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Fictio Solemnis mit (A)ster

Bandname und Albumtitel: Fictio Solemnis mit (A)ster
Genre: Symphonic Black/Death Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Diese EP haben sie am 27. Januar 2022 in Eigenregie veröffentlicht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Bisher gibt es nur diese EP, eine Single und ein Demo.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Daniele Boccali, der Gitarrist, hat mich angeschrieben und mich gebeten darüber zu schreiben. Normal versuche ich ja nur Sachen zu besprechen, die zum Zeitpunkt der Review aus dem Vormonat sind, aber wenn die Band selbst auf mich zukommt, dann kann ich eine Ausnahme machen.
Wie finde ich die Scheibe: Soweit klingt es nicht schlecht. Bei der Band wäre ich auf ein Album, besonders ein Konzeptalbum gespannt. Sie verweben den Metal sehr geschickt mit den symphonischen Elementen. Das Tempo bleibt die ganze Zeit über hoch, wenn man von Intro und Outro absieht. Die Vocals, die das ganze begleiten, ist eher im Death Metal anzusiedeln, trotzdem hört man eine gewisse Schwärze aus der Musik heraus.
OPHIUCUS verbindet das orchestrale am besten mit dem Metal und ist auch der stärkste Track dieser EP. Er rast, mit epischen Untermalungen durch die Gehörgänge, gönnt sich aber auch eine dramatische Pause, bevor der Track wieder angreift.
Fazit: wie schon gesagt, ein Konzeptalbum von den Italienern wäre echt etwas, das ich auf Dauerschleife hören könnte. So bleibt mir nur folgende Empfehlung auszusprechen: Wenn ihr symphonischen Metal der härteren Gangart mögt, hört auf jeden Fall mal hier rein:
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Olamot mit Realms

Bandname und Albumtitel: Olamot mit Realms
Genre: Brutal Death Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Diese EP wurde ursprünglich am 14. Mai 2021 in Eigenregie veröffentlicht und dann nochmal auf CD am 15. April 2022 über Lethal Scissor Records.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Mehr als dieser Extendedplayer ist bisher noch nicht erschienen.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Daniele Boccali, einer der beiden Gitarristen der Band kam auf mich zu und bat mich über dieses Stück Todesblei zu schreiben. Wenn eine Band selbst auf mich zu kommt, dann kann ich auch mal ältere Sachen besprechen. Also hören wir mal rein;
Wie finde ich die Scheibe: Für den Anfang klingt es schonmal schön brutal. Aber was kommt dann? Ein Synthie der ein ganzes Orchester imitiert? Bei Brutal Death? Ja das gibt es und es klingt gut. Sie haben es geschafft dadurch die Härte und Brutalität weiter hervorzuheben, statt sie zu verwässern. Die Vocals klingen auch richtig gut, haben sie doch für vier Songs drei Sänger. Alles in allem ein starker Erstling.
SECOND DEATH hat es mir am meisten angetan, da hier beide Welten gleich am Anfang miteinander vermengt werden. Über der Doublebase legt der Synthie direkt los, hält sich aber eher im Hintergrund und überlässt Gesang und Gitarren das blutige Rampenlicht.
Fazit: Wirklich stark und ich bedauere es, dass sie mich nicht zur Veröffentlichung der EP kontaktiert haben. Aber trotzdem ist sie einen Blick wert, wer also orchestral unterstützten Brutal Death will, sollte hier einmal nachsehen:
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Alghol mit Night Eternal

Bandname und Albumtitel: Alghol mit Night Eternal
Genre: Black Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben sie digital schon am 28. Juli 2023 in Eigenregie veröffentlicht. Ebenso bringen sie selbst am 20. September 2023 eine CD und eine Kassetten Version davon raus und über Black Occult am gleichen Datum die Vinyl.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr zweites Album, zuvor kamen schon zwei EP’s, Singles und eine Split raus.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Zum Bandcamp-Friday habe ich mal wieder Twitter, oder X, wie es jetzt heißt, durchforstet und hier stach mir das Cover ins Auge. Also ab damit in den Warenkorb und hier sind wir nun.
Wie finde ich die Scheibe: Der geneigte Hörer bekommt hier anständigen Black Metal mit Synthie-Unterstützung geboten. Wer jetzt auf etwas wie Grausamkeit hofft, der wird zwar enttäuscht werden, sollte aber trotzdem einmal reinhören. Die Vocals sind recht standardmäßig, aber gut eingesetzt, während die Produktion nichts zu wünschen übrig lässt. Weder zu poliert, noch zu sumpfig, dazu kommen klassische Riffstrukturen und ein starkes Schlagzeug.
NOXIOUS OPULENCE zeigt verdammt gut, wohin hier die Reise geht. Hier wird das Geballer richtig gut mit dem Synthie vermischt. Die Melodie teilen sich hier Gitarre und das Keyboard. Dabei wird die Härte gut beibehalten und wir driften nicht in den Melodic Black Metal ab.
Fazit: Ein starkes Album, das die Balance zwischen dudeligem Synthie-Black und fiesem Schwarzmetall schafft. Keine Seite überwiegt und die Mischung kann sich wirklich hören lassen, auch wenn sie sicher nichts für jeden ist. Bei Interesse könnt ihr hier einmal reinhören:
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Nattsjäl mit I Marors Djup

Bandname und Albumtitel: Nattsjäl mit I Marors Djup
Genre: Black/Thrash Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben die Schweden am 17. Juli 2023 selbst veröffentlicht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach einer Single und einer EP ist dies nun ihr zweites Album.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Wieder einmal hat das Metal Devastation Radio zugeschlagen und mir dieses Album zugeschickt. Für Black/Thrash habe ich sowieso eine Vorliebe und wenn das ganze aus Skandinavien kommt, dann muss ich doch darüber schreiben.
Wie finde ich die Scheibe: Das ist wirklich mal eine interessante Kombination. Stellenweise erinnert es an Cradle of Filth oder Dimmu Borgir, dann aber kommen die Thrash-Parts. Der Gesang bleibt eher heiser und auf halbem Weg zwischen Black und Thrash stehen. In Summe und besonders wenn man sich das Album anhört, klingt es richtig gut.
Der Titletrack und gleichzeitig Opener I MARORS DJUP ist wirklich interessant. Hier sind sogar noch weibliche Stimmen, die dem ganzen eine besondere Note verleihen. Es ist auf jeden Fall einen Blick wert.
Fazit: Wirklich stark, aber nichts für jeden. Besonders Black Metal Puristen werden wohl keinen Spaß damit haben, dafür könnte das Album den einen oder anderen zum Schwarzmetall führen. Also hört mal hier rein:
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Masada mit The Blood will Flow

Bandname und Albumtitel: Masada mit The Blood will Flow
Genre: Thrash Metal
!! und Label: Diese EP haben sie am 14. Juli 2023 ohne Labelbeteiligung raus gebracht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr dritter Extendedplayer, nach vier Singles, zwei Demos und einer Split.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Metal Devastation Radio hat mir sie zukommen lassen. Es wurde angekündigt als Death/Thrash, also hören wir mal rein, ob das so stimmt.
Wie finde ich die Scheibe: Ich würde das ganze eher als Thrash mit ein paar Black Metal Anleihen bezeichnen. Besonders der Gesang geht eher in diese Richtung. Soweit klingt die EP auch richtig gut, schön aggressiv, hart und trotzdem auch melodisch, ohne den Stil zu verwässern. Das freut mich immer, denn es gibt genug Bands, die dieses Kunststück nicht hinbekommen und ihre Musik durch zu viel Melodie zerstören.
FIELDS OF STONE hat mir richtig gut gefallen. Bleischwer stampft der Song durch die Gehörgänge und bildet einen verdammt starken Abschluss für diese kleine EP.
Fazit: Eine richtig gute EP wurde hier abgeliefert, da hofft man doch auf ein ganzes Album. Wer Thrash mit einem Hauch Black Metal mag, der sollte hier mal reinhören:
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Spectra mit Spectra

Bandname und Albumtitel: Spectra mit Spectra
Genre: Heavy/Thrash Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben sie am 17. Juli 2023 in Eigenregie veröffentlicht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Vor diesem, ihrem Debütalbum, haben sie noch eine Singleauskopplung veröffentlicht.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Der Sänger und Gitarrist der Band kam auf mich zu und schickte mir die Songs zu, damit ich das Album bespreche. Dann lasst uns mal reinhören:
Wie finde ich die Scheibe: Überwiegend bleiben sie beim Heavy Metal, auch wenn man hier und da einen gewissen Thrash-Einfluss vernehmen kann. Das Riffing ist ganz anständig. Immer mal wieder bauen sie da sogar andere Stile mit ein, aber das Schlagzeug und der Bass sind eher unspektakulär, was leider auch für den Gesang gilt. Der ist ja meist das Aushängeschild einer Band, aber hier gibt er einem garnichts. Jedenfalls klingt es so für mich.
Einzig mit DICTATORSHIP kann ich etwas anfangen. Hier geht es etwas rasanter zur Sache. Dabei bleiben sie trotzdem melodisch. Aus dem Song hätte man wirklich etwas machen können.
Fazit: Man kann das Potenzial der Band hören, aber so ganz konnten sie es noch nicht abrufen. Jedenfalls geht es mir so. Vielleicht findet sich ja trotzdem der eine oder andere, der Spaß daran hat. Aber hört einfach mal rein:
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Athiel mit Destroy the Laws of God

Bandname und Albumtitel: Athiel mit Destroy the Laws of God
Genre: Black Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben sie am 20. Juli 2023 ohne Labelbeteiligung veröffentlicht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach einer EP und einer Single ist dies nun ihr erstes Album.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Metal Devastation Radio hat mir dieses Stück Schwarzmetall zukommen lassen. Also hören wir uns mal an, ob sich das Album lohnt.
Wie finde ich die Scheibe: Für den Anfang ist es nicht schlecht. Ganz anständiger Black Metal wird hier geboten, eher im Mid-Tempo angesiedelt und mit brauchbaren Vocals. Mir ist es etwas zu melodisch. Immer wieder wird eine Akustikklampfe eingebaut, oder andere akustische Instrumente, die sich zwischen den restlichen Teilen der Lieder wie Fremdkörper anfühlen.
Fazit: Eine wirkliche Empfehlung kann ich nicht aussprechen, sicher wird es den einen oder anderen geben, dem das Album gefällt, ich gehöre aber nicht dazu. Wer trotzdem reinhören will, der kann das hier tun:
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Augur mit Omen

Bandname und Albumtitel: Augur mit Omen
Genre: Black Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Dieses Album haben sie in Eigenregie am 28. Juli 2023 veröffentlicht.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr erstes Album, zuvor haben sie noch eine Split und eine EP rausgebracht.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Erneut zeichnet das Metal Devastation Radio für diese Review verantwortlich. Sie haben mir das Album geschickt, damit ich für euch einen Blick darauf werfe.
Wie finde ich die Scheibe: Solider Black Metal wird hier geboten, mit einer gehörigen Portion Hass. Recht rasant gehen sie zu Werke. Das Schlagzeug hämmert ordentlich, während die Gitarren fiese Riffs ausspucken und der Sänger einem seinen Hass ins Gesicht schreit. So mag ich mein Schwarzmetall. Auch die etwas ruhigeren Stellen fügen sich hier gut ein, ebenso wie die melodischeren Abschnitte, sodass alles wie aus einem Guss wirkt, aber nicht zu eintönig.
HARK! THE HERALD WITCHES SING hat es mir besonders angetan. Hier wird das Album zusammengefasst, ohne dass einfach nur ein seltsamer Mischmasch dabei herauskommt. Aggression wechselt sich hier mit epischen Momenten ab. Das Riffing ist knackig und auch der Gesang bekommt einiges an Variation, alles in allem ein richtig gutes Beispiel für modernen Black Metal.
Auch KING OF RATS klingt verdammt stark. Hier bleiben sie mehr beim Geballer gepaart mit zornigem Gekeife. Ein verdammt gutes Lied, wenn man einfach nur in seinem Hass schwelgen will.
Fazit: Starker Black Metal aus den USA. Wer es zwar modern, aber trotzdem richtig schön hasserfüllt mag, aber gegen etwas Melodie nichts einzuwenden hat, der sollte hier einmal reinhören:
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3rd War Collapse mit Catastrophic Epicenter

Bandname und Albumtitel: 3rd War Collapse mit Catastrophic Epicenter
Genre: Brutal Death Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kommt am 24. August 2023 über Lethal Scissor Records raus.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist das zweite Album dieses Projektes, mehr haben sie noch nicht veröffentlicht.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Anubi-Press hat mich auf dieses Album aufmerksam gemacht. Bei Brutal Death braucht es selten mehr als ein „Hier, bespricht das mal“ um mich zu überzeugen, so auch hier. Also sehen wir mal ob das was taugt:
Wie finde ich die Scheibe: Schon vom ersten Song an, gibt es hier in aller Brutalität auf die Fresse. Das Schlagzeug bekommt keine Pause, die Klampfen werden geschreddert und die Sänger geben alles, um sich die Lungen ohne Operation zu entfernen. So muss Brutal Death klingen.
Der Opener und gleichzeitig Titletrack, CATASTROPHIC EPICENTER, fängt verdächtig ruhig an, aber das ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Bald schon geht es los mit der Kakophonie. Eine verdammt gute Wahl, um dazu schon jetzt ein Video zu veröffentlichen.
Noch ein Stück besser finde ich aber KILLING EACH OTHER. Das Lied beginnt mit Samples aus Nachrichtensendungen über Morde. Danach bricht die akustische Hölle los, dass es eine wahre Freude ist. Ein Stück rasender, ein wenig brutaler, noch etwas mehr Heavyness, all das haben sie hier reingepackt und es klingt richtig geil.
Fazit: Das hier hat wirklich das Potenzial um eines der Alben des Jahres zu werden. Soll ich eigentlich so eine Liste erstellen? Da seid ihr mal gefragt. Auf jeden Fall könnt ihr euch bis zum Release mal das Video hier ansehen und vor allem anhören:
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Sorrow Enthroned mit Illicit Infantile Surgical Procedures

Bandname und Albumtitel: Sorrow Enthroned mit Illicit Infantile Surgical Procedures
Genre: Brutal Death/Black Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Am 18. Juli 2023 haben sie dieses Album im Selbstverlag auf die Welt losgelassen.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr drittes Album, zuvor haben sie fünf Singles veröffentlicht, zwei davon aus diesem Album ausgekoppelt, und drei EP’s.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Auch dieses Stück Todesblei kam über das Metal Devastation Radio auf meinen Tisch. Also seziere ich es für euch, damit ihr wisst, was euch erwartet.
Wie finde ich die Scheibe: Hier bekommen wir hauptsächlich fiesestes Todesblei um die Ohren geschlagen. Nur hin und wieder lässt ein Kreischen den Schwarzmetallanteil erahnen, was aber einen verdammt geilen Kontrast zu den finsteren Growls bietet. Auch das Instrumentarium bleibt eher beim Death Metal, also brutal, heavy und richtig schön düster. Bei der Geschwindigkeit sind sie nicht festgelegt, es gibt hier für jeden Geschmack etwas, ohne dass es gewollt wirkt, der Stil bleibt immer der gleiche: Leicht geschwärzter Brutal Death Metal .
KINGDOM OF FESTERING ROT ist das musikalische Äquivalent zu einem Panzer, der den Hörer überrollt. Eher im unteren Mid-Tempo angesiedelt und wirklich heavy walzt der Song durch die Gehörgänge. Ein wenig erinnert er an Bolt Thrower.
Für den einen oder anderen könnte ONWARD, THE TOMB AWAITS ein Motivationslied sein. Wo es langsam anfängt, umso mehr steigert sich das Lied in eine Raserei, nur um im Grab zu enden. Richtig stark und so schwer wie sechs Fuß Erde auf der Brust.
Fazit: Wirklich ein starkes Album, dass uns hier präsentiert wurde. Wer es leicht geschwärzt und verdammt heavy und wirklich brutal mag, der sollte sich das Album mal genauer ansehen. Hier könnt ihr mal reinhören:
