• Cruel Bomb mit Cruel Bomb

    Cruel Bomb mit Cruel Bomb

    Bandname und Albumtitel: Cruel Bomb mit Cruel Bomb

    Genre: Thrash Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Am 15. August 2025 kam dieses Album in Eigenregie raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist ihr erstes Album, doch davor waren sie nicht untätig. Drei Singles und EPs und jeweils eine Split und Compilation haben sie rausgehauen, bevor nun dieses Album kam.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Wieder hat das Metal Devastation Radio zugeschlagen und mich mit einem Stück Thrash Metal beglückt. Dann hören wir mal rein, ob das Album etwas taugt, oder etwa doch nicht:

    Wie finde ich die Scheibe: Thrash Metal ist eine Bank. Kaum ein schlechtes Album kommt aus diesem Genre, das ist auch ein Grund, wieso ich so gerne Thrash höre. Und die Vier haben wirklich abgeliefert. Angepisst, wütend und ohne etwas zurückzuhalten gehen sie hier zu Werke. Rasende Drums, knackige Riffs und ein richtig giftiger Gesang bilden hier den Grundstein. Das Ganze verschmelzen sie auf dieser Scheibe zu elf durchschlagskräftigen Songs.

    HELL HOUNDS fängt mir einer gesprochenen Passage an, die ein Sample sein könnte, bevor sie das Gaspedal durchtreten und durch die Gehörgänge rasen. Bei aller Geschwindigkeit geht der Song auch direkt in den Nacken, also ein wirklicher Banger.

    Mit WORLD BREAKER haben sie einen richtig guten Abschluss gefunden. Im Mid-Tempo marschieren sie unaufhaltsam los. Groovig und hart beenden sie dieses Album. Hier und da kommen auch noch Death Metal Anleihen zum Vorschein.

    Fazit: Hier trifft der Begriff Juggernaut wirklich zu. Wer auf Thrash Metal steht, wenn auch nur sekundär oder tertiär, dann hört hier verdammt nochmal rein:

  • Benediction, New World Depression und Realm of Chaos am 19. September 2025 in der Garage Saarbrücken

    Benediction, New World Depression und Realm of Chaos am 19. September 2025 in der Garage Saarbrücken

    Wer: Benediction, New World Depression und Realm of Chaos

    Wann: 19. September 2025

    Wo: In der Garage Saarbrücken

    Wieso: Benediction waren immer noch auf Tour mit ihrem neuen Album und wenn die so knapp vor der Haustür spielen, dann muss ich mir die doch ansehen.

    Preis: Für 28,5 Euro durfte man sich von drei Bands anschreien lassen.

    Das Konzert: Alles in allem hat sich die Garage nicht verändert, im Foyer war der Merchstand aufgebaut und an diesem Tag die Haupttankstelle. Im Hauptraum hatten sie den hinteren Bereich abgehängt, wohl wegen eher mittelprächtiger Ticketverkäufe.

    REALM OF CHAOS eröffneten. Am Gesang gab es wohl einen Besetzungswechsel, seit ich sie in Weinheim kennengelernt habe. Das tat dem Auftritt aber keinen Abbruch, denn auch so haben sie wirklich Ärsche getreten. Fieses Todesblei der besten Güte wurde geboten und sie haben dem Publikum ordentlich eingeheizt.

    Als zweites kamen NEW WORLD DEPRESSION auf die Bühne und haben die Latte noch ein Stück höher gelegt. Mit einem neuen Album im Gepäck und einem ganzen Haufen Spielfreude haben sie da weiter gemacht, wo Realm of Chaos aufgehört haben und das Publikum weiter aufgepeitscht. Die kann man sich wirklich merken und wenn sie noch einmal in vertretbarer Entfernung auftreten, werde ich sowas von dabei sein.

    Den krönenden Abschluss bildeten BENEDICTION. Wer die nicht kennt, sollte das dringend nachholen. Auf Platte sind sie schon eine verdammte Macht, aber Live eine wirkliche Naturgewalt. Zwischen kleineren Streitereien mit dem Publikum und den Ansagen, haben sie ein Brett nach dem anderen rausgehauen. Bei ihnen merkt man deutlich, dass sie noch richtig Bock haben auf der Bühne zu stehen und mit Todesblei ein paar Schädel zu spalten. Die beiden letzten Songs wurden noch für ein persönliches Statement genutzt, dass regen Anklang fand.

    Fazit: Auch wenn ich Benediction schon das zweite Mal in diesem Jahr gesehen habe, hat es sich definitiv wieder gelohnt. Besonders schön fand ich, dass einer ihrer Gitarristen ein Shirt von New World Depression auf der Bühne trug. Generell war es ein geiler Abend, prall gefüllt mit guten Bands. Wenn ihr die Möglichkeit habt, dann seht euch alle drei an:

     Benediction:

    New World Depression:

    Realm of Chaos:

  • Blackbraid mit Blackbraid III

    Blackbraid mit Blackbraid III

    Bandname und Albumtitel: Blackbraid mit Blackbraid III

    Genre: Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Am achten August 2025 wurde dieses Album in Eigenregie veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist Album Nummer drei, wie dem einen oder anderen am Titel aufgefallen sein könnte. Dazu gibt es insgesamt zwei Singles.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: 2022 hat mit Black Metal Promotion, ihr erstes Video in die Abobox gepackt und ich war sofort gefesselt. Die anderen beiden Langspieler dieses Projektes habe ich hier und hier schon besprochen, also hören wir rein, ob die Qualität gehalten wird:

    Wie finde ich die Scheibe: Nach einem kurzen Introsong geht es auch schon brachial los. Rasende Riffs, harten Drums und verdammt wütendes Gekrächze, genau das, was ich erwartet habe. Eventuell ist er hier und da etwas Technischer unterwegs, mit einigen Soli. War mir aber definitiv aufgefallen ist, dass immer mehr Instrumentals eingebaut werden, als auf den vorigen Alben.

    GOD OF BLACK BLOOD hat es als erstes auf meine Favoritenliste geschafft. Nach einigen Schreien, begleitet von einem rhythmischen Klappern, wohl ein Ritual, geht es rechts groovig aber unaufhaltsam los. Dazu wird noch eine Flöte gespielt, was dem Song auch noch eine pagane Note gibt, aber ohne dass Schwarzmetall zu verwässern.

    Fazit: Erneut ein verdammt starkes Album, dass hier aus den USA kommt. Wieder kann ich es den Freunden des Schwarzmetalls empfehlen, also hört mal rein:

  • Grave Hex mit Vermian Death

    Grave Hex mit Vermian Death

    Bandname und Albumtitel: Grave Hex mit Vermian Death

    Genre: Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Dieses Album kam am 22. August 2025 sowohl in Eigenregie (Digital) als auch über Night Terrors Records (Tape) und Cavernous Records (CD) raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Abgesehen von diesem Album und zwei Singleauskopplungen daraus, haben sie bisher noch nicht veröffentlicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Dieses finnische Todesblei kam über Anubi-Press zu mir in die Rotation. Dann lasst uns doch mal reinhören und schauen, ob es sich lohnt:

    Wie finde ich die Scheibe: Es klingt ganz solide, wenn auch mit einem recht modernen Einschlag. Aber wirklich will es mir nicht ins Ohr. Ich meine, sie haben groovige Passagen, psychotische Gitarren und sind rechts abwechslungsreich, aber je mehr ich von dem Album höre, desto mehr fällt mir auch, was mir nicht gefällt, was nicht zusammen passt. Der Gesang ist noch mit das Beste, was wir hier bekommen, aber auch der kann es nicht herausreißen.

    Fazit: Ja, ganz solide, wenn auch nicht zusammenpassend, wenn man versteht was ich meine. Eine durchschnittliche Band hat es mit dem Experimentieren etwas übertrieben. Wer will, der kann. Einmal hier reinhören:

  • Sister Murder mit Ressurecting the wounded Psyche

    Sister Murder mit Ressurecting the wounded Psyche

    Bandname und Albumtitel: Sister Murder mit Ressurecting the wounded Psyche

    Genre: Brutal Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Eigentlich wurde diese EP am achten März 2025 auf CD und Kassette in Eigenregie veröffentlicht und jetzt kommt es über Underground Syndicate noch einmal heraus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es gibt diese EP und drei Singleauskopplungen bisher, aber man darf auf weiteren Slam gespannt sein.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Metal Devastation Radio hat mir dieses brutale Todesblei aus Indonesien geschickt und wir hören da jetzt rein:

    Wie finde ich die Scheibe: Guck, klingt das geil. Absolut finsterer Vocals, bleischwere Riffs und brutale Drums, die einem mit Perfektion den Schädel einschlagen. Mit den sieben Songs, gut der erste ist nur ein Intro, haben sie sich auf jeden Fall einen Platz bei meinen Neuentdeckung erspielt.

