben sie bei einem Sound. Die Riffs sind knackig, das Schlagzeug ballert ordentlich in die Fresse und der Gesang rundet alles ab. Schon nach dem ersten Mal hören war ich mir sicher, dass diese Review nervig zu lesen sein wird, aber da müssen wir durch. Die Zehn Songs gehen direkt in den Nacken und setzen sich gnadenlos fest. Gehen wir lieber gleich zu meinen Favoriten:

    SPOILS OF WAR walzt durch die Gehörgänge wie ein ganzes Panzerbataillon, während die Klampfen sich immer tiefer in die Hirnwindungen sägen. Ergibt das Sinn? Keine Ahnung aber der Track macht echt Bock. Dazu kommt der fiese, trockene Gesang. Einfach nur geil!

    MARCHING ON OUR GRAVES lässt die Panzer zwar in der Garage aber besitzt die gleiche Durchschlagskraft. Zwischen knackigen Riffs, gnadenlos hämmernden Drums und dem Gesang gibt es hier auch noch das eine oder andere Solo, das es in sich hat.

    Fazit: Was bleibt mir noch zu sagen? Nicht mehr viel, die sind wirklich eine der Entdeckungen des Jahres und haben hier ein Oberklasse Album abgeliefert. Also versucht euch noch irgendwo ein Exemplar zu sichern. Bis dahin, hier reinhören:

  • Menschenfresser und Turin Horse am 11. Oktober 2025 in der Commune Saarbrücken

    Menschenfresser und Turin Horse am 11. Oktober 2025 in der Commune Saarbrücken

    Wer: Menschenfresser und Turin Horse

    Wann: 11. Oktober 2025

    Wo: In der Commune Saarbrücken

    Wieso: Menschenfresser hatten vor kurzem eine Single rausgebracht und hatten wohl Bock mal wieder im Saarland zu spielen.

    Preis: Im Vorverkauf hat es zehn Euro gekostet und für 15 Gelder durfte man über die Abendkasse rein. Wer unter 18 war, durfte sogar gratis rein.

    Das Konzert: Das war mein erster Besuch in der Commune und ich finde den Laden klasse. Sie ist in der ehemaligen Klampfenabteilung eines Musikladens, der bis vor einigen Jahren in dem Gebäude war. Dazu noch zentral in Saarbrücken gelegen. Kein Vorraum, man ist direkt mitten drin, wenn man rein kommt linker Hand ist die Bar mit günstigen Getränken, rechts steht die Bühne. Im Keller sind die Toiletten und für Merchstände ist auch genug Platz reserviert. 

    TURIN HORSE machten den Anfang mit ihrem Blackend Doom und Sludge. Nicht so ganz mein Fall, aber trotzdem ein guter Auftritt. Auch ohne Ansagen zwischen den Liedern hat man gemerkt, dass sie Bock haben auf den Auftritt. Wer auf doomigen Black Metal steht, besonders wenn er von wirklich guten Musikern gespielt wird, der sollte sie sich mal ansehen.

    Nach einer kurzen Umbaupause kamen dann MENSCHENFRESSER auf die Bühne und haben gleich losgelegt. Das Trio hat mich schon öfter überzeugen können und so auch heute. Abgesehen von diversen Klassikern aus der Diskographie gab es auch die aktuelle Single und als Live-Premiere auch den B-Seiten-Song eben jener. Zum Schluss gab es sogar noch ganze drei Lieder als Zugabe. Hier wurde wirklich alles gegeben und das Publikum ist so richtig mitgegangen.

    Fazit: Wieder ein geiles Clubkonzert, wie ich es liebe. Zwei Klasse Bands, die richtig Bock hatten und das hat sich auch auf die Zuschauer übertragen. Der Abend war ein weiterer Grund dafür, wieso ich lieber auf kleine Konzerte gehe. Hört mal rein und seht sie euch auch mal Live an:

    Turin Horse:

    Menschenfresser:

  • Eternal Returns und Let there be Sin

    Eternal Returns und Let there be Sin

    Bandname und Albumtitel: Eternal Returns mit Let there be Sin

    Genre: Thrash/Groove Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Am fünften September kam dieses Album über Brutal Records auf den Markt.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Hier hören wir ihr zweites Album. Zuvor haben sie neun Singles und eine EP veröffentlicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Metal Devastation Radio hat mir dieses Album geschickt und ich schreibe darüber. Also lasst uns reinhören:

    Wie finde ich die Scheibe: Ich gebe es zu, das Album hat mich echt überrascht. Wenn man sich oben die Genrebezeichnung ansieht, würde man nicht das erwarten was nun kommt. Ja, sie stimmt aber ich könnte noch einige weitere hinzufügen. Mit dem fiesen Gesang, mal fast klar, nur meist heiser und tief, dann fast schon coreige Schreie, den harten Klampfen und dem wirklich starken Bass schaffen sie einen richtig geilen Sound. Wenn man gerade denkt: „Jetzt habe ich verstanden, was sie von mir wollen.“ Dann kommen sie mit einem neuen Stilelement, dass sich aber organisch in ihre Musik einfügt.

    LUST erinnert zu Anfang an Marilyn Manson oder Rob Zombie, bevor wir dann, in der zweiten Hälfte, geilen Thrash Metal um die Ohren geprügelt bekommen. Das Ganze mit einem geilen Groove. Hier war ich wirklich beeindruckt über das breite Spektrum, wie sie den Gesang einsetzen können.

    EMASCULATOR beendet das Album und war auch gleichzeitig die Singleauskopplung zu dieser Scheibe. Auch hier können sie es nicht lassen, sich Inspiration zu holen, stellenweise klingt es, als wären dem Power Metal Eier gewachsen. Hart auf die Fresse und das trotzdem episch.

    Fazit: Wer glaubt, Thrash Metal müsse immer gleich klingen, der sollte sich von den drei Indern mal die Gehörgänge durchblasen lassen. Hier geht es gleich zur ersten Lektion:

  • Trypanon mit Through the Portal of Flesh to archieve Divinity

    Trypanon mit Through the Portal of Flesh to archieve Divinity

    Bandname und Albumtitel: Trypanon mit Through the Portal of Flesh to archieve Divinity

    Genre: Black Metal/Sludge

    Veröffentlichungsdatum und Label: Am fünften September 20245 haben sie fieses Album über Time to Kill Records raus gebracht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist Album Nummer zwei, aus dem sie zwei Singles ausgekoppelt haben. Sonstige gibt es noch ein Demo.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Wieder haben Anubi-Press mir etwas geschickt und schon allein die Genrekombination klang interessant genug, also hören wir rein:

    Wie finde ich die Scheibe: Verdammt, worauf habe ich mich da eingelassen. Die eine Hälfte klingt gut, mit der anderen kann ich nichts anfangen. Aber interessant ist es allemal. Sie schaffen es Songs gleichzeitig Schnell und langsam klingen zu lassen. Der Gesang schwankt irgendwo zwischen Growls und gequälten Schreien, ist aber nicht besonders aufregend. Das Riffing hat es dafür in sich. Aus den Doomanleihen haben sie die exzessive Schwere übernommen und mit dem Black Metal veredelt.

    GNAW OUT THE FLESH TO FREE YOURSELF gefällt mir noch am besten als einzelnes Lied. Hier bleiben sie bei einem Tempo auf einmal, was den Hörgenuss steigert. Ein eher ruhiger Song, der aber einige kleine Spielereien auf der Klampfe zu bieten hat.

    Fazit: Hört euch das Album am besten im Ganzen an, statt es zu zerstückeln. Ich glaube der eine oder andere wird damit seine Freude haben, aber ich weiß gerade nicht, wem ich die Scheibe genau empfehlen soll. Ist ja auch egal, hört sie euch an:

  • Black Moon Cult mit Ophidian Future (Children of Yig)

    Black Moon Cult mit Ophidian Future (Children of Yig)

    Bandname und Albumtitel: Black Moon Cult mit Ophidian Future (Children of Yig)

