• Accept und Benediction bei den Music Nights am 26. Juni 2022 in Blieskastel

    Accept und Benediction bei den Music Nights am 26. Juni 2022 in Blieskastel

    Wer: Accept und Benediction bei den Music Nights Blieskastel

    Wann: Am 26. Juni 2022

    Wo: Auf dem Paradeplatz in Blieskastel.  

    Wieso: Damit es in der Barockstadt an der Blies endlich mal gute Musik zu hören gibt.

    Preis: Ich habe 50,93 Gelder bezahlt. Es war jeden Cent wert.

    Das Konzert: Das Konzert sollte um acht anfangen. An einem Sonntag, immer ein schwieriger Termin aber bei manchen Bands, wie zum Beispiel Benediction kann man auch mal mit ein paar Stunden weniger Schlaf aufkommen. Also hab ich meinen Kumpel, der mir Benediction gezeigt hat, leider immer erst wenn der Pegel zu hoch war, um saß irgendwo zu speichern, eingepackt und ab ging es nach Blieskastel.

    Oft war ich nicht in der Barockstadt, meist nur um zum Gollenstein zu wandern, dem größten Menhir Europas. Sie haben den Platz in der Altstadt abgesperrt und eine Bühne aufgebaut. Direkt neben dem Eingang haben sie noch Klowägen aufgebaut und auf der anderen Seite einen Merch-Stand. Leider gab es hier auch keine Tonträger, dafür aber alles andere, was man so brauchen kann. Verhungert und verdurstet ist man nicht, es gab diverse Bierstände und einen Grillstand. Soweit also alles, wie es bei einem Open Air sein soll.

    Beide Bands hatte ich noch nie gesehen, war also richtig gespannt. Benediction machten den Anfang und spielten ein verdammt geiles Set. Wohl Quer durch die Alben und auch der Ton war verdammt knackig, dafür ein Lob an den Tontechniker. Es gab immer wieder Ansagen und Lob für das Bier: Karlsberg. Hier habe ich wirklich die Energie gespürt und wie viel Bock die Band auf den Gig hatte. So war es kein Wunder, dass der Funke aufs Publikum übersprang. Also wenn die nochmal was rausbringen, dann werdet ihr hier meine Meinung dazu erfahren.

    Danach kamen Accept auf die Bühne und scheiße, haben die Alten Säcke es noch drauf. Zwar war der Ton am Anfang nicht so toll. Die hohen Schreie hat man zwar immer gehört, vielleicht hätte man die auch ohne Mikro mitbekommen, aber der normale Gesang wurde verschluckt, aber nach zwei Liedern wurde das gefixt. Auch hier war die Songauswahl verdammt geil und die haben auch eine astreine Show abgeliefert. Zum Glück konnten sie bis zum Ende spielen, da es nach etwa einem Drittel ihres Sets angefangen hat zu gewittern. Es sah richtig klasse aus, die Lichtshow der Bühne uns immer wieder Blitze darüber. Sowohl die Band als auch das Publikum haben durchgehalten. Nicht einmal der Regen konnte die Zuschauer vertreiben. Das sagt wohl alles, oder?

    Fazit: Jeder Zeit wieder. Ich werde mir aber wohl Benediction öfter ansehen, aber Accept geht auch immer, ist nur eben nicht so ganz mein Stil. Auch wenn die bei den Music Nights nochmal brauchbare oder wie gestern, grandiose Bands auftreten lassen, werde ich wieder da sein. Also ein geiler Abend mit geilen Bands. Hier noch was zum anhören:

    Benediction:

    Accept:

  • Milking the Goatmachine mit Nach uns die Grindflut

    Milking the Goatmachine mit Nach uns die Grindflut

    Bandname und Albumtitel: Milking the Goatmachine mit Nach uns die Grindflut

    Genre: Goatgrind

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album haben sie am 24. Juni 2022 über Reaper Entertainment auf die Welt losgelassen.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist nun schon das neunte Album, auf dem sie uns Menschen mit feinstem Goatgrind erfreuen.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Das ist schon einige Jahre her. Ich glaube 2010 oder 2011 waren sie als Vorband für Legion of the Damned hier in Saarbrücken und gleich als sie den Abend eröffneten, war ich begeistert. Jedes Mal, wenn ich sie live gesehen habe, war es ein wahres Highlight. So zum Beispiel, auf dem Metallergrillen, als sich Goatfreed nach zwei Songs den Huf verletzte, wohl etwas zu enthusiastisch herumgesprungen, und dann auf dem Drumpodest Platz nahm um den Gig durchzuziehen. Sogar für eine Zugabe kam er nochmal, von seinem Bruder gestützt, herausgehumpelt.

    Wie finde ich die Scheibe: Wie zu erwarten ein starkes Album. Und eine Neuerung in ihrer Diskographie. Haben sie auf ihren ersten acht Alben, insgesamt acht Lieder auf Deutsch veröffentlicht, ist hier das ganze Album auf Deutsch. Uns es funktioniert. Jetzt müssen sie nur noch ein Album in ihrer Muttersprache, Goat-E-Borgisch oder so, veröffentlichen. Aber genug der Vorrede, kommen wir zu dem, weshalb ich das Album bestellt hatte: dem Goatgrind. Wie üblich gibt es hier gleich ordentlich aufs Fressbrett. Die Drums Ballern und die Gitarre schreddert. Dazu der Gesang, also Goatgrind, oder Deathgrind wie die Uneingeweihten sagen, wie man er erwartet. Auch dass es nun durchgehend deutsche Texte gibt, mindert die Qualität nicht, eher im Gegenteil.

    KACKEBALL erklärt uns die hochkomplexen Regeln eines ihrer Lieblingsspiele, wenn die beiden auf Tour sind. Das ganze mir ordentlich Geballer. Das war auch mein Favorit von den vorab veröffentlichten Songs.

    Ja die Gebrüder Udder stehen auf Samples. Das beweisen sie auch mit RETTET DEN WALD…ESST MEHR BIBER. Ich kann mich sogar noch an die Werbung erinnern, aus der sie sich hier bedient haben. Der Song hat etwas punkiges an sich, dass mir richtig gut gefällt. Nur kommen sie damit wohl Belarus Beaver in die Quere.

    Wer auf groovigen Metal steht, der sollte sich auf jeden Fall mal IST DER HUF ERST RUINIERT anhören. Das könnte, zusammen mit Kackeball, zu einem Klassiker werden, den sie dann bei jedem Auftritt spielen müssen.

    MUTTER, DER MANN MIT DER MILCH IST DA pendelt irgendwo zwischen Cover, Hommage und Parodie. Wo Eisregen das Lied einfach nur in ihren Stil überführt aber sonst nicht verändert haben, wird hier alles umgeworfen. Da könnte auch das eine oder andere Bier mit im Spiel gewesen sein: Weil’s besser schmeckt.

    Fazit: Hier haben Sie noch eine Schippe draufgelegt. Eines Ihrer besten Alben bisher und jedem zu empfehlen, der sich für Ziegen, Goat-E-Borg oder such nur Todesblei begeistern kann. Also hört mal rein, bei mir rotiert die CD noch dS eine oder andere mal und vielleicht auch bald die Schallplatte.

  • Deocculted mit An Eye for the occulted Sun

    Deocculted mit An Eye for the occulted Sun

    Bandname und Albumtitel: Deocculted mit An Eye for the occulted Sun

    Genre: Black/Death Metal

    Das Cover der Originalversion, es gefällt mir einfach besser.

    Veröffentlichungsdatum und Label: Diese EP, eigentlich nur eine Neuaufnahme ihrer ersten EP kam am 13. Mai 2022 im raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Wie schon geschrieben, ist es die Neuaufnahme ihrer ersten EP. Mehr gibt es bis dato nicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Metal Devastation Radio hat mich auf diese EP aufmerksam gemacht, auch wenn in der Dropbox der Instrumental-Song gefehlt hat, war ich direkt interessiert. Also hier sind wir nun.

    Wie finde ich die Scheibe: Hier bekommt man direkt gezeigt, was die vier drauf haben. Harten fiesen Death Metal, mit düsteren, occulten Texten, woher wohl das Blackend kommt. Sowohl vom Thrash, der von Metal Archives, als auch dem Slam, den das Metal Devastation Radio hierhin sieht, höre ich wenig. Am ehesten noch den Slam. Für handelsübliches Todesblei finde ich die Musik richtig gut. Eine gelungene Mischung aus Härte, Technik, Heavyness und Geschwindigkeit. Davon darf es ruhig mehr heben.

    Absolut zu empfehlen ist ECTOPLASM, dass die EP eröffnet und gleich einen Überblick gibt, was einen erwartet, ohne dass der Song konfus oder langatmig wir. Mit knapp vier Minuten bleibt er knackig. Also hört ihn euch an.

    Fazit: Hört euch eigentlich die ganze EP an. Die, nicht nicht einmal, 20 Minuten kann eigentlich jeder erübrigen und sich mal anständig die Gehörgänge durchlesen lassen. Ich werde die auf jeden Fall im Auge behalten und mal sehen, was sie noch so komponiert. Also Freunde des Todesbleis, hört hier mal rein:

  • Herida Profunda mit Power to the People

    Herida Profunda mit Power to the People

    Bandname und Albumtitel: Herida Profunda mit Power to the People

    Genre: Grindcore

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album wird am 22. Juli 2022 über 7 Degree Records in Europa veröffentlicht. 783 Punx kümmern sich um den Vertieb bei den Briten und die Amerikaner haben dafür sogar drei Labels: Give Praise Records, Wise Grinds Records und To Live a Lie.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Laut meiner Recherche ist das ihr zweites Album, nach drei Splits und einer Single.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Hier war es endlich mal wieder Anubi-Press, die mir etwas Interessantes zugeschickt haben.

    Wie finde ich die Scheibe: Eindeutig ein Grindcore Album. Viele kurze Songs, die aufgeladen sind mit einer Menge Wut und politischen Themen. Hier und da erkennt man noch die Punkwurzeln, doch das Tempo bleibt konstant am Anschlag. Der Gesang ist für das Genre typisch und bietet nichts besonderes, ebenso wie das Instrumentarium. Also schlecht ist es nicht, aber der Kick fehlt. Es bietet leider nichts eigenes, dass mich überzeugen würde, mir das Album nochmal anzuhören, abgesehen von meinem Interesse, ob die Tracks einfach mehr Durchläufe brauchen, als für eine Review.

    Fazit: Solider Grind, aber ohne das gewisse Etwas, das das Album aus der Masse hervorhebt. Jedenfalls bis jetzt, vielleicht gewinnt es mit der Zeit. Also hört mal rein:

  • Goatmilker mit Exterminate the Holy

    Goatmilker mit Exterminate the Holy

    Bandname und Albumtitel: Goatmilker mit Exterminate the Holy

    Genre: Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am 15. April 2022 über Via Nocturne raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Abgesehen von ihren drei Alben, haben sie noch nichts veröffentlicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Kurz und Bündig: Das Metal Devastation Radio hat mir was geschickt.

    Wie finde ich die Scheibe: Nachdem wir durch das Intro durch sind, geht es mit feinstem Todesblei los. Die Drums geben richtig Gas, der Bass dröhnt vor sich hin und versinkt nicht irgendwo und die Gitarren sind verdammt heavy. Dazu werden wir von einem richtig guten Sänger angeschrien. Hier ist es verdammt schwer, mich nur auf ein paar Empfehlungen zu beschränken, da es ein so verdammt starkes Album ist, aber ich versuche es einmal.

    UPON THE CROSS macht hier den Anfang, obwohl ich auch die beiden vorigen Tracks hätte nehmen können. Aber hier ist der Stilmix einfach verdammt geil. Mal stampfend, mal rasend und dann wieder doomig mit einer genial-psychotischen Basslinie. Generell sind die Technikspielereien hier richtig knackig geworden ohne sich zusehen darauf einen runterzuholen. Als nächstes empfehle ich euch HANG THE PRIEST, es klingt einfach nur mächtig. Ein brachialen Mid-Tempo-Track mit dem man auf jeden Fall seinen Spaß haben kann. Schaden dass er so weit hinten kommt, denn er macht wirklich Lust auf mehr. Ideal um den Nacken aufzuwärmen. Zum Schluss bleibt ONE LEFT TO KILL. Ok, ja, der Witz, oder das geschickte einbauen des Liedtitels bleibt im deutschen auf der Strecke, aber hört euch den Song an. Ein würdiger Abschluss, für ein klasse Album.

    Fazit: Oben habe ich eigentlich ja schon gelobt, aber hier geht es weiter. Und ja ich weiß, die Holländer können Death Metal, aber das hier ist nur ein weiterer Beweis dafür, dass es im Land der Windmühlen richtig geniales Todesblei gibt. Also hört einfach mal rein, wenn es nicht hart und heavy genug sein kann für euch:

  • Steel Panther und Supernova Plasmajets auf der Res-Erecrion European Tour 2022 in der Garage Saarbrücken am 10.06.2022

    Steel Panther und Supernova Plasmajets auf der Res-Erecrion European Tour 2022 in der Garage Saarbrücken am 10.06.2022

    Wer: Steel Panther und Supernova Plasmajetsvauf der Res-Erecrion European Tour 2022 in der Garage Saarbrücken am Zehnten Juni 2022

    Wann: Zehnter Juni 2022

    Wo: In der Garage Saarbrücken

    Wieso: Die hatten wohl Bock auf Tour zu gehen. Und so kamen sie auch nach Saarbrücken.

    Preis: Knapp 50 Euro sollte so ein Ticket kosten.

    Das Konzert: Auch nach Corona hat sich in der Garage nicht viel verändert. Es gibt den Eingang mit dem Foyer, dass jetzt auch so heißt, also ganz offiziell, dann den Hauptraum und der Kleine Klub ist abgesperrt. Soweit so altbekannt. An die Umstellung von Karlsberg auf Wahrsteiner kann ich mich aber nicht gewöhnen, auch wenn das Bier trinkbar ist. Da hätten die Besser nen Deal mit Bruch abgeschlossen, aber was weiß ich schon.

    Die Vorband, Supernova Plasmajets, habe ich hauptsächlich vom Foyer aus verfolgt, da in den ersten vier Liedern kaum was war, dass mich angesprochen hat. Es klingt einfach nach einer generischen Female Fronted Metal Band, wie sie auf jedem Jahrmarkt auftritt. Ihre Musik, wenn auch nicht schlecht, passt nicht wirklich zu dem Namen. Eine Supernova ist verdammt groß, mächtig und so sollte dann auch die Musik der so benannten Band klingen. Und Plasmajets sind scheißeschnell, aber wir blieben weitgehend im Mid-Tempo und das auch eher mit weniger Elan in der Musik, auch wenn die Fünf auf der Bühne schon Gas gegeben haben. Vielleicht fehlt mir einfach der Zugang zu dieser Art von Musik, aber mit denen konnte ich echt nichts anfangen.

    Steel Panther hingegen haben richtig was getaugt. Vielleicht lag es auch am Mix, aber bei denen war mehr Action in der Musik. Auch hatten die echt viel Publikumsintersktion, teilweise sogar etwas zu viel. Kann Satchel mal jemand das Maul stopfen? Oder besser nicht, das hat das ganze bereichert. Er hat auch ein Solo gespielt, dass sowohl Iron Man von Sabbath, Raining Blood von Slayer, als auch Sweet Child o Mine von Guns n Roses und noch einiges anderes beinhaltete, was ich wohl wegen diverser Erfrischungsgetränke vergessen habe. Respekt an den Typen. Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, ob die den Stil wirklich lieben oder das ganze aufs Korn nehmen und parodieren. Schon schwierig, da ich den Glam Metal an sich schon als eine Parodie seiner selbst sehe.

    Fazit: Die Vorband kann man sich, finde ich ruhig schenken, auch wenn einige andere, mit denen ich geredet habe, sie richtig gut fanden. Steel Panther finde ich nicht schlecht. Bei anderen Konzerten, oder wenn ich wie hier das Ticket gewinne, danke nochmal Classic Rock Radio, werde ich sie mir sicher nochmal ansehen. Nur schade, dass die keine Tonträger am Merch-Stand hatten.
    Supernova Plasmajets:

    Steel Panther:

  • Gorge of War mit Black Webs and Angelsex

    Gorge of War mit Black Webs and Angelsex

    Bandname und Albumtitel: Gorge of War mit Black Webs and Angelsex

    Genre: Black/Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am dritten Juni über Kvlt und Kaos Productions raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach einer EP letztes Jahr ist dies ihr erstes Album.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Wieder das Metal Devastation Radio, dieses Mal hab ich das Album vorgezogen, da ich von ihnen einen Code für Bandcamp bekam, also hier sind wir.

    Wie finde ich die Scheibe: Soweit so gut. Recht old-schooliger Black Metal, dem man die man die gemeinsamen Wurzeln mit dem Death Metal noch anhört, besonders beim Gesang. Es geht hart zur Sache, ohne viele Intros oder Interluden. Wenn es doch mal welche gibt, sind diese kurz gehalten und auf den Punkt, was mir schonmal positiv auffällt.

    Der Opener und Titletrack BLACK WEBS AND ANGELSEX ist auf jeden Fall mal einen Blick wert. Hier geht es richtig old-schoolig zur Sache. Trotz des recht langen Intros, beim ersten Lied aber zu verzeihen, macht er richtig Laune in seiner stampfigen Art. JUDAH WHOREZONE ist eindeutig dem Todesblei zuzuordnen. Hier fühle ich mich an den einen oder anderen Track aus den frühen 90ern oder späten 80ern zurückerinnert, ohne dass es sich wie eine Kopie anfühlt, eher wie eine Hommage. CIRCUS NOIR nimmt noch ein paar Rock’n’Roll Einflüsse mit rein und bricht damit die Albumstruktur auf, ohne jedoch die Stimmung zu zerstören. Auch eine klare Hörempfehlung.

    Fazit: Ein starkes Album, das mir hier empfohlen wurde und diese Empfehlung gebe ich gerne weiter an euch. Wer es old-schoolig mag und sowohl Black als auch Death in ihrer frühen, ineinander übergehenden Form, mag, der dürfte hier fündig werden. Also hört einmal rein:

  • Crisis Benoit mit El Culto de la Muerte

    Crisis Benoit mit El Culto de la Muerte

    Bandname und Albumtitel: Crisis Benoit mit El Culto de la Muerte

    Genre: Death Metal/Grindcore

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kommt am zehnten Juni 2022 über Slaughterhouse Records raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Das ist ihr erstes Album, nach drei EP’s und einer Demo.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Es ist eine italienische Band, also muss mir Anubi Press das Album geschickt haben. Genau so und nicht anders ist es. Bei dem Namen dachte ich erst an eine seltsame Spaßkapelle, aber…

    Wie finde ich die Scheibe: Hier bekommen wir eindeutig mehr Death als Grind. Der äußert sich eher in den recht kurzen Songs, nur drei überschreiten die Dreiminutenmarke. Aber mir gefällt ihr Stil, mal brutales Geknüppel, dann wieder doomige Tracks, die teilweise sogar melodisch werden. Der Gesang passt hier richtig gut, da auch er angepasst wird, wie es die Songs gerade erfordern.

    DEADLIFTING CADAVERS macht so richtig bock. Ein paar Trainingstipps verpackt in einem eher doomigen Song mit einer klasse Basslinie. TORNADO OF THOUSAND BROKEN LIGHT TUBES gibt da schon mehr Gas und bahnt sich unaufhaltsam seinen Weg durch meine Gehörgänge.

    Fazit: Ein klares muss für Freunde des Wrestlings und des Todesbleis. Also Jörg mal rein und lasst euch im Wechsel einen Hurricane Runner und einen Chokeslam verpassen. Und die Clothesline in der Wall of Death nicht vergessen.

  • Likheim mit Alt Skal svinne Hen

    Likheim mit Alt Skal svinne Hen

    Bandname und Albumtitel: Likheim mit Alt Skal svinne Hen

    Genre: Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Untergrund Kvlt Records, ein Unterlabel von Odium Records, haben diese EP heute, am 30. Mai 2022 veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Hier hören wir ihre Debüt-EP.  

    Wie habe ich die Band kennengelernt: kurz und bündig: Auch hier zeichnet das Metal Devastation Radio dafür verantwortlich, dass ich euch mit dieser Review beglücke.

    Wie finde ich die Scheibe: in einem Wort: Old-Schoolig. Die Drums sind eher minimalistisch gehalten, darüber recht simple Gitarren und fieser Gesang, der mal klar, mal knurrend daher kommt. Auch die Songstrukturen erinnern mich an die Klassiker aus Norwegen. Viel mehr bleibt hier nicht zu sagen, also kommen wir gleich zu meinen Empfehlungen:

    SMERTE hat es mir direkt angetan. In diesem Song lebt der Geist des norwegischen Black Metals der 90er eindeutig weiter und trotzdem klingt es nicht verstaubt oder nach einer stumpfen Kopie. Noch besser gefällt mir nur TAKENS KALL. Das Intro erinnert etwas an Diary of a Madman und nach der dreiviertel Minute geht es direkt mit hartem und rasendem Black Metal weiter.

    Fazit: Die Band werde ich auf jeden Fall weiter im Auge behalten. Hoffentlich kommt da noch mehr und es bleibt nicht nur bei dieser einen EP. Freunde des Schwarzmetalls aus Norwegen sollten hier wirklich einmal reinhören.

  • Spasmodia mit Malicious Premonitions

    Spasmodia mit Malicious Premonitions

    Bandname und Albumtitel: Spasmodia mit Malicious Premonitions

    Genre: Brutal Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Diese kleine EP wurde am 15. April 2022 (laut dem Metal Devastation Radio) oder am 16. März 2022 (laut Metal-Archives) im Selbstverlag veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihre Debüt-EP.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: kurz und bündig: Das Metal Devastation Radio hat mir Brutal Death Metal geschickt.

    Wie finde ich die Scheibe: Im Prinzip bekomme ich hier, was ich erwarte, nur leider nicht so Heavy wie ich es gerne hätte. Vielleicht liegt es am Mix oder am Songwriting an sich. Für mich geht das ganze sogar etwas in Richtung Technical Death Metal, dafür klingt es sogar richtig gut. Die Vocals sind herrlich guttural und an den Saiten wird hier der ganz große Otto losgemacht.

    SACRILEGIOUS EXECRATION gefällt mir verdammt gut. Hier kommen die rotierenden Riffs zum Einsatz, die ich im Death Metal und seinen Subgenres immer verdammt geil finde. Dazu der Gesang, eine klasse Mischung. Jetzt müsste nur noch etwas Fleisch auf die Knochen, also das Ganze mit einer Ecke mehr Heavyness und ich wäre glücklich. Bei MANIC DEBAUCHERY wird es ansatzweise so heavy, wie ich es gerne habe und es gibt eine klasse Bass, der hier seinen Moment kriegt. Dazu wieder die verdammt guten Vocals.

    Fazit: Für den Anfang nicht schlecht, aber wie oben schon gesagt nicht heavy genug. Trotzdem reicht es, dass ich die wohl weiter im Auge behalte. Freunde des brutaleren Todesbleis können hier auf ihre Kosten kommen, also hört mal rein:


Full Metal Mayhem

Reviews und anderes zum musikgewordenen Wahnsinn, auch als Metal bekannt