• Turanis mit A Dance in the Mist

    Turanis mit A Dance in the Mist

    Bandname und Albumtitel: Turanis mit A Dance in the Mist

    Genre: Gothic Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am 30. Juli 2023 in Eigenregie raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach einer selbstbetitelten EP ist dies das erste Album.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Metal Devastation Radio hat mir die Band mit dem Album zukommen lassen. Auch wenn Goth nichtmehr so ganz mein Genre der Wahl ist, habe ich es angenommen, um der alten Zeiten willen. Also hören wir mal rein:

    Wie finde ich die Scheibe: Wir als Hörer bekommen hier soliden Gothic Metal geboten. Das Ganze orientiert sich ziemlich am Doom Metal, aber mit etwas mehr Energie und trotzdem etwas mehr Melancholie. Auch hört man raus, dass hier Engländer am Werk sind. Nicht nur was die Sprache angeht, auch die Musik hat einen gewissen britischen Einschlag, auch wenn ich den nicht näher definieren kann.

    Der fast schon Titletrack DANCE OF MISTS klingt schonmal ziemlich stark. Das Intro wird hier gesprochen, bevor es ruhig, schwer und melancholisch losgeht. Obwohl das Lied im Mid-Tempo gehalten ist, strahlt es eine gewisse Ruhe aus, was ich sehr interessant finde. Definitiv eine Empfehlung.

    THE LOSS trägt einen gewissen Zorn in sich. Dieser wird aber unterdrückt oder durch die düstere Grundstimmung der Musik zurückgehalten. Davon abgesehen ist das Lied wirklich stark und fasst das Album auch ganz gut zusammen.

    Fazit: Wirklich hörenswert das Album. Leider macht es nicht genug mit mir, damit ich eine höhere Bewertung abgegeben kann, aber vielleicht ändert sich das ja mit weiteren Veröffentlichungen. Bis dahin hört mal hier rein:

  • ORCumentary mit ORCumentary

    ORCumentary mit ORCumentary

    Bandname und Albumtitel: ORCumentary mit ORCumentary

    Genre: Power/Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Diese EP kommt am 25. August 2023 ohne Labelbeteiligung raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Anscheinend ist dies ihre zweite EP, nach vier Alben.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Immer wieder bekomme ich absolut seltsame Sachen vom Metal Devastation Radio zugeschickt. Wer den Blog verfolgt, der wird sich erinnern. So auch mit dieser EP. Also hören wir uns mal an, wie so eine ORCumentary klingt.

    Wie finde ich die Scheibe: Ich glaube ich kann heraushören, wie die Band entstanden ist: Sie haben eine Runde Dungeons and Dragons gespielt und das ganze als eine Gruppe Orks. Durch einen Zufall hatte jeder ein Instrument zu Hause und nach genügend Bier, oder was die in den USA als solches bezeichnen, war der Plan gefasst. Also im Prinzip so ähnlich wie sich wohl jede Power Metal Band gründet. Aber genug von meinen wirren Theorien. Die Musik klingt nicht schlecht. Recht groovig, mit Keyboardunterstützung gehen sie hier zu Werke und mischen auf interessante Weise Death und Power Metal, wobei sie sich nicht zu ernst nehmen. Man hört ihnen wirklich an, dass sie Spaß an dem haben, was sie tun.

    GIT OF FRENZIED RAGE gefällt mir hiervon am besten, obwohl ich mit allen fünf Liedern meinen Spaß habe. Hier klingt das Keyboard verdammt nochmal nach den 80ern, der Bass wummert darunter und es gibt coole Growls, bei denen man wirklich einen Orkhäuptling vor dem inneren Auge sieht.

    Fazit: Es macht Spaß, wer auf Musik mit Death Metal Anleihen und einer gehörigen Portion Spaß steht, der ist hiermit wirklich gut beraten. Also hört einfach mal rein, was diese Orks da veranstalten:

  • Fictio Solemnis mit (A)ster

    Fictio Solemnis mit (A)ster

    Bandname und Albumtitel: Fictio Solemnis mit (A)ster

    Genre: Symphonic Black/Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Diese EP haben sie am 27. Januar 2022 in Eigenregie veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Bisher gibt es nur diese EP, eine Single und ein Demo.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Daniele Boccali, der Gitarrist, hat mich angeschrieben und mich gebeten darüber zu schreiben. Normal versuche ich ja nur Sachen zu besprechen, die zum Zeitpunkt der Review aus dem Vormonat sind, aber wenn die Band selbst auf mich zukommt, dann kann ich eine Ausnahme machen.

    Wie finde ich die Scheibe: Soweit klingt es nicht schlecht. Bei der Band wäre ich auf ein Album, besonders ein Konzeptalbum gespannt. Sie verweben den Metal sehr geschickt mit den symphonischen Elementen. Das Tempo bleibt die ganze Zeit über hoch, wenn man von Intro und Outro absieht. Die Vocals, die das ganze begleiten, ist eher im Death Metal anzusiedeln, trotzdem hört man eine gewisse Schwärze aus der Musik heraus.

    OPHIUCUS verbindet das orchestrale am besten mit dem Metal und ist auch der stärkste Track dieser EP. Er rast, mit epischen Untermalungen durch die Gehörgänge, gönnt sich aber auch eine dramatische Pause, bevor der Track wieder angreift.

    Fazit: wie schon gesagt, ein Konzeptalbum von den Italienern wäre echt etwas, das ich auf Dauerschleife hören könnte. So bleibt mir nur folgende Empfehlung auszusprechen: Wenn ihr symphonischen Metal der härteren Gangart mögt, hört auf jeden Fall mal hier rein:

  • Olamot mit Realms

    Olamot mit Realms

    Bandname und Albumtitel: Olamot mit Realms

    Genre: Brutal Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Diese EP wurde ursprünglich am 14. Mai 2021 in Eigenregie veröffentlicht und dann nochmal auf CD am 15. April 2022 über Lethal Scissor Records.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Mehr als dieser Extendedplayer ist bisher noch nicht erschienen.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Daniele Boccali, einer der beiden Gitarristen der Band kam auf mich zu und bat mich über dieses Stück Todesblei zu schreiben. Wenn eine Band selbst auf mich zu kommt, dann kann ich auch mal ältere Sachen besprechen. Also hören wir mal rein;

    Wie finde ich die Scheibe: Für den Anfang klingt es schonmal schön brutal. Aber was kommt dann? Ein Synthie der ein ganzes Orchester imitiert? Bei Brutal Death? Ja das gibt es und es klingt gut. Sie haben es geschafft dadurch die Härte und Brutalität weiter hervorzuheben, statt sie zu verwässern. Die Vocals klingen auch richtig gut, haben sie doch für vier Songs drei Sänger. Alles in allem ein starker Erstling.

    SECOND DEATH hat es mir am meisten angetan, da hier beide Welten gleich am Anfang miteinander vermengt werden. Über der Doublebase legt der Synthie direkt los, hält sich aber eher im Hintergrund und überlässt Gesang und Gitarren das blutige Rampenlicht.

    Fazit: Wirklich stark und ich bedauere es, dass sie mich nicht zur Veröffentlichung der EP kontaktiert haben. Aber trotzdem ist sie einen Blick wert, wer also orchestral unterstützten Brutal Death will, sollte hier einmal nachsehen:

  • Alghol mit Night Eternal

    Alghol mit Night Eternal

    Bandname und Albumtitel: Alghol mit Night Eternal

    Genre: Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben sie digital schon am 28. Juli 2023 in Eigenregie veröffentlicht. Ebenso bringen sie selbst am 20. September 2023 eine CD und eine Kassetten Version davon raus und über Black Occult am gleichen Datum die Vinyl.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr zweites Album, zuvor kamen schon zwei EP’s, Singles und eine Split raus.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Zum Bandcamp-Friday habe ich mal wieder Twitter, oder X, wie es jetzt heißt, durchforstet und hier stach mir das Cover ins Auge. Also ab damit in den Warenkorb und hier sind wir nun.

    Wie finde ich die Scheibe: Der geneigte Hörer bekommt hier anständigen Black Metal mit Synthie-Unterstützung geboten. Wer jetzt auf etwas wie Grausamkeit hofft, der wird zwar enttäuscht werden, sollte aber trotzdem einmal reinhören. Die Vocals sind recht standardmäßig, aber gut eingesetzt, während die Produktion nichts zu wünschen übrig lässt. Weder zu poliert, noch zu sumpfig, dazu kommen klassische Riffstrukturen und ein starkes Schlagzeug.

    NOXIOUS OPULENCE zeigt verdammt gut, wohin hier die Reise geht. Hier wird das Geballer richtig gut mit dem Synthie vermischt. Die Melodie teilen sich hier Gitarre und das Keyboard. Dabei wird die Härte gut beibehalten und wir driften nicht in den Melodic Black Metal ab.

    Fazit: Ein starkes Album, das die Balance zwischen dudeligem Synthie-Black und fiesem Schwarzmetall schafft. Keine Seite überwiegt und die Mischung kann sich wirklich hören lassen, auch wenn sie sicher nichts für jeden ist. Bei Interesse könnt ihr hier einmal reinhören:

  • Nattsjäl mit I Marors Djup

    Nattsjäl mit I Marors Djup

    Bandname und Albumtitel: Nattsjäl mit I Marors Djup

    Genre: Black/Thrash Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben die Schweden am 17. Juli 2023 selbst veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach einer Single und einer EP ist dies nun ihr zweites Album.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Wieder einmal hat das Metal Devastation Radio zugeschlagen und mir dieses Album zugeschickt. Für Black/Thrash habe ich sowieso eine Vorliebe und wenn das ganze aus Skandinavien kommt, dann muss ich doch darüber schreiben.

    Wie finde ich die Scheibe: Das ist wirklich mal eine interessante Kombination. Stellenweise erinnert es an Cradle of Filth oder Dimmu Borgir, dann aber kommen die Thrash-Parts. Der Gesang bleibt eher heiser und auf halbem Weg zwischen Black und Thrash stehen. In Summe und besonders wenn man sich das Album anhört, klingt es richtig gut.

    Der Titletrack und gleichzeitig Opener I MARORS DJUP ist wirklich interessant. Hier sind sogar noch weibliche Stimmen, die dem ganzen eine besondere Note verleihen. Es ist auf jeden Fall einen Blick wert.

    Fazit: Wirklich stark, aber nichts für jeden. Besonders Black Metal Puristen werden wohl keinen Spaß damit haben, dafür könnte das Album den einen oder anderen zum Schwarzmetall führen. Also hört mal hier rein:

  • Masada mit The Blood will Flow

    Masada mit The Blood will Flow

    Bandname und Albumtitel: Masada mit The Blood will Flow

    Genre: Thrash Metal

    !! und Label: Diese EP haben sie am 14. Juli 2023 ohne Labelbeteiligung raus gebracht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr dritter Extendedplayer, nach vier Singles, zwei Demos und einer Split.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Metal Devastation Radio hat mir sie zukommen lassen. Es wurde angekündigt als Death/Thrash, also hören wir mal rein, ob das so stimmt.

    Wie finde ich die Scheibe: Ich würde das ganze eher als Thrash mit ein paar Black Metal Anleihen bezeichnen. Besonders der Gesang geht eher in diese Richtung. Soweit klingt die EP auch richtig gut, schön aggressiv, hart und trotzdem auch melodisch, ohne den Stil zu verwässern. Das freut mich immer, denn es gibt genug Bands, die dieses Kunststück nicht hinbekommen und ihre Musik durch zu viel Melodie zerstören.

    FIELDS OF STONE hat mir richtig gut gefallen. Bleischwer stampft der Song durch die Gehörgänge und bildet einen verdammt starken Abschluss für diese kleine EP.

    Fazit: Eine richtig gute EP wurde hier abgeliefert, da hofft man doch auf ein ganzes Album. Wer Thrash mit einem Hauch Black Metal mag, der sollte hier mal reinhören:

  • Spectra mit Spectra

    Spectra mit Spectra

    Bandname und Albumtitel: Spectra mit Spectra

    Genre: Heavy/Thrash Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben sie am 17. Juli 2023 in Eigenregie veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Vor diesem, ihrem Debütalbum, haben sie noch eine Singleauskopplung veröffentlicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Der Sänger und Gitarrist der Band kam auf mich zu und schickte mir die Songs zu, damit ich das Album bespreche. Dann lasst uns mal reinhören:

    Wie finde ich die Scheibe: Überwiegend bleiben sie beim Heavy Metal, auch wenn man hier und da einen gewissen Thrash-Einfluss vernehmen kann. Das Riffing ist ganz anständig. Immer mal wieder bauen sie da sogar andere Stile mit ein, aber das Schlagzeug und der Bass sind eher unspektakulär, was leider auch für den Gesang gilt. Der ist ja meist das Aushängeschild einer Band, aber hier gibt er einem garnichts. Jedenfalls klingt es so für mich.

    Einzig mit DICTATORSHIP kann ich etwas anfangen. Hier geht es etwas rasanter zur Sache. Dabei bleiben sie trotzdem melodisch. Aus dem Song hätte man wirklich etwas machen können.

    Fazit: Man kann das Potenzial der Band hören, aber so ganz konnten sie es noch nicht abrufen. Jedenfalls geht es mir so. Vielleicht findet sich ja trotzdem der eine oder andere, der Spaß daran hat. Aber hört einfach mal rein:

  • Athiel mit Destroy the Laws of God

    Athiel mit Destroy the Laws of God

    Bandname und Albumtitel: Athiel mit Destroy the Laws of God

    Genre: Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben sie am 20. Juli 2023 ohne Labelbeteiligung veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach einer EP und einer Single ist dies nun ihr erstes Album.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Metal Devastation Radio hat mir dieses Stück Schwarzmetall zukommen lassen. Also hören wir uns mal an, ob sich das Album lohnt.

    Wie finde ich die Scheibe: Für den Anfang ist es nicht schlecht. Ganz anständiger Black Metal wird hier geboten, eher im Mid-Tempo angesiedelt und mit brauchbaren Vocals. Mir ist es etwas zu melodisch. Immer wieder wird eine Akustikklampfe eingebaut, oder andere akustische Instrumente, die sich zwischen den restlichen Teilen der Lieder wie Fremdkörper anfühlen.

    Fazit: Eine wirkliche Empfehlung kann ich nicht aussprechen, sicher wird es den einen oder anderen geben, dem das Album gefällt, ich gehöre aber nicht dazu. Wer trotzdem reinhören will, der kann das hier tun:

  • Augur mit Omen

    Augur mit Omen

    Bandname und Albumtitel: Augur mit Omen

    Genre: Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Dieses Album haben sie in Eigenregie am 28. Juli 2023 veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr erstes Album, zuvor haben sie noch eine Split und eine EP rausgebracht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Erneut zeichnet das Metal Devastation Radio für diese Review verantwortlich. Sie haben mir das Album geschickt, damit ich für euch einen Blick darauf werfe.

    Wie finde ich die Scheibe: Solider Black Metal wird hier geboten, mit einer gehörigen Portion Hass. Recht rasant gehen sie zu Werke. Das Schlagzeug hämmert ordentlich, während die Gitarren fiese Riffs ausspucken und der Sänger einem seinen Hass ins Gesicht schreit. So mag ich mein Schwarzmetall. Auch die etwas ruhigeren Stellen fügen sich hier gut ein, ebenso wie die melodischeren Abschnitte, sodass alles wie aus einem Guss wirkt, aber nicht zu eintönig.

    HARK! THE HERALD WITCHES SING hat es mir besonders angetan. Hier wird das Album zusammengefasst, ohne dass einfach nur ein seltsamer Mischmasch dabei herauskommt. Aggression wechselt sich hier mit epischen Momenten ab. Das Riffing ist knackig und auch der Gesang bekommt einiges an Variation, alles in allem ein richtig gutes Beispiel für modernen Black Metal.

    Auch KING OF RATS klingt verdammt stark. Hier bleiben sie mehr beim Geballer gepaart mit zornigem Gekeife. Ein verdammt gutes Lied, wenn man einfach nur in seinem Hass schwelgen will.

    Fazit: Starker Black Metal aus den USA. Wer es zwar modern, aber trotzdem richtig schön hasserfüllt mag, aber gegen etwas Melodie nichts einzuwenden hat, der sollte hier einmal reinhören:


Full Metal Mayhem

Reviews und anderes zum musikgewordenen Wahnsinn, auch als Metal bekannt