    Genre: Doom Metal/Psychedelic Rock

    Veröffentlichungsdatum und Label: Am vierten September 2025 haben Sie hiermit ihr Debütalbum über Black Doomba Records veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Zuvor haben sie noch eine Single ausgekoppelt. Mehr gab es bisher nicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Dieses Album hat mir das Metal Devastation Radio zugeschickt, und aus irgendeinem Grund habe ich es in meinen Warteschlange aufgenommen. Also lasst uns mal reinhören:

    Wie finde ich die Scheibe: Es klingt gut, seltsam aber gut. Eine wilde Mischung aus Doom Metal mit seinen schweren Riffs und Psychedelic Rock mit den Effekten und Klangexperimenten. Dazu kommt in den Texten noch die Mischung aus lovecraft’schen Mythen, chinesischer Mythologie und der Bibel. Was das Instrumentarium angeht, haben sie wirklich in die vollen gegriffen, neben recht normalen Instrumenten, haben sie auch eine elektrische Sitar, eine Pfeifenorgel, Synthies, Keyboards und alles mögliche an Perkussion mit dabei.

    OPHIDIAN FUTURE möchte ich hier exemplarisch anführen, hier wird mit einer Klampfe und der Sitar eröffnet, bevor es schön heavy mit doomigen Riffs weitergeht. Hinzu kommt noch der Gesang, der sich perfekt einfügt, klar, nur leicht angeraut und hin und wieder sogar etwas aggressiv.

    Fazit: Ein wirklich wilder Trip mit abgespaceter Musik, die man selbst einmal erleben sollte. Also hört hier einmal rein und macht euch ein eigenes Bild:

  • Cruel Bomb mit Cruel Bomb

    Cruel Bomb mit Cruel Bomb

    Bandname und Albumtitel: Cruel Bomb mit Cruel Bomb

    Genre: Thrash Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Am 15. August 2025 kam dieses Album in Eigenregie raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist ihr erstes Album, doch davor waren sie nicht untätig. Drei Singles und EPs und jeweils eine Split und Compilation haben sie rausgehauen, bevor nun dieses Album kam.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Wieder hat das Metal Devastation Radio zugeschlagen und mich mit einem Stück Thrash Metal beglückt. Dann hören wir mal rein, ob das Album etwas taugt, oder etwa doch nicht:

    Wie finde ich die Scheibe: Thrash Metal ist eine Bank. Kaum ein schlechtes Album kommt aus diesem Genre, das ist auch ein Grund, wieso ich so gerne Thrash höre. Und die Vier haben wirklich abgeliefert. Angepisst, wütend und ohne etwas zurückzuhalten gehen sie hier zu Werke. Rasende Drums, knackige Riffs und ein richtig giftiger Gesang bilden hier den Grundstein. Das Ganze verschmelzen sie auf dieser Scheibe zu elf durchschlagskräftigen Songs.

    HELL HOUNDS fängt mir einer gesprochenen Passage an, die ein Sample sein könnte, bevor sie das Gaspedal durchtreten und durch die Gehörgänge rasen. Bei aller Geschwindigkeit geht der Song auch direkt in den Nacken, also ein wirklicher Banger.

    Mit WORLD BREAKER haben sie einen richtig guten Abschluss gefunden. Im Mid-Tempo marschieren sie unaufhaltsam los. Groovig und hart beenden sie dieses Album. Hier und da kommen auch noch Death Metal Anleihen zum Vorschein.

    Fazit: Hier trifft der Begriff Juggernaut wirklich zu. Wer auf Thrash Metal steht, wenn auch nur sekundär oder tertiär, dann hört hier verdammt nochmal rein:

  • Benediction, New World Depression und Realm of Chaos am 19. September 2025 in der Garage Saarbrücken

    Benediction, New World Depression und Realm of Chaos am 19. September 2025 in der Garage Saarbrücken

    Wer: Benediction, New World Depression und Realm of Chaos

    Wann: 19. September 2025

    Wo: In der Garage Saarbrücken

    Wieso: Benediction waren immer noch auf Tour mit ihrem neuen Album und wenn die so knapp vor der Haustür spielen, dann muss ich mir die doch ansehen.

    Preis: Für 28,5 Euro durfte man sich von drei Bands anschreien lassen.

    Das Konzert: Alles in allem hat sich die Garage nicht verändert, im Foyer war der Merchstand aufgebaut und an diesem Tag die Haupttankstelle. Im Hauptraum hatten sie den hinteren Bereich abgehängt, wohl wegen eher mittelprächtiger Ticketverkäufe.

    REALM OF CHAOS eröffneten. Am Gesang gab es wohl einen Besetzungswechsel, seit ich sie in Weinheim kennengelernt habe. Das tat dem Auftritt aber keinen Abbruch, denn auch so haben sie wirklich Ärsche getreten. Fieses Todesblei der besten Güte wurde geboten und sie haben dem Publikum ordentlich eingeheizt.

    Als zweites kamen NEW WORLD DEPRESSION auf die Bühne und haben die Latte noch ein Stück höher gelegt. Mit einem neuen Album im Gepäck und einem ganzen Haufen Spielfreude haben sie da weiter gemacht, wo Realm of Chaos aufgehört haben und das Publikum weiter aufgepeitscht. Die kann man sich wirklich merken und wenn sie noch einmal in vertretbarer Entfernung auftreten, werde ich sowas von dabei sein.

    Den krönenden Abschluss bildeten BENEDICTION. Wer die nicht kennt, sollte das dringend nachholen. Auf Platte sind sie schon eine verdammte Macht, aber Live eine wirkliche Naturgewalt. Zwischen kleineren Streitereien mit dem Publikum und den Ansagen, haben sie ein Brett nach dem anderen rausgehauen. Bei ihnen merkt man deutlich, dass sie noch richtig Bock haben auf der Bühne zu stehen und mit Todesblei ein paar Schädel zu spalten. Die beiden letzten Songs wurden noch für ein persönliches Statement genutzt, dass regen Anklang fand.

    Fazit: Auch wenn ich Benediction schon das zweite Mal in diesem Jahr gesehen habe, hat es sich definitiv wieder gelohnt. Besonders schön fand ich, dass einer ihrer Gitarristen ein Shirt von New World Depression auf der Bühne trug. Generell war es ein geiler Abend, prall gefüllt mit guten Bands. Wenn ihr die Möglichkeit habt, dann seht euch alle drei an:

     Benediction:

    New World Depression:

    Realm of Chaos:

  • Blackbraid mit Blackbraid III

    Blackbraid mit Blackbraid III

    Bandname und Albumtitel: Blackbraid mit Blackbraid III

    Genre: Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Am achten August 2025 wurde dieses Album in Eigenregie veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist Album Nummer drei, wie dem einen oder anderen am Titel aufgefallen sein könnte. Dazu gibt es insgesamt zwei Singles.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: 2022 hat mit Black Metal Promotion, ihr erstes Video in die Abobox gepackt und ich war sofort gefesselt. Die anderen beiden Langspieler dieses Projektes habe ich hier und hier schon besprochen, also hören wir rein, ob die Qualität gehalten wird:

    Wie finde ich die Scheibe: Nach einem kurzen Introsong geht es auch schon brachial los. Rasende Riffs, harten Drums und verdammt wütendes Gekrächze, genau das, was ich erwartet habe. Eventuell ist er hier und da etwas Technischer unterwegs, mit einigen Soli. War mir aber definitiv aufgefallen ist, dass immer mehr Instrumentals eingebaut werden, als auf den vorigen Alben.

    GOD OF BLACK BLOOD hat es als erstes auf meine Favoritenliste geschafft. Nach einigen Schreien, begleitet von einem rhythmischen Klappern, wohl ein Ritual, geht es rechts groovig aber unaufhaltsam los. Dazu wird noch eine Flöte gespielt, was dem Song auch noch eine pagane Note gibt, aber ohne dass Schwarzmetall zu verwässern.

    Fazit: Erneut ein verdammt starkes Album, dass hier aus den USA kommt. Wieder kann ich es den Freunden des Schwarzmetalls empfehlen, also hört mal rein:


Full Metal Mayhem

Reviews und anderes zum musikgewordenen Wahnsinn, auch als Metal bekannt