    Mit THE BLOODY MURDER haben sie einen wirklich brachialen Songs rausgehauen. Hier kommt alles zusammen, was man von brutal Death Metal erwartet: Groovige Riffs, heftige Drums, ein saftiger Bass und dazu noch dieser Gesang, der immer wieder zwischen finstersten Growls und Pig Squeals wechselt.

    Fazit: Merkt euch das Album auf jeden Fall einmal vor, wenn ihr auf diesen musikalischen Wahnsinn steht. Hier könnt ihr einmal reinhören:

  • Sterveling mit Sterveling

    Sterveling mit Sterveling

    Bandname und Albumtitel: Sterveling mit Sterveling

    Genre: Suicide Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Dieses Album kommt am 26. September 2025 in Eigenregie raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Nach nur einem Demo ist dies das Debütalbum.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Er hat mich kontaktiert, damit ich für euch über dieses Album schreiben kann. Also hören wir uns die drei Lieder an:

    Wie finde ich die Scheibe: Im großen und ganzen ein starkes Album. Obwohl die Lieder sehr lang sind, keine unter elf Minuten, kommt zu keiner Zeit das Gefühl auf, dass sie künstlich gestreckt wurden. Die Musik ist eher ruhig und obwohl hypnotisch, ist die doch abwechslungsreich. Das Schlagzeug finde ich ganz interessant, aber der Gesang ist es, was mich wirklich mitnimmt. Klagend und doch zornig.

    Mein Favorit des Albums ist der letzte Track, MET KALMTE IN HET HART. Hiermit wird dieses Album beendet und besser hätte man das Lied nicht platzieren können. Wieder gibt es eine Viertelstunde Schwarzmetall auf die Ohren, der eine tiefe Melancholie im Hörer wachsen lässt.

    Fazit: Dieses Album hat etwas geschafft, das nur sehr, sehr wenige schaffen, jetzt werde ich mir nicht nur das Demo noch zu Gemüte führen, sondern mich durch das gesamte Schaffen von M.vdW hören. Ihr solltet dieses Album einmal vormerken und hier reinhören:

  • Suicide Cages mit Live Without

    Suicide Cages mit Live Without

    Bandname und Albumtitel: Suicide Cages mit Live Without

    Genre: Metalcore

    Veröffentlichungsdatum und Label: Am siebten Juli haben sie diese kleine EP über Braeburn Records veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist ihre vierte EP und dazu gibt es auch vier Singles.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Diesen Extendedplayer hat mir das Metal Devastation Radio zukommen lassen. Normal ist Core nicht meins, aber hin und wieder gebe ich dem Genre eine Chance. Also hören wir mal rein:

    Wie finde ich die Scheibe: Nicht schlecht soweit. Sie sind sehr old-schoolig unterwegs, was man an dem chaotischen Sound und der allgemeinen Angepisstheit merkt. Alles wirkt noch ziemlich punkig, einfachere Riffs als bei den modernen Vertretern, dafür aber sind diese auch wirkungsvoller. Der Gesang ist verdammt aggressiv und wirkt dabei nicht aufgesetzt. Alles in allem ein gutes Gesamtpaket

    TONGUES OF HELL hat es mir direkt angetan. Ohne umschweife fangen sie direkt an, einem den Schädel einzuschlagen, dazu kommen hier noch psychotische Gitarren und eine gewisse Prise Wahnsinn.

    Fazit: Eine kurze EP, die es wirklich in sich hat. Also wer auf Metalcore der älteren Schule steht, der sollte den Jungs eine Chance geben. Hier könnt ihr einmal reinhören:

  • Phosphorus mit Frail Grasp of Broken Hands

    Phosphorus mit Frail Grasp of Broken Hands

    Bandname und Albumtitel: Phosphorus mit Frail Grasp of Broken Hands

    Genre: Post Black Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Das Album kam am 15. August 2025 in Eigenregie raus.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr erstes Album, aus dem sie noch zwei Singles ausgekoppelt haben.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Ich habe sie auf dem Wild Hunt Open Air 2025 kennengelernt und dort gleich die Platte vorbestellt. Hier sind wir nun und sehen, ob die Band ihr Live-Versprechen auch auf Vinyl halten kann.

    Wie finde ich die Scheibe: Ja ich weiß, wenn man eine Band live erlebt, dann spielt viel mehr eine Rolle, als nur die Musik. Das Ganze versuche ich hier auszublenden. Hier bekommen wir fünf recht abwechslungsreiche Songs kredenzt, die mal ruhig, mal brachial daherkommen. Wirklich ruhige Passagen wechseln sich mit brutalen ab. Das Instrumentarium spielt verdammt gut zusammen und der Gesang kommt noch krönend dazu. Angepisst und unmenschlich, wenn nicht noch klare Abschnitte dazu kommen.

    THE SERPENT hat es zu meinem Favoriten geschafft. Ein ruhiger Einstieg, der sich sehr schnell zu einem Song mit wirklich Durchschlagskraft entwickelt. Dabei bleibt er trotzdem abwechslungsreich und verliert sich nicht in Monotonie oder wird zu einer Frickelorgie.

    Fazit: Ein kurzes aber sehr gutes Album, dass richtig Spaß macht. Nicht nur auf der Bühne können sie überzeugen, sondern auch auf Vinyl, also holt euch die Platte und hört einmal hier rein:

  • The Lucidia Project mit The Twilight Affliction

    The Lucidia Project mit The Twilight Affliction

    Bandname und Albumtitel: The Lucidia Project mit The Twilight Affliction

    Genre: Symphonic Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Am 30. Juni 2025 haben sie dieses Album in Eigenregie veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: zwei EPs und Singles haben sie vor ihrem Debütalbum hier veröffentlicht.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Das Metal Devastation Radio hat mir das Album geschickt und aus irgendeinem Grund war ich daran interessiert,  weshalb es auf den Stapel kam. Wieso weiß ich nicht, also hören wir mal rein, ob mich mein Gefühl getrogen hat.

    Wie finde ich die Scheibe: Sie ist nicht schlecht, sogar ziemlich gut. Anders als man vielleicht erwarten würde, gibt es hier keinen opernhaften, weiblichen Gesang, dafür ist die Stimme des Sängers verdammt abwechslungsreich. Die Musik wird immer mal wieder von Streichern aus dem Synthie erweitert, aber ohne dass diese Überhand nehmen. Hier baut wirklich alles aufeinander auf. Daher fällt es mir auch schwer, einen oder zwei Favoriten auszuwählen, doch ein Lied will ich euch präsentieren:

    DECEMBER fängt schon kraftvoll an. Hier zeigt er wirklich, was er so alles mit seiner Stimme anstellen kann: schnelle Wechsel, ganze Gefühlswelten in einigen Zeilen, ohne dass es kitschig wird und das während der Gesang die Melodie trägt.

    Fazit: Hier haben wir wieder einmal ein Album, dass man im Ganzen hören und genießen sollte. Zieht es euch wirklich mal rein, wenn ihr Lust auf symphonischen Metal habt. Hier noch ein kleiner Vorgeschmack

  • Encelado mit Pillars of Creation

    Encelado mit Pillars of Creation

    Bandname und Albumtitel: Encelado mit Pillars of Creation

    Genre: (Brutal) Death Metal

    Veröffentlichungsdatum und Label: Sie haben diese EP am 29. April 2025 in Eigenregie veröffentlicht.

    Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist ihre erste Veröffentlichung.

    Wie habe ich die Band kennengelernt: Sie haben mir angeschrieben und um eine Besprechung ihres Erstlingswerkes gebeten. Da sage ich doch nicht nein, also lasst uns einmal reinhören:

    Wie finde ich die Scheibe: Naja, ich sage es mal so. Luft nach oben ist da schon mal. Der Gesang klingt etwas nach Weeping Skulls oder Rompeprop, die runtergestimmten Gitarren sorgen zwar für einiges an Heavyness, leider wird da der Sound etwas matschig und der Bass ist leider komplett vergraben. Schlecht ist sie nicht, aber auch nicht wirklich gut.

    Song Nummer drei, FRAGMENTS OF FEAR, gefällt mir noch am besten. Hier haben sie einige brauchbare Ideen umgesetzt, aber leider macht der matschig Sound den Hörgenuss zunichte. Ein klasse Groove, ein eingängiger Moshpart, und interessante Wechsel gibt es hier.

    Fazit: Verbuchen wir diesen Extendedplayer als ersten Versuch. Wenn die Tracks auf späteren Veröffentlichungen erneut in überarbeiteter Form auftauchen, kann da wirklich etwas draus werden, aber so kann ich leider keine Empfehlung aussprechen. Wer einmal reinhören will:


Full Metal Mayhem

Reviews und anderes zum musikgewordenen Wahnsinn, auch als Metal bekannt