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Shodan mit None shall Prevail

Bandname und Albumtitel: Shodan mit None shall Prevail
Genre: Technical Death Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kommt am fünften Mai 2023 auf Time to Kill Records raus.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies wird das dritte Album. Zuvor haben sie noch je eine EP und Single veröffentlicht.
Wie habe ich die Band kennengelernt: An diesem Stück Technischen Todesbleis sind Anubi-Press schuld, die mir das Album geschickt haben. Also nicht am Album selbst, aber an dieser Review. Also hören wir mal rein:
Wie finde ich die Scheibe: Schlecht ist es nicht, im Gegenteil. Die Drums ballern, die Gitarren sägen und der Sänger brüllt sich in unmenschlicher Manier die Lunge aus dem Leib. Auch die Produktion lässt nichts zu wünschen übrig. Auch die nötige Energie ist da, aber nur zu einem gewissen Maße. Wenn ich mir Death Metal anhöre, dann will ich von der Musik überrollt werden, als würde ein Pyroklastischer Strom auf mich zurasen. Einige Songs bekommen es hin, andere leider nicht.
Von den neun Songs hat es nur NIGHTTIME VIOLATORS in meine Favoriten geschafft. Hier wird von der ersten Sekunde an alles zu Kleinholz verarbeitet, was im Weg steht. Es geht direkt rasend los und das Tempo wird weitgehend gehalten, von kurzen Passagen abgesehen, in denen mit psychotischen Gitarren Luft geholt wird.
Fazit: Wer meinen Blog verfolgt, der weiß, dass ich an sich nichts gegen Technical Death habe, solange sie es schaffen, trotz der ganzen Spielereien noch die nötige Härte und Energie zu entfesseln. Hier ist das leider zu selten den Fall, aber wer Bock hat, kann sich trotzdem einmal das Album anhören:
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Todverhexen mit Verbotene Hexerei

Bandname und Albumtitel: Todverhexen mit Verbotene Hexerei
Genre: Black Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Dieses Album kam am 20. März 2023 über Humanity’s Plague Productions.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist sein Debütalbum, nach einem Demo und einer Single.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Wer diesen Blog verfolgt, der weiß, dass ich viel Black Metal höre und auch gerne darüber schreibe. Ebenso wie mit Bands aus eher untypischen Ländern (hier zum Beispiel Chile), also war es doch nur folgerichtig, dass ich dieses Album bespreche, nachdem es mir durch das Metal Devastation Radio geschickt wurde. Also los geht’s:
Wie finde ich die Scheibe: Roh und ungeschliffen kommt das Album daher. Das Schlagzeug lärmt irgendwo im Hintergrund, auch die Klampfen sind in dem Soundbrei eher zu erahnen. Zusammengehalten wird die Musik durch den krächzenden Gesang, der kaum etwas menschliches an sich hat. Im Prinzip genau so, wie es bei Raw Black Metal sein soll.
A DYING SEPULCHRAL MANTLE rast nur so in seiner dämonischen Kakophonie dahin. Darüber immer wieder diese Schreie, die einfach nur verdammt gut klingen. Hin und wieder wird daraus auch ein finsteres Grollen, womit er einen eindrücklichen Effekt erzielt.
Bei STIGMA DER NICHTEXISTENZ lässt er sich zu so etwas wie einer Melodie hinreißen, jedoch nicht zu aufdringlich. Nach einem schleppenden Intro geht es dann bald rasend und hasserfüllt weiter.
Fazit: Jene, die dem Black Metal der frühen 90er huldigen, denen die Qualität nicht ranzig genug sein kann, die mehr Kassetten als alle anderen Tonträger besitzen, die sind hier genau richtig. Also Freunde des ungeschliffenen Schwarzmetalls, hört hier einmal rein:
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Feuerschwanz, Warkings und Angus McSix auf der Memento Mori Tour am 21. April 2023 in der Garage Saarbrücken

Wer: Feuerschwanz, Warkings und Angus McSix
Wann: 21. April 2023
Wo: In der Garage Saarbrücken
Wieso: Als Nachholtermin anlässlich ihres vorigen Albums
Preis: 35 Euro wollten dir Bands für ihre Darbietung haben.
Das Konzert: Die Garage habe ich eigentlich schon oft genug beschrieben, also Kürze ich das Ganze hier ein wenig ab: Im Hauptraum haben sie jeden Zentimeter an Platz freigeräumt, damit die Massen irgendwo unterkommen. Die Merch-Stände wurden im hinteren Teil den Foyers aufgebaut, so dass man es nicht weit hatte um seine frisch erstandenen Schallplatzen an der Garderobe abzugeben. Hier, wie auch im Hauptraum hatten die Bars geöffnet und wurden auch rege besucht.
ANGUS MCSIX eröffnete den Abend und was soll ich sagen. Der Typ ist wohl nie von einem LARP zurückgekommen, jedenfalls geistig. Wir hatten hier im Prinzip alle Power-Metal-Klischees vereint, absurde Kostüme (vor allem seine Goldene Rüstung, samt beleuchtetem Schwert), hohe Schreie, eingängige Songs und ordentlich Energie. Also ein klasse Opener, bei dem die Garage schon richtig voll war.


Auch die nächste Band, WARKINGS, bestand aus Musikern, die Geistig noch bei ihren jeweiligen Rollenspielrunden sind: Ein Römer singt, hinter der Schießbude ein Spartaner (gibt es noch Antike Griechen die keine Spartaner sind?), an der Klampfe ein Kreuzritter und den Bass hatte ein Wikinger in seiner Gewalt. Was sie da veranstaltet haben, konnte man sich echt anhören und ansehen, auch wenn es schon ein seltsames Bild auf der Bühne war.


Zum Schluss kamen dann der Hauptmann und sein geiler Haufen auf die Bühne, um die Hütte so richtig abzureißen. Das haben sie auch geschafft. Sie haben sich einmal durch einen Großteil ihrer Diskographie gespielt, wobei sie den Fokus eher auf die neueren Sachen gelegt haben. Es gab sogar einen Ausblick auf das neue Album. Zwischen und während den Liedern gab es einiges an Interaktion mit dem Publikum, was Selbiges mit großem Enthusiasmus quittierte. Also im Prinzip ein guter Auftritt, oder? Ja schon, nur ich vermisse die alten Zeiten. Ja, mich selbst nerven die Typen, die die ganze Zeit nur die alten Lieder hören wollen, aber ich hätte mir ein gemischteres Set gewünscht. Denn die Band hatte im Laufe der Zeit eine ziemliche Wandlung vollzogen.







Fazit: Es war ein klasse Abend, drei Bands, die jeweils richtig Bock hatten und das Publikum dieses auch spüren ließen. Dies hat auch das ihre dazu beigetragen, denn die Bands können sich den Arsch abspielen, aber wenn die Leute nicht mitgehen, dann taugt der Auftritt nicht mehr viel. Hier hat einfach alles gepasst, also sucht euch einen Termin auf der Tour und geht hin:
Feuerschwanz:
Warkings:
Angus McSix:
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Coppelius mit Abwärts

Bandname und Albumtitel: Coppelius mit Abwärts
Genre: Heavy Wood (was ich bevorzuge) oder Kammer Metal (was wohl die Band bevorzugt)
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am 27. Januar 2023 über Foxy Records raus. Ja, ich bin etwas spät dran.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist das siebente Album der Kapelle, dazu kommen noch drei EP’s, die in einer Box zusammengefasst wurden. Damit sind sie auf die gesamte Geschichte der Kapelle, recht träge, da sie schon seit 220 Jahren besteht. Jedoch in den letzten Jahren haben sie wohl den Elan gefunden ihre Werke mittels der Wunder der modernen Technik aufzunehmen.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Es war 2008 auf dem Hexentanz Festival. Dort sah ich sie das erste Mal bei einem Auftritt. Die Musik kannte ich noch nicht, nur den Namen von einem Flugblatt. Schon als Bastille, der Diener der fünf Herren, die Bühne für den Auftritt vorbereitete, war ich neugierig. Als dann alle ihre Instrumente aufnahmen und mit der Darbietung begannen, war ich gefesselt. Seit diesem Tag zählen sie zu meinen liebsten Musikern, auch wenn sie mit der Herzmaschine einen Tiefpunkt erreicht haben, aus dem sie das Kammerarchiv nur bedingt herausziehen konnte. Aber kommen wir zu dem nun vorliegenden Werk:
Wie finde ich die Scheibe: Das Album scheint sich wieder mehr am Frühwerk zu orientieren. Es ist eine gute Mischung aus rasanteren, schmissigeren und auch ruhigeren, nachdenklicheren Liedern. Dazu haben sie noch die Originalversionen zweier berühmter Neuaufnahmen hinzugefügt.
Wer diese Kapelle noch nicht kennt, für den sei an dieser Stelle die Besetzung und die Musik erklärt: Die Herren Max Coppella und der verehrte Comte Caspar spielen beide sowohl Klarinetten und das Cembalo, während sie sich nicht auch noch dem Gesang widmen. Seine hochgeboren, Graf Lindorf unterstützt die beiden vorgenannten beim Gesang und spielt dabei noch das Cello. Der Herr Sissy Voss widmet sich gänzlich dem Kontrabass, während Herr Linus von Doppelschlag hinter dem Schlagzeug sitzt. Um weitere Gesangspassagen und die Bedürfnisse dieser Herren kümmert sich Bastille.
Der Titel MEIN GRAB wurde schon zuvor veröffentlicht und hier möchte ich die Herren für die Wahl des Titels kritisieren. Der Text wird aus Sicht einer scheintoten Person erzählt, und mit einem anderen Titel, der nichts mit dem Tod zu tun hat, hätte das Lied eine stärkere Wirkung gehabt. Ähnlich, wenn auch unter anderen Vorzeichen, wie die Geschichte „Lebendig begraben“ des großen Edgar Allan Poe.
I HATE ist ein interessantes Lied. Einerseits ist es düster, zum Titel passend, andererseits aber auch verspielt und stellenweise sogar geeignet einen Rhythmus für die Arbeit vorzugeben. Dazu kommen noch die Klangfarben, sowohl was die Instrumente angeht, als auch die des Gesanges.
In Anlehnung an die Worte des Kanzlers des Klingonischen Reiches und Führer des hohen Rates Gorkon: „Sie werden Shakespeare erst wirklich genießen, wenn sie ihn im klingonischen Original lesen.“, sage ich: „Sie werden manche Lieder erst wirklich genießen, wenn sie sie im coppelianischen Original hören.“ Hier haben sie uns wieder zwei Beispiele, die meine These stützen: BLOODLINE und CHOP SUEY. Diese Stücke kennen Sie, verehrter Leser, von den Kapellen Slayer und System of a Down. Daher bleibt mir zu diesen Lieder nur noch zu sagen, hören Sie sie im Original.
Fazit: Was bleibt eurem ergebenen Rezensenten noch zu sagen, was er nicht oben schon geschrieben hat. Wer, wie ich, eine Schwäche für frühere Zeiten und deren Musik hat, der sollte, wenn er sie noch nicht kennt, sich diese Kapelle und auch das Album unbedingt einmal anhören. Hier findet ihr eine Kostprobe des Schaffens der fünf Herren und ihres beflissenen Dieners:
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Dyspläcer mit Temple Hights

Bandname und Albumtitel: Dyspläcer mit Temple Hights
Genre: Heavy Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Dieses Stück Metal bringt die Band am 20. April 2023 ohne Labelbeteiligung raus.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach zwei Singleauskopplungen folgt nun das Album.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Eigentlich wollte ich nur herausfinden, was zur fickenden Hölle „New Wave of traditional Kung Fu Heavy Metal“ ist. Dann habe ich mir das Album angehört und…
Wie finde ich die Scheibe: …was soll ich sagen. Ganz ansehnlicher Heavy Metal, dessen Musiker wohl zu viel vom alten Hongkong-Kino gesehen haben. Ich bin ehrlich, ich mag keine Filme, in denen die Kämpfer gefühlt über Stunden in der Luft schweben und sich das Fressbrett polieren, außer diese Fähigkeit wird im Film selbst erklärt. Aber das ist ein anderes Thema. Das Album ist nicht schlecht, auch wenn es hauptsächlich von diesem Gimmick lebt. Soll es doch ruhig. Immer mal wieder werden Asiatische Instrumente eingebaut, so dass es stellenweise klingt, als ob sie sich einfach nur bei der Hintergrundmusik von irgendwelchen Kung Fu Filmen bedient hätten.
BLACK WIDOW hat es auf Anhieb unter meine Favoriten geschafft. Sie schaffen es hier, Bilder von Tempeln im Gebirge heraufzubeschwören, in denen Mönche sich der Kampfkunst widmen. Besonders gut haben sie hier mit dem Gesang gearbeitet, der hier ein Stück größer klingt, als bei den anderen Liedern des Albums.
WAY OF THE NINJA klingt auch verdammt geil. Hier erinnert mich die Band ein wenig an Helloween. Aber diese Ähnlichkeit ist nur oberflächlich, denn sie haben eindeutig einen eigenen Stil. Hier frönen sie den Klischees über diese legendären und verklärten Auftragsmörder, aber wie bei den einschlägigen Filmen heißt es auch hier: Kopf aus und genießen.
Fazit: Hier möchte ich einmal das Bild, das Ernie auf seinem Kanal Krachmucker TV gerne für guten Heavy Metal verwendet. Er rennt dann mit einem imaginären Schwert durch seine Bude, vor seinem geistigen Auge ist ein Drache und irgendwo noch eine Burg. Hier war es bei mir ähnlich. Statt eines normalen Schwertes hatte ich ein Jiàn in der Hand, die Burg war eine stereotype Bergfestung/Tempel wie man sie aus den einschlägigen Filmen kennt und der Drache hatte auch eher das schlangenartige Aussehen der Chinesischen Drachen. Also: ein richtig gutes Album, hört mal rein:
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Eden weint im Grab mit Apokalypse Galore

Bandname und Albumtitel: Eden weint im Grab mit Apokalypse Galore
Genre: Gothic Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Am 24. März 2023 ist dieser reichliche Weltuntergang über uns hereingebrochen und das über Einheit Produktionen.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Hier warten sie mit ihrem neunten Album auf. Sonderlich mit anderen Veröffentlichungsformen haben sie sich nicht aufgehalten. Einzig eine EP und fünf Singles, ausgekoppelt aus den beiden vorigen Alben, haben sie sonst noch rausgehauen.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Da kenne ich noch das genaue Datum: am 23. Mai 2015 habe ich sie in einer Kneipe im Nordsaarland, wo manchmal Konzerte veranstaltet wurden, als Vorband für Nachtblut gesehen. Den Namen kannte ich schon vorher und während des Auftritts habe ich entdeckt, dass auf meinem damaligen Stamminternetradio einige Lieder von ihnen gelaufen sind, aber die hatte ich weniger wahrgenommen, wegen der Gespräche im Chat. Daher war ich froh, dass sie mich dann als Vorband begeistern konnten.
Wie finde ich die Scheibe: Der Stil ist recht eigen. Wer sie nicht kennt, es ist eine Mischung aus Eisregen, Coppelius und vielleicht Samsas Traum. Auch hier bleiben sie dem esoterischen treu. Sie spielen eine Form des Gothic Metal, der sich recht nah am Black Metal orientiert, aber auch recht melodisch und mit reichlich Einsatz von Streichern, um genauer zu sein ein Cello und eine Geige. Den Stil, den ich von ihnen kenne, behalten sie bei, wenn auch dieses Album etwas härter und gleichzeitig düsterer ist, als die Alben, die ich von ihnen besitze.
HURE BABYLON eröffnet das Album erst schleppend, bevor es rasant weitergeht. Hier zeigen sie gleich, was sie können. Ein harter und auch zorniger Song, der aber die Melodie nicht vernachlässigt. Der Text kann als Abrechnung mit der modernen Welt und unserer Gesellschaft verstanden werden.
Bei TENTAKEL DES ANGST spielen sie wieder mit ihrer Liebe für vergangene Zeiten. Der Gesang klingt stellenweise, besonders am Anfang, wie vor etwa hundert Jahren aufgenommen. Das Lied an sich, könnte teilweise ein Tanz sein, wenn es sich nicht zu einem rasant treibenden Rhythmus aufschwingt. Sehr interessant und richtig gut.
Fazit: Wirklich verdammt gut. Ich hatte hier wirklich Probleme meine Favoriten auszuwählen. Wer es im Gothic etwas härter mag, oder im Black Metal melodischer und weniger dogmatisch, der ist hier richtig. Aber hört am besten selbst mal rein:
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Never Reborn mit Ashes of Our Past

Bandname und Albumtitel: Never Reborn mit Ashes of Our Past
Genre: Blackend Thrash Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am achten März 2023 in Eigenregie raus.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach einer EP ist dies nun ihr erstes Album.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Die Band habe ich mit ihrer EP in einem früheren Leben schon über das Metal Devastation Radio kennengelernt. Die EP fand ich nicht schlecht, also hören wir uns mal das Debütalbum an:
Wie finde ich die Scheibe: Das taugt echt was. Ja, der Thrash steht im Vordergrund, aber auch das Schwarzmetall lässt sich deutlich ausmachen. Der Gesang ist vor allem eins: zornig. Dazu passen die Klampfen, nur leider ist das Schlagzeug eher nur Mittelmaß.
ASHES OF OUR PAST, der Titletrack, gefällt mir richtig gut. Im oberen Mid-Tempo geht es hier zur Sache und die Wut klingt aus jedem Takt. Richtig stark geworden das Lied.
Noch etwas besser allerdings finde ich DEATHMARCH ARMAGEDDON. Groovig wie Sau und bleischwer. Dazu der Gesang und fertig ist das, für mich, beste Lied des Albums.
Fazit: Ein starkes Album, auch wenn sie noch etwas an einem eigenen Stil arbeiten müssen. Auf jeden Fall zu empfehlen, obwohl es eher was für Thrasher ist. Aber hört selbst mal rein:
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Brundarkh mit Those Born of Fire & Shadow

Bandname und Albumtitel: Brundarkh mit Those Born of Fire & Shadow
Genre: Symphonic/Melodic Death Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am sechsten März 2023, wohl wieder in Eigenregie, raus.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach fünf Singles und einer EP ist dies nun ihr erstes Album.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Hier kann ich mal mehr schreiben, als nur das Metal Devastation Radio für diese Review verantwortlich zu machen. 2021 hat dieses mir nämlich die EP Haunted World geschickt und ich fand damals den Stil der Band spannend. Um mein Ich von 2021 zu zitieren: „…als hätte jemand Cradle of Filth mit einem Massenbeschleuniger in eine Death Metal Band geschossen.“ Das kann ich heute noch unterschreiben, also hören wir uns mal das ganze Album an:
Wie finde ich die Scheibe: Den Stil haben die beiden beibehalten, ganz sicher aber noch etwas verfeinert. Wieder tritt die Scheibe so richtig Arsch, vernachlässigt dabei aber nicht den orchestralen Anteil an der Musik. Die Lieder sind abwechslungsreich aber trotzdem wirkt alles wie aus einem Guss. An der einen oder anderen Stelle wirken sie etwas ausgefeilter, ohne dabei zu sehr in Progessive Metal abzudriften.
Schon der Opener, THE UNMAKING – PRIDE OF THE GOLDEN KING, zeigt uns, dass es hier ordentlich zur Sache geht, soweit das bei Melodic Death Metal möglich ist, und ist trotzdem schöngeistig genug für die orchestralen Passagen. Auf jeden Fall einen Blick wert.
THE LORD OF WHEREWOLVES hat es aber zu meinem absoluten Favoriten von diesem Album gebracht. Einerseits klingen die Growls hier so dreckig und böse, während dadurch der klare Gesang umso mehr heraussticht. Dieser wird von einem Gastsänger beigesteuert. So klingt es in diesen Passagen fast nach Power Metal.
Fazit: Ein richtig gutes Album haben sie da abgeliefert, auch die Gastmusiker, je zwei Sänger und Gitarristen, haben sie organisch eingebaut. Ich habe mich schon gefreut, diese Review schreiben zu dürfen, jetzt seid ihr dran, Freunde des Todesbleis, hört mal rein:
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Wesele mit Fin de Siecle

Bandname und Albumtitel: Wesele mit Fin de Siecle
Genre: Suicide Black Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kommt am 15. Mai 2023 über Underground Kvlt Records raus.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies wird wohl die erste Veröffentlichung des Projektes.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Auch hierfür mache ich das Metal Devastation Radio verantwortlich. Die haben mir das Album zukommen lassen und Suicide Black höre ich immer gerne und bei neuen Projekten bin ich auch neugierig, also ist es nur folgerichtig, dass wir mal einen genaueren Blick auf diese sechs Lieder werfen:
Wie finde ich die Scheibe: Die Musik wandelt zwischen schleppenden und ansatzweise zornigen Liedern, während der Gesang gequält klingt. Soweit so gut, aber irgendwas fehlt hier noch. Vielleicht ist es eine gemeinsame Linie, die dem Album fehlt, der berühmte Rote Faden. Gute Lieder gibt es, das ist keine Frage:
CZŁOWIEK hat mich direkt mit den Drumfiguren und den passenden Riffs gefesselt. Hier klingt die Musik wirklich bleischwer, wie man es sonst eher von Bands wie Asphyx oder Bolt Thrower kennt, aber trotzdem beliebt es unverkennbar Black Metal.
WIECZNOŚĆ schlägt in eine ähnliche Richtung, nur dass hier eher die Melancholie im Vordergrund steht. Zwar ist auch das Lied schön heavy, aber lange nicht so dicht, wie Człowiek. Hier wird wohl eher eine Verzweiflung zum Ausdruck gebracht, oder soll im Hörer gesäht werden.
Fazit: Stark, keine Frage, aber für mich etwas zu sehr gestückelt. Hier hätte ich mir einen Roten Faden für das Album gewünscht, der die Wirkung der einzelnen Lieder verstärkt. Ansonsten gibt es wenig zu beanstanden, also hört mal rein:
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Zeit mit Ohnmacht

Bandname und Albumtitel: Zeit mit Ohnmacht
Genre: Black Metal
Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kommt am 14. April 2023 im Selbstverlag raus.
Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr drittes Album, zuvor haben sie noch fünf EP’s und je ein Demo und ein Live-Album veröffentlicht.
Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Metal Devastation Radio hat mit dieses Stück deutsches Schwarzmetall zukommen lassen und Sa kann ich schlecht nein sagen. Also hören wir mal rein:
Wie finde ich die Scheibe: Das Album an sich klingt nicht schlecht. Ein gewisser Zorn wohnt dem ganzen inne, wenn dieser auch nicht so offensichtlich zu Tage tritt. Die meisten Songs sind eher schleppend gehalten, wenn es auch hier und da etwas mehr Tempo gibt. Der Gesang ist schön krächzend und gefällt mir richtig gut.
KETTE stampft durch die Gehörgänge und hat sich da richtig festgesetzt. Dies ist eines der Lieder, bei denen eher der Zorn zu spüren ist. Das ganze hat eine nihilistische Kriegsthematik.
Auch REGEN hat es in meine Liste geschafft. Hier arbeiten Sie auch mit unterschiedlichen Stimmlagen, was den Track etwas von den anderen abhebt.
Fazit: Ein ordentliches Album. Durchaus hörenswert. Man sollte keine zu großen Würfe erwarten, aber solider Black Metal mit einer eigenen Note bekommt man hier allemal geboten. Also hört mal rein